Smartphones: Lenovo will Motorola-Marke weiter verwenden

Lenovo-Chef Yang Yuanqing will die Marke Motorola abschaffen - sondern wie bei den Thinkpad-Notebooks von IBM ein Co-Branding einführen, sagte er der Wirtschaftswoche. Schon bald könnte auf den Smartphones stehen: "Motorola by Lenovo".

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Lenovo-CEO Yang Yuanqing
Lenovo-CEO Yang Yuanqing (Bild: Nacho Doce/Reuters)

"In den USA oder Westeuropa, wo Motorola stark ist, bauen wir die Marke aus", sagte Lenovo-Chef Yang Yuanqing in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. Auch für Deutschland sollen Produkte für alle Preisklassen angeboten werden - sowohl aus dem Sortiment von Lenovo selbst als auch von Motorola. Anders als jetzt sollen in Zukunft auch echte Top-Smartphones angeboten werden. "Wir wollen nicht nur bei den Einstiegsgeräten mitmischen oder als Billigmarke gelten", erklärte Yang Yuanqing schon im Januar dem US-Wirtschaftsmagazin Fortune.

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Wie bei der Thinkpad-Notebookreihe, die Lenovo 2004/2005 von IBM zusammen mit dem PC-Geschäft übernahm, soll der alte und gut eingeführte Markenname nicht untergehen. Der Lenovo-Chef nannte im Interview "Motorola by Lenovo" als möglichen neuen Namen.

Lenovo hatte im Januar 2014 angekündigt, 2,91 Milliarden US-Dollar für Motorola Mobility an Google zu bezahlen. Damit würde Lenovo der drittgrößte Smartphone-Hersteller nach Apple und Samsung.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Wettbewerbsbehörden. Yang Yuanqing erwartet für die Übernahme jedoch die Zustimmung - in ungefähr sechs oder neun Monaten, wie er der Wirtschaftswoche sagte.

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Lenovo ist bislang vor allem in China mit seinen Handys erfolgreich, hat jedoch auch Erfolg in Indonesien, Indien, Vietnam, auf den Philippinen und in Russland. Eigentlich wollte Lenovo 2013 Blackberry übernehmen, doch der Deal scheiterte am Veto der kanadischen Regierung, die um die nationale Sicherheit fürchtete.

Der Lenovo-Chef bezeichnet sein Unternehmen als offenen, globalen Konzern. Lenovo ist nach der Anzahl der weltweit verkauften PCs 2013 mit einem Marktanteil von rund 17 Prozent größter PC-Hersteller der Welt vor HP. Das Unternehmen beschäftigte Ende 2013 rund 33.000 Mitarbeiter.

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