Smartphones: Mehr Menschen kennen Huawei, sagt Huawei
Huawei hat sein Geschäft im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent gesteigert. "Es übertraf unsere Erwartungen", sagte Finanzchefin Cathy Meng am 13. Januar 2015 in Peking(öffnet im neuen Fenster).
Nach den vorläufigen Zahlen wuchs der Umsatz des weltweit zweitgrößten Netzwerkausrüsters auf 287 bis 289 Milliarden Yuan (39 Milliarden Euro). Das Betriebsergebnis stieg um rund 17 Prozent auf rund 34 Milliarden Yuan, umgerechnet 4,6 Milliarden Euro. Das lag erheblich unter dem Anstieg von rund 40 Prozent im Vorjahr.
Finanzchefin Meng fand es "nicht angemessen", die Zuwächse in beiden Jahren zu vergleichen. Das Unternehmen konzentriere sich auf Wachstum und die Umsatzrendite, die wie im Vorjahr bei rund zwölf Prozent gelegen habe, sagte die Managerin und Tochter des Firmengründers Ren Zhengfei.
Drittgrößter Smartphone-Hersteller
Wegen starker Smartphone-Nachfrage konnte der Umsatz im Endkundengeschäft um 32 Prozent gesteigert werden. "Die Verbrauchersparte hat gute Arbeit geleistet", sagte Meng. Huawei sei als Marke bekannter geworden. Besonders stark war das Wachstum in Schwellenländern.
Der kleinere, junge Bereich der Unternehmensdienstleistungen legte um 27 Prozent zu. Darunter fallen unter anderem Cloud-Dienste oder Software. Der Umsatz in der Netzwerksparte wuchs um 15 Prozent, und damit stärker als im Vorjahr.
Huawei habe bei LTE-Netzwerken einen Marktanteil von 46 Prozent, was Finanzchefin Meng "ziemlich bemerkenswert" nannte. Die Modernisierung in China trug nach ihren Worten zum guten Wachstum bei. Das Unternehmen macht allerdings 70 Prozent seines weltweiten Geschäfts außerhalb Chinas. Weltweit arbeitet Huawei mit rund 500 Telekom-Betreibern in 140 Ländern zusammen. Jeder dritte Erdbewohner benutzt dem Unternehmen zufolge in irgendeiner Form Technik von Huawei. Das größte chinesische Privatunternehmen gehört über Anteile rund der Hälfte seiner weltweit 150.000 Mitarbeiter.
Über Testzentren, wie etwa in Großbritannien, wo unabhängige Experten die Ausrüstung anhand der Quellcodes überprüfen können, wehrt sich Huawei gegen Vorwürfe aus den USA, dass seine Produkte nicht sicher seien oder Hintertüren hätten.
Das in Shenzhen in Südchina ansässige Unternehmen investierte rund 40 Milliarden Yuan (5,4 Milliarden Euro) in Forschung und Entwicklung – ein Plus von 28 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren steckte der Konzern 188 Milliarden Yuan (25 Milliarden Euro) in den Bereich.
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