Smartphones: Huawei verkauft Honor

Weder Xiaomi noch TCL haben von Huawei den Zuschlag für die Weiterführung der Smartphone-Geschäfte von Honor erhalten.

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Huawei trennt sich von Honor.
Huawei trennt sich von Honor. (Bild: Daniel Leal-Olivas/AFP via Getty Images)

Der Druck der US-Regierung auf Huawei ist am Ende wohl doch zu groß gewesen. Zumindest begründet der führende chinesische Smartphonehersteller und Netzwerkausrüster den Verkauf der Honor-Sparte mit den Sanktionen der US-Regierung. Bereits Mitte Oktober 2020 gab es Berichte, dass Huawei den Verkauf von Honor erwäge. Diese Vermutungen bestätigte Huawei nun in einer offiziellen Stellungnahme.

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Anders als bisher angenommen geht Huawei aber nicht an bereits am Markt aktive Konkurrenten. Unter anderem sollen Xiaomi und TCL Interesse am Geschäft von Honor gehabt haben. TCL vertreibt in Europa unter anderem Smartphones der Marke Alcatel. Xiaomi versuchte in den vergangenen anderthalb Jahren mit einer intensiven Expansionspolitik in Europa recht erfolgreich, die durch den Wegfall der Huawei-Geräte entstehende Marktlücke zu füllen.

Honor wird von einem neu gegründeten Unternehmen namens Shenzhen Zhixin New Information Technology übernommen. Nach Angaben von The Verge ist das neue Unternehmen ein Konsortium aus Partnern und von der Regierung unterstützten Unternehmen.

Huawei wird keine Anteile mehr an Honor halten

Sobald der Verkauf abgeschlossen ist, "wird Huawei keine Aktien mehr halten und an keinerlei Geschäftsführungs- oder Entscheidungsaktivitäten in der neuen Honor-Gesellschaft beteiligt sein", erklärte der chinesische Hersteller. Huawei begründet den Verkauf damit, unter starkem Druck zu stehen, seitdem die US-Regierung unter Präsident Donald Trump das Unternehmen mit Sanktionen belegt habe. Trump wirft Huawei vor, für die chinesische Regierung zu spionieren. Belege dafür wurden nie veröffentlicht.

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Nach dem Wahlsieg von Joe Biden im US-Präsidentschaftswahlkampf könnten die Sanktionen gegen Huawei zurückgenommen werden. Das Vorgehen der US-Regierung gegen Huawei wurde in der Vergangenheit vor allem von Trump angeführt. Huawei geht aber offenbar nicht von einer baldigen Änderung der Situation aus.

Die Sanktionen der USA gegen Huawei zeigten vor allem im Endkundengeschäft Wirkung. Seitdem sowohl Huawei als auch Honor keine Google-Apps mehr auf ihren Geräten vorinstallieren dürfen, gingen die Verkäufe außerhalb Chinas stark zurück. Zudem hat Huawei mittlerweile Schwierigkeiten, an Bauteile wie SoCs zu kommen. Ob es dann bald wieder Honor-Smartphones mit Google-Apps geben wird, ist derzeit nicht bekannt.

Honor wurde 2013 gegründet

Honor wurde 2013 von Huawei gegründet und hat sich im Markt gut etabliert. In Deutschland ist Honor seit Herbst 2014 aktiv und betrat den Markt mit dem Smartphone Honor 6. Auch mit dem Geschäft von Honor erlangte Huawei in den zurückliegenden Jahren eine immer stärkere Position auf dem weltweiten Smartphonemarkt. Huawei will Honor komplett an Shenzhen Zhixin New Information Technology verkaufen, dazu werden auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie das Lieferkettenmanagement gehören.

Huawei machte keine Angaben zum Kaufpreis. Laut einem Bericht von Reuters vor einem Monat soll es um eine Summe von umgerechnet zwischen 1,9 und 3,15 Milliarden Euro gegangen sein.

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David64Bit 18. Nov 2020

Bei den Chinesen hat es andere Gründe, als "nur" Überwachung. Man spült den Chinesen mit...

packansack 18. Nov 2020

Ich versteh das nicht. So wenig für Honor? Und 2,5 Milliarden für Minecraft? Ich hätte so...

Trockenobst 17. Nov 2020

Wir haben fast das selbe Problem wie die USA: unsere Ingenieure brauchen zu lange und...

Trockenobst 17. Nov 2020

Nach 100ten von geworfenen Pizzastücken, die alle zu trocken waren um an der...

Trollversteher 17. Nov 2020

Das wollte ich Dir auch nicht unterstellen! Ja, es wurde ja auch von Trump Anhängern...



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