Smartphones: Huawei will Milliarden US-Dollar mit Patenten verdienen

Die Angriffe der USA treffen Huawei hauptsächlich bei Smartphones. Jetzt will das Unternehmen die Geräte von anderen herstellen lassen und an Patenten verdienen.

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Huawei-Stand auf dem Mobile World Congress in Shanghai am 23. Februar 2021
Huawei-Stand auf dem Mobile World Congress in Shanghai am 23. Februar 2021 (Bild: Hector Retamal/AFP via Getty Images)

Huawei Technologies hat ein Lizenzgebührenmodell für die Nutzung seiner 5G-Technologie in Smartphones angekündigt. Wie der chinesische Technologiekonzern am 16. März 2021 bekannt gab, werde man für den Zeitraum zwischen 2019 und 2021 Einnahmen in Höhe von etwa 1,2 bis 1,3 Milliarden US-Dollar aus der Patentlizenzierung erhalten.

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Huawei will damit seine Verluste im Smartphone-Bereich ausgleichen, indem man andere Unternehmen die Geräte bauen lässt und sich auf die Einnahmen für geistiges Eigentum konzentriert. Das neue Preismodell ist hauptsächlich ein Angriff auf den US-Konzern Qualcomm und der finnischen Nokia, die Huawei preislich unterbieten wolle.

Das Unternehmen kündigte an, dass Huawei für jedes Multi-Mode-5G-Smartphone eine prozentuale Lizenzgebühr vom Verkaufspreis des Geräts bei einer Obergrenze für die Lizenzgebühren von 2,50 US-Dollar pro Gerät erheben wird.

Bis Ende 2020 hielt Huawei weltweit mehr als 100.000 aktive Patente in über 40.000 Patentreihen. Die F&E-Investitionen beliefen sich 2019 auf 131,7 Milliarden Yuan (20,27 Milliarden US-Dollar).

US-Sanktionen betreffen nicht nur Smartphone-Verkäufe

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Durch den Handelskrieg zwischen den USA und China kann Huawei außerhalb Chinas kaum noch Smartphone verkaufen. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die ein angebliches "Risiko für die USA darstellen". Belege für die Anschuldigungen gegen Huawei legten die USA niemals vor.

Die Sanktionen der USA gegen Huawei zeigen vor allem im Endkundengeschäft Wirkung. Seit Huawei keine Google-Apps mehr auf seinen Geräten vorinstallieren darf, gingen die Verkäufe außerhalb Chinas stark zurück. Zudem hat das Unternehmen mittlerweile Schwierigkeiten, an Bauteile wie SoCs zu kommen.

Durch das Nutzungsverbot von US-Technologie für Huawei kann der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC keine SoCs mehr für Huaweis Chipbereich Hisilicon produzieren. Betroffen ist unter anderem Huaweis 7-nm-Chip Kirin 990, der von TSMC gefertigt wurde. Die Smartphone-Marke Honor hat Huawei mit allen Beschäftigten für 15 Milliarden US-Dollar an ein chinesisches Konsortium aus 30 Firmen verkauft.

Das Unternehmen wird voraussichtlich Ende des Monats die vollständigen Geschäftszahlen für das Jahr 2020 bekannt geben.

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