Smartphones: Huawei schließt große Patentverträge mit Oppo und Samsung ab

Huawei hat mit dem chinesischen Konkurrenten Oppo und Samsung aus Südkorea umfassende Patentverträge geschlossen. Das gab das Unternehmen am 9. Dezember 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Alan Fan, Leiter der Abteilung für geistiges Eigentum bei Huawei, sagte: "Wir freuen uns sehr, eine Kreuzlizenzvereinbarung mit Oppo unterzeichnet zu haben" Huawei habe in den Bereichen 5G, Wi-Fi und Audio-/Video-Codec verschiedene hochwertige Patentportfolios entwickelt.
Die Vereinbarung mit Samsung, die laut informierten Kreisen erheblich größer ist als der Vertrag mit Oppo, wurde in Shenzhen nur mündlich bekannt gegeben. Auch die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet(öffnet im neuen Fenster) über die Vereinbarung zwischen Huawei und Samsung. Zusätzlich zu der neuen Vereinbarung seien alte Patentverträge verlängert worden.
Im August dieses Jahres kündigte Oppo an , auf seinen Webseiten keine Smartphones mehr in Deutschland zu verkaufen. Grund dafür ist ein Gerichtsurteil, das Nokia in Patentfragen recht gibt. Über Amazon lassen sich die Geräte derzeit weiter weiter bestellen.
Wie Huawei am 16. März 2021 bekannt gab, wird man für den Zeitraum zwischen 2019 und 2021 Einnahmen in Höhe von etwa 1,2 bis 1,3 Milliarden US-Dollar aus Patentlizenzierung erhalten. Das Unternehmen kündigte an , dass Huawei für jedes Multi-Mode-5G-Smartphone eine prozentuale Lizenzgebühr vom Verkaufspreis des Geräts bei einer Obergrenze für die Lizenzgebühren von 2,50 US-Dollar pro Gerät erheben werde.
Fan rechnet mit einem weiteren Anstieg, betonte aber, dass sich das Unternehmen nicht auf Lizenzgebühren als Haupteinnahmequelle verlassen werde. Huawei schätzt, dass dieses Jahr 350 Millionen 5G-Smartphones und 15 Millionen vernetzte Autos von Huaweis Patentlizenzenzahlungen betroffen sind.