Smartphones: China leitet Monopolermittlungen gegen Ericsson ein

Im Handelskieg zwischen den USA und China bekommt Ericsson Probleme. Die Niederlassung des Konzerns in Peking wurde durchsucht. Es geht um Patente für Smartphones auf dem Weg zu Geräten, die 3G, 4G und 5G beherschen.

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China Mobile und Ericsson zeigen IoT über Mobilfunk.
China Mobile und Ericsson zeigen IoT über Mobilfunk. (Bild: Ericsson)

China hat ein Verfahren gegen den schwedischen Mobilfunkausrüster Ericsson eingeleitet. Wettbewerbsbehörden prüften die Geschäfte, bestätigte ein Firmensprecher dem Handelsblatt. "Ericsson kooperiert mit den Behörden", sagte der Sprecher. Zu dem laufenden Verfahren wollte sich das Unternehmen nicht näher äußern.

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Das Wall Street Journal berichtete, dass am 12. April die Büros von Ericsson in Peking durchsucht worden seien. Ericsson besitzt ein wertvolles Portfolio an Patenten für Technologien des 5G-Standards, von Basisstationen bis Smartphones. Die Ermittlungen sollen sich auf Patente für Smartphones beziehen. Derzeit entwickeln die Hersteller von Mobiltelefonen Geräte, die 3G-, 4G- und 5G-Technologien enthalten.

Nach Darstellung der chinesischen Staatszeitung Global Times werfen chinesische Mobilfunkunternehmen Ericsson vor, Patentrechte im Zusammenhang mit den Mobilfunkstandards 3G und 4G zu verletzen. China ist für Ericsson ein Schlüsselmarkt, der laut dem Unternehmen 7 Prozent des Umsatzes für 2018 ausmachte.

Die Schweden sind neben Nokia einer der Hauptkonkurrenten des chinesischen Konzerns Huawei. Die USA erheben unbewiesene Spionagevorwürfe gegen Huawei und haben Europa aufgefordert, die Firma vom Aufbau künftiger Netze auszuschließen. Wichtigster Ausrüster in China ist neben Huawei der Staatskonzern ZTE, an dem in Deutschland ein niederländischer Investmentkonzern beteiligt ist.

Trump will Rennen um 5G gewinnen

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In China laufen im Jahr 2019 weitere Versuche mit 5G von Regierung und Netzbetreibern, 2020 folgt die Einführung im größeren Maßstab. In den USA werden Unternehmen bis Ende dieses Jahres Pilotnetzinstallationen testen. Die Regierung bereitet sich auf die Versteigerung breiter Frequenzbereiche vor. "Die Versteigerung von Wellenbereichen in dem oberen 37-GHz-, 39-GHz- und 47-GHz-Band ist die größte Versteigerung von Frequenzbändern in der Geschichte der USA", teilte die FCC (Federal Communications Commission) am 12. April 2019 mit. Die Bereitstellung dieses Spektrums an Millimeterwellen solle die Entwicklung des neuen Mobilfunkstandards 5G, des Internets der Dinge und anderer Mobilfunkdienste fördern, hieß es weiter. Bei der Ankündigung der Versteigerung sagte US-Präsident Donald Trump: "Das Rennen um 5G ist ein Rennen, das Amerika gewinnen muss."

Es wird erwartet, dass Telekommunikationsbetreiber in den kommenden Jahren Hunderte Milliarden US-Dollar für den Ausbau der 5G-Netze ausgeben werden.

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