Smartphones: Nokia steigert Lumia-Verkauf stark

Im zweiten Quartal 2012 hat Nokia 10,2 Millionen Smartphones verkauft. Das gab das Unternehmen am 19. Juli 2012 bekannt (PDF)(öffnet im neuen Fenster) . Gegenüber demselben Vorjahreszeitraum, als Nokia noch 16,7 Millionen Smartphones absetzte, entspricht das einem Rückgang von 39 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2012 gibt es einen Rückgang um 14 Prozent: Hier setzte Nokia noch 11,9 Millionen Smartphones ab.
Die Verkaufszahlen für die Symbian-Smartphones gingen laut Nokia weltweit zurück. Diesen Einbruch kann das Unternehmen mit den Lumia-Smartphones mit Microsofts Windows-Phone-Plattform nicht ausgleichen. Von den 10,2 Millionen verkauften Smartphones entfallen 4 Millionen auf die Lumia-Modellreihe. Langsam legen die Lumia-Verkaufszahlen aber zu: Im ersten Quartal wurden 2 Millionen Windows-Phone-Smartphones von Nokia verkauft, im vierten Quartal 2011 waren es erst 1,3 Millionen.
Während Nokias Absatzzahlen bei Smartphones insgesamt erheblich einbrachen, gab es bei Mobiltelefonen einen leichten Zuwachs: 73,5 Millionen setzte Nokia im zweiten Quartal 2012 auf dem Weltmarkt ab. Das entsprach einer Steigerung um 2 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum mit 71,8 Millionen. Im ersten Quartal 2012 wurden 70,8 Millionen Handys abgesetzt, so dass im aktuellen Berichtzeitraum ein Zuwachs von 4 Prozent erzielt wurde. Vor allem durch den Verkauf von Handys für unter 50 Euro hat Nokia den Zuwachs erreicht, erklärte das Unternehmen.
Nokia hat im zweiten Quartal 2012 seinen Verlust mit 1,41 Milliarden Euro fast vervierfacht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde ein Verlust von 368 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Analysten hatten nur einen Verlust von 641,1 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz brach um 19 Prozent auf 7,54 Milliarden Euro ein. Der Umsatz mit Smartphones sackte um 34 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro ab.
Konzernchef Stephen Elop, der das angeschlagene Unternehmen seit 2010 führt, hat über 20.000 Entlassungen und die Schließung von Fabriken und Produktionsstätten angeordnet.
Nokia berichtete finanzielle Rücklagen in Höhe von 4,2 Milliarden Euro. Hier hatten die Analysten nur 3,7 Milliarden Euro erwartet.