Abo
  • IT-Karriere:

Smartphones im Jahr 2018: Windows Phone wächst am stärksten, Android bleibt mächtig

Die Meinungsforscher von IDC sehen im Jahr 2018 einen Smartphone-Markt mit ähnlichen Kräfteverhältnissen wie heute, aber deutlich geringeren Wachstumsraten - sowohl bei den Gerätezahlen als auch beim Umsatz. In der Prognose sticht allerdings Windows Phone hervor.

Artikel veröffentlicht am ,
IDC hat sich an eine Prognose zum Smartphone-Markt im Jahr 2018 gewagt.
IDC hat sich an eine Prognose zum Smartphone-Markt im Jahr 2018 gewagt. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

Mit einer Vier-Jahres-Prognose hat sich das Meinungsforschungsinstitut IDC auf eher spekulatives Terrain gewagt. Ausgehend von den aktuellen Entwicklungen wurde ein Ausblick auf den Smartphone-Markt im Jahr 2018 erstellt.

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg
  2. Hays AG, Wiesbaden (Home-Office möglich)

Dabei erwarten die Meinungsforscher einen Marktanteil von 80 Prozent für Android-Geräte sowie 12,8 Prozent für iPhones - was nahe an den erwarteten Werten für 2014 liegt: Hier sollen Android-Smartphones auf 82,3 und iPhones auf 13,8 Prozent kommen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bei Smartphones soll auf nur noch 9,8 Prozent sinken, deutlich weniger als die für 2014 errechneten 26,3 Prozent. Dies kann als Zeichen für einen allmählich gesättigten Markt gedeutet werden. Die Gesamtzahl der abgesetzten Smartphones soll von knapp 1,3 Milliarden Geräten auf knapp 1,9 Milliarden steigen.

Auslieferungen 2014 (in Millionen)Marktanteil 2014Auslieferungen 2018Marktanteil 2018Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate
Android1,06082,3%1,49880%9%
iOS17813,8%24012,8%7,8%
Windows Phone352,7%1055,6%31,4%
Andere141,1%301,6%20,4
Total1,288100%1,873100%9,8%
Wachstumsprognose für den Smartphone-Markt (Quelle: IDC)

Laut IDC soll der Markt der Android-Smartphones bis zum Jahr 2018 nur noch eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9 Prozent haben, der iPhone-Markt soll mit 7,8 Prozent wachsen. Anders sieht es bei Windows-Phone-Smartphones aus: Windows Phone kann laut der Prognose seinen Marktanteil mit 5,6 Prozent mehr als verdoppeln, die jährliche Wachstumsrate soll mit 31,4 Prozent deutlich höher liegen. Verglichen mit Android ist der Marktanteil zwar auch im Jahr 2018 noch deutlich geringer, aber immerhin nur noch knapp halb so groß wie der von iOS - zumindest anhand der Prognose.

Umsatz wächst bei Android nur noch leicht

Der Umsatz mit Android-Smartphones soll laut IDC bis zum Jahr 2018 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 1,9 Prozent nur gering steigen. Besser sieht es bei den iPhones aus, hier soll es zu einer Wachstumsrate von 7 Prozent kommen. Gewinner in dieser Kategorie ist wiederum Windows Phone mit einer Wachstumsrate von 25,1 Prozent beim Umsatz.

Umsatz 2014 (in Milliarden US-Dollar)Marktanteil des Umsatzes 2014Umsatz 2018 (in Milliarden US-Dollar)Marktanteil des Umsatzes 2018Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate
Android255,1066,6%275,2560,9%1,9%
iOS116,5430,4%152,6333,8%7%
Windows Phone7,782%19,034,2%25,1%
Andere3,480,9%4,861,1%8,7%
Total382,9100%451,77100%4,2%
Wachstumsprognose für den Umsatz im Smartphone-Markt (Quelle: IDC)

Als Grund für die fallenden Umsatzraten bei Android-Smartphones sieht IDC die günstigen und qualitativ immer besser werdenden Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones aus China. Der durchschnittliche Preis eines Smartphones soll von 297 US-Dollar im Jahr 2014 auf 241 US-Dollar im Jahr 2018 sinken - bezogen auf Geräte aller Betriebssysteme.

Eine Prognose bleibt eine Prognose

Da die IDC-Prognose auf vier Jahre ausgelegt ist, kann an ihrem Ergebnis durchaus gezweifelt werden. Der Smartphone-Markt ist zwar in Bezug auf Android und iOS im letzten Jahr relativ stabil gewesen, allerdings kann nicht eingeschätzt werden, inwieweit sich jüngere Betriebssysteme durchsetzen und noch neue auftauchen werden. Der schnelle Niedergang von Nokia und seinem mobilen Betriebssystem Symbian ist ein Zeichen, wie schlecht die Zukunft im Smartphone-Bereich vorhersagbar ist. Vor vier Jahren hätten sicherlich nur wenige gedacht, dass Nokia Ende 2014 keine Smartphones mehr herstellt.

Auch die Entwicklung von Windows Phone dürfte nur bedingt anhand des letzten Jahres prognostizierbar sein. Durchaus denkbar ist ein noch stärkerer Anstieg, bedingt durch ein stärkeres Engagement Microsofts nach der Übernahme der Mobiltelefonsparte von Nokia.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,60€
  2. (-79%) 11,99€
  3. 2,99€
  4. 2,22€

TheUnichi 04. Dez 2014

Wo hast du denn deine "offizielle" Begründung her? Quelle bitte? Windows 8 war _nie_...

The_Soap92 04. Dez 2014

Und wieso sollten sie? Ja ein Idiot der das nicht weiss. Aber immerhin wurde ihm Windows...

Anonymer Nutzer 03. Dez 2014

Das liegt wahrscheinlich daran das ich dich damit nur aufs Korn nehmen wollte. Es...

Cohaagen 03. Dez 2014

Natürlich muss sich Windows Phone auch mit Windows Mobile messen lassen. Oder wäre ein...

Its_Me 03. Dez 2014

Also ich hatte auch mit einem Windows-Phone geliebäugelt, aber dann fehlten mir z.B...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Hands on

Das P30 Pro ist Huaweis jüngstes Top-Smartphone, das erstmals mit einem Teleobjektiv mit Fünffachvergrößerung kommt. Im ersten Kurztest macht die Kamera mit neu entwickeltem Bildsensor einen guten Eindruck.

Huawei P30 Pro - Hands on Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Strom-Boje Mittelrhein: Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
Strom-Boje Mittelrhein
Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein

Ein Unternehmen aus Bingen will die Strömung des Rheins nutzen, um elektrischen Strom zu gewinnen. Es installiert 16 schwimmende Kraftwerke in der Nähe des bekannten Loreley-Felsens.

  1. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  2. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um
  3. Erneuerbare Energien Wellenkraft als Konzentrat

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

    •  /