Smartphones: Kunden wünschen sich vor allem eine längere Akkulaufzeit
Immer mehr Handybesitzer in Deutschland nutzen bereits ein Smartphone. Das ergibt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom. Demnach verwenden derzeit 51 Millionen Deutsche ab einem Alter von 14 Jahren ein Smartphone, das entspricht einem Anteil von 74 Prozent. Damit werden Smartphones immer beliebter, noch vor einem Jahr lag der Anteil an Smartphone-Nutzern bei 65 Prozent.
Das wirkt sich direkt auf die Menge der verkauften Geräte und den damit erzielten Umsatz aus. Laut einer aktuellen Prognose des European Information Technology Observatory (EITO) wurden vergangenes Jahr 26,2 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als hierzulande 24,4 Millionen Geräte abgesetzt wurden. Der Umsatz stieg dadurch um 22 Prozent von 8,5 Milliarden Euro auf 10,3 Milliarden Euro – damit wurde erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke genommen.
Sprunghafte Preisentwicklung
Im laufenden Jahr wird der Absatz an Geräten zwar weiter zunehmen, der Umsatz dann jedoch nur geringfügig wachsen, erwarten die Marktforscher. So werden dieses Jahr 28,2 Millionen verkaufte Smartphones in Deutschland erwartet, mit denen ein Umsatz von 10,4 Milliarden Euro erzeugt wird.
Seit dem vergangenen Jahr hat sich der Durchschnittspreis eines Smartphones deutlich auf 395 Euro erhöht. Noch ein Jahr zuvor lag der durchschnittliche Smartphone-Preis in Deutschland bei 348 Euro. Für das Jahr 2016 lautet die Prognose, dass sich der Durchschnittspreis wieder leicht verringern wird, und zwar auf 370 Euro pro Gerät.
Kunden wünschen sich deutlich längere Akkulaufzeit
Laut Umfrage wünschen sich Besitzer von Smartphones vor allem eines: eine längere Akkulaufzeit. 63 Prozent der Befragten gaben eine zu kurze Akkulaufzeit als entscheidenden Nachteil moderner Smartphones an. Die Verbesserung der Akkulaufzeit "bleibt für die Hersteller eine zentrale Herausforderung im Hardware-Bereich" , meint Hannes Ametsreiter, Mitglied des Bitkom-Präsidiums, zum Ergebnis.
Erst mit gehörigem Abstand folgen dann weitere Wünsche zur Smartphone-Ausstattung: 36 Prozent der Befragten sehnen sich nach einer besseren Kamera, 35 Prozent genügt der Speicherplatz nicht und 23 Prozent der Anwender ist ihr Smartphone zu langsam, sie wünschen sich daher eine höhere Rechenleistung. Ein größeres Display ist das Bedürfnis von 19 Prozent der Befragten und 16 Prozent vermissen LTE-Unterstützung, während Dual-SIM-Fähigkeit nur von 9 Prozent benötigt wird.
Smartphone-Nutzung führt zu höheren Datenmengen
Generell wird das Smartphone für viele immer wichtiger: So gaben 67 Prozent der Smartphone-Nutzer an, dass das Gerät eine große Erleichterung im Alltag sei. 61 Prozent meinten, sie könnten sich "ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen" .
Mit der steigenden Bedeutung des Smartphones erhöht sich auch das mobile Datenvolumen in den Mobilfunknetzen. 2014 wurden in Deutschland 393 Millionen GByte an Daten übertragen, im vergangenen Jahr waren es dann 531 Millionen GByte. Für das laufende Jahr werden 674 Millionen GByte an Datenvolumen erwartet.
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