Smartphones: Oppo und Xiaomi packen die Frontkamera unter das Display

Bald könnte es Smartphones geben, bei denen sich die Frontkamera unter dem Display befindet. Oppo und Xiaomi haben erste Prototypen mit einer solchen Technik vorgestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Verschwindet die Frontkamera bald unter dem Display?
Verschwindet die Frontkamera bald unter dem Display? (Bild: Xiaomi/Screenshot: Golem.de)

Ein Smartphone ohne Frontkamera ist kaum mehr vorstellbar. Aber die Kameralinse auf der Vorderseite stört eigentlich immer, vor allem bei den modernen Geräten, die möglichst viel Displayfläche haben. So kamen die Hersteller darauf, eine Ausbuchtung in das Display zu machen oder auf ausfahrbare oder aufschiebbare Kameras zu setzen. Oppo und Xiaomi arbeiten derzeit an einer anderen Lösung: Beide Hersteller wollen die Frontkamera unter das Display packen.

Zunächst hatte Oppo einen Smartphone-Prototyp mit einer solchen Technik gezeigt, kurz darauf folgte Xiaomi mit einem eigenen Prototyp. Beide Hersteller zeigen, wie sich Fotos und Videos mit einer Frontkamera aufnehmen lassen, ohne dass irgendwo am Smartphone auf der Vorderseite eine Kameralinse sichtbar wäre. Wenn die Kamera aktiv ist, wird das Displayareal mit der Kamera darunter nicht zur Anzeige benutzt, der Bereich wird schwarz.

Die dafür genutzte Technik ähnelt dem Verfahren von in Bildschirmen eingebauten Fingerabdrucksensoren. Auch hier befindet sich eine Kamera unterhalb des Displays. Für eine Kamera unterhalb eines Displays kann das Display dann an der Stelle wohl nicht mehr zum Anzeigen von Informationen genutzt werden, um eine möglichst gute Bildqualität zu erreichen.

Engadget zitiert den Oppo-Chef mit den Worten: "Noch liefern Unter-Display-Kameras nicht die gleiche Bildqualität wie herkömmliche Kameras. Aber keine neue Technik ist sofort perfekt." Die Oppo-Aussage lässt offen, ob die Unter-Display-Kameras in Smartphones eingebaut werden und der Käufer dann Qualitätseinbußen haben wird oder ob Oppo abwarten wird, bis eine zufriedenstellende Qualität geboten werden kann.

Weder Oppo noch Xiaomi haben bisher bekanntgegeben, wann erste Smartphones mit einer Unter-Display-Kamera auf den Markt kommen werden. Offen ist, ob auch andere Smartphone-Hersteller bereits an einer solchen oder einer vergleichbaren Technik arbeiten.

Nachtrag vom 5. Juni 2019

Xiaomi hat über Twitter weitere Informationen zu der Technik bekanntgegeben. Demnach verwendet Xiaomi den Displaybereich für die Kamera zugleich als Linse. Die Fotos einer solchen Kamera sollen nicht schlechter sein als mit einer herkömmlichen Frontkamera.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


theSens 06. Jun 2019

Ich bezweifle, dass das physikalisch möglich ist.

trinkhorn 05. Jun 2019

Habe nur bei Xiaomi neuerdings die "Angst", dass wenn der Trump weitermacht, die nach...

LH 05. Jun 2019

Problem: Dem nächsten fehlt dann der Kopfhöhreranschluss, dem anderen ist es zu gro...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
T-1000
Roboter aus Metall kann sich verflüssigen

Ein Team aus den USA und China hat einen Roboter entwickelt, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und zurück ändern kann.

T-1000: Roboter aus Metall kann sich verflüssigen
Artikel
  1. Apple: MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler
    Apple
    MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler

    In den neuen MacBook Pro mit M2 Pro und M2 Max sitzen kleinere Kühlkörper. Der Grund sind Probleme in der Lieferkette.

  2. Trotz Exportverbot: Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware
    Trotz Exportverbot
    Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware

    An Chinas wichtigstes Kernforschungszentrum darf seit 25 Jahren keine US-Hardware geliefert werden. Dennoch nutzt es halbwegs aktuelle Xeons und GPUs.

  3. Virtualisieren mit Windows, Teil 3: Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V
    Virtualisieren mit Windows, Teil 3
    Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V

    Hyper-V ist ein Hypervisor, um VMs effizient verwalten zu können. Trotz einiger weniger Schwächen ist es eine gute Virtualisierungssoftware, wir stellen sie in drei Teilen vor. Im letzten geht es um Betrieb und Pflege der VMs.
    Eine Anleitung von Holger Voges

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PCGH Cyber Week - Rabatte bis 50% • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • MindStar-Tiefstpreise: MSI RTX 4090 1.982€, Sapphire RX 7900 XT 939€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% • XFX Radeon RX 7900 XTX 1.199€ • Kingston 2TB 112,90€ • Nanoleaf bis -25% [Werbung]
    •  /