Smartphones: Samsung muss für fingierte Kommentare gegen HTC zahlen
Samsung hat im April 2013 in chinesischen Foren eine Internetkampagne gegen HTC geführt, die von der taiwanischen Wettbewerbsbehörde als wettbewerbswidrig eingestuft wurde. Dafür muss das Unternehmen nun eine Strafe zahlen, wie auf der Webseite der taiwanischen Wettbewerbshüter(öffnet im neuen Fenster) zu lesen ist. Außerdem muss Samsung das wettbewerbsschädliche Verhalten unterlassen. Die FTC selbst nennt HTC zwar nicht beim Namen, aber die Umstände lassen keinen anderen Schluss zu, dass es sich dabei um die Samsung-Kampagne gegen HTC handelt.
10 Millionen Taiwan-Dollar muss Samsung zahlen, umgerechnet knapp 250.000 Euro. Für ein Unternehmen wie Samsung ist das keine problematisch hohe Summe, allerdings dürfte der Ansehensverlust erheblich sein.
Die taiwanischen Wettbewerbshüter sehen es als erwiesen an, dass Samsung unter anderem Studenten und künftige Mitarbeiter dafür bezahlt hat, sich in Foren negativ über Wettbewerber zu äußern. So sollen in etlichen chinesischen Foren fingierte negative Kommentare zu HTC-Geräten erschienen sein. Umgekehrt gab es ausgedachte positive Beurteilungen zu Samsung-Produkten. Solche gesteuerten Kommentare wurden nun als wettbewerbswidrig eingestuft.
Samsung hat Marketingfirmen engagiert
Für die Kampagne hat Samsung zwei Marketingfirmen eingeschaltet, die nun beide ebenfalls eine Strafzahlung leisten müssen. Diese fällt allerdings deutlich niedriger aus als die Summe für Samsung. Die beiden Unternehmen sind in den Behördendokumenten in Pinyin angegeben, der auf dem chinesischen Festland gebräuchlichen Umschrift.
Demnach heißt eine Pengtai Consulting Ltd. und die zweite Shangduoli International Ltd. So muss Pengtai Consulting 3 Millionen Taiwan-Dollar zahlen, also umgerechnet knapp 75.000 Euro sind. Shangduoli International hat lediglich 50.000 Taiwan-Dollar zu zahlen, also gerade mal 1.300 Euro.
Samsung ist seit einiger Zeit unangefochtener Marktführer im Smartphone-Markt und da insbesondere im Segment der Android-Smartphones. Dagegen kann HTC derzeit wenig ausrichten und war zuletzt nicht mehr unter den fünf größten Herstellern verzeichnet.
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