Smartphones: Facebook möchte offenbar Anteil an Xiaomi

Facebook wird in China blockiert. Über eine Beteiligung an dem schnell aufsteigenden Smartphone-Hersteller Xiaomi erhofft sich Zuckerberg offenbar ein besseres Verhältnis zur chinesischen Führung.

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Xiaomi-CEO Lei Jun
Xiaomi-CEO Lei Jun (Bild: Wang Zhao/AFP/Getty Images)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Xiaomi-CEO Lei Jun sollen eine Beteiligung des US-Unternehmens an dem chinesischen Smartphone-Hersteller besprochen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere informierte Quellen. Die Beratung fand demnach im Vorfeld einer Investitionsrunde über 1,1 Milliarden US-Dollar für Xiaomi statt. Es kam aber nicht zu einem Abschluss.

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Die beiden Firmenchefs hätten bei einem privaten Essen im Oktober 2014 in Peking besprochen, ob eine Zusammenarbeit zwischen dem sozialen Netzwerk und dem chinesischen Unternehmen möglich sei, das zuletzt mit 45 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, so Reuters. Facebook wird von der chinesischen Regierung blockiert. Lei habe einen Anteilsverkauf an Facebook deshalb als "zu sensibel" angesehen.

Einer der Insider sagte Reuters, dass keine große Beteiligung besprochen worden sei. Eine andere Quelle will Informationen haben, dass die Gespräche zwischen Facebook und Xiaomi bereits seit Mitte 2014 laufen.

Noch vor einem Jahr war Xiaomi ein relativ unbekanntes chinesisches Unternehmen. Laut einer Studie des Technologiemarktforschers Canalys ist der Hersteller vor Samsung und Lenovo zum größten Smartphone-Hersteller Chinas aufgestiegen. Xiaomi wurde im April 2010 als Technologie-Startup in Peking gegründet. Das Unternehmen hatte im Jahr 2014 einen Umsatz von fast 12 Milliarden US-Dollar.

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Xiaomi wickelt den Großteil des Verkaufs direkt über seine eigene Onlineplattform ab. Die Produkte werden komplett durch Zulieferer wie Foxconn und Envada gefertigt. Anders als Apple und Samsung betreibt Xiaomi aber eine äußerst aggressive Preispolitik. Im August 2013 wechselte der Android-Vizechef Hugo Barra von Google zu Xiaomi nach China. Barra war für das Produktmanagement des mobilen Betriebssystems verantwortlich.

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