Smartphones: Nokia ist zurück - ein bisschen

Nokia verkauft wieder Smartphones - allerdings nicht in Deutschland und nicht direkt. Nokia 6 heißt das erste Smartphone des finnischen Herstellers HMD Global. Das Mittelklasse-Smartphone läuft mit Android und soll in den kommenden Wochen in den Verkauf gehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Nokia 6 läuft mit Android 7.0.
Nokia 6 läuft mit Android 7.0. (Bild: HMD)

Es gibt bald wieder Nokia-Smartphones. Das finnische Unternehmen HMD Global hat sich die Nokia-Markenrechte gesichert und will an die früheren Erfolge von Nokia anknüpfen. Das erste neu vorgestellte Nokia-Smartphone bietet allerdings keine besondere Ausstattung und ist auf dem Niveau eines guten Mittelklasse-Smartphones. Wann erste Nokia-Smartphones nach Deutschland kommen, ist nicht bekannt.

  • Nokia 6 (Bild: HMD)
  • Nokia 6 (Bild: HMD)
Nokia 6 (Bild: HMD)

Das Nokia 6 ist ausschließlich für den chinesischen Markt konzipiert und soll dort in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. Umgerechnet wird das Android-Smartphone rund 230 Euro kosten und bietet eine darauf abgestimmte Ausstattung. Es gibt ein 5,5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln sowie einen Snapdragon 430 von Qualcomm. Außerdem sind 4 GByte Arbeitsspeicher und 64 GByte Flash-Speicher eingebaut.

Die Hauptkamera auf der Rückseite liefert eine maximale Auflösung von 16 Megapixeln und vorne ist eine 8-Megapixel-Kamera verbaut. Das Smartphone soll gleich mit der aktuellen Android-Version erscheinen, also mit Android 7.0 alias Nougat.

Nokia war lange Marktführer

Nokia war von 1998 bis 2011 durchgehend Marktführer im Handymarkt, hatte dann aber mit ständig fallenden Marktanteilen zu kämpfen. Auf die Markteinführung des iPhones hatte Nokia keine passende Antwort. Es dauerte viel zu lange, bis das von Nokia eingesetzte Smartphone-Betriebssystem Symbian eine Fingerbedienung erhielt, die dann auch noch schlecht umgesetzt war. Das führte rasch zu sinkenden Marktanteilen.

Dieser Abwärtstrend sollte durch den Wechsel auf Microsofts Smartphone-Betriebssystem Windows Phone aufgehalten werden - und ist gescheitert. Im Herbst 2013 wurde das Mobiltelefongeschäft von Nokia an Microsoft verkauft. Aber auch Microsoft hatte damit keinen Erfolg, die Smartphones mit dem eigenen Betriebssystem fristen weiterhin ein Nischendasein.

Gegen die Konkurrenz von Android und iOS konnte Microsoft nichts ausrichten und verlor in der jüngsten Vergangenheit noch mehr Marktanteile - und lag zuletzt bei gerade mal 0,4 Prozent. Microsoft wolle den Smartphone-Markt nur noch in Nischen bedienen, sich aber nicht mehr dem Wettbewerb gegen Google und Apple stellen, erklärte der Microsoft-Chef, Satya Nadella, im November 2016.

Microsoft wolle besondere Geräte anbieten, als Beispiel nannte er das Elite X3 von HP, das sich nur an Unternehmenskunden richtet. Das Smartphone kann auch mittels Laptop Dock zu einem Notebook mutieren - in Deutschland ist vor allem das besondere Zubehör für das Smartphone mit erheblicher Verzögerung auf den Markt gekommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Bruce Wayne 14. Jul 2017

an was ich mich gut erinnere, sind die späten nokias, die durch ihre exzellente...

Bruce Wayne 14. Jul 2017

guter post.

MistelMistel 10. Jan 2017

Das Probiert schon BlackBerry... da braucht es Nokia nicht auch noch.

MistelMistel 10. Jan 2017

Nein, aber davon hab ich ja gar nicht gesprochen. Aber ich habe schon des Öfteren den...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Star Wars
Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps

Eine bessere Story bekommt der legendär schlechte Film dadurch leider nicht. Bis heute lieben ihn einige Fans aber vor allem wegen seiner Absurdität.

Star Wars: Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps
Artikel
  1. Lohn und Gehalt: OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr
    Lohn und Gehalt
    OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr

    Die Firma hinter Chat-GPT zahlt im Vergleich zu Unternehmen wie Nvidia besonders gut. Erfahrene Forscher und Entwickler auf dem Gebiet sind Mangelware.

  2. Software-Probleme: Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt
    Software-Probleme
    Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt

    Chevrolet hat einen Verkaufsstopp für sein neues Elektro-SUV Blazer verhängt, weil die Besitzer zahlreiche Softwareprobleme gemeldet haben.

  3. USA: Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu
    USA
    Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu

    Das US-Solarunternehmen iSun und der deutschen Agrivoltaik-Firma Next2Sun bauen in den USA eine Solaranlage mit vertikal aufgestellten Solarmodulen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P5 Plus 2 TB mit Kühlkörper 114,99€ • Crucial Pro 32 GB DDR5-5600 79,99€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • Anthem PC 0,99€ • Wochenendknaller bei MediaMarkt • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /