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Smartphones: Blackberry erhält Android-Apps von Amazon

Blackberry und Amazon wollen im App-Geschäft zusammenarbeiten. Blackberry-Nutzer sollen künftig Zugang zu mehr als 240.000 Android-Apps aus Amazons App-Shop erhalten.
/ Thorsten Schröder
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Blackberry und Amazon wollen zusammenarbeiten. (Bild: Ethan Miller/Getty Images)
Blackberry und Amazon wollen zusammenarbeiten. Bild: Ethan Miller/Getty Images

Nutzer von Blackberry-10-Geräten werden bald wesentlich mehr Apps nutzen können. Wie der Smartphonehersteller am Mittwoch bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , sollen künftig Android-Apps aus dem Amazon-App-Shop für Blackberry-Geräte verfügbar sein. Blackberry-Kunden sollen dann mehr als 240.000 Apps aus dem Amazon-Angebot zur Verfügung stehen.

Die Kooperation soll mit dem Start des neuen Betriebssystems Blackberry 10.3 im Herbst beginnen. Nutzer von Blackberry werden dann erstmals Zugang zu zahlreichen großen Titeln wie Netflix oder Candy Crush haben. Die beiden Unternehmen kündigten an, Entwicklern zu helfen, ihre bestehenden Apps für den App-Shop bereitzumachen. Außerdem sollen sie in Zukunft von Amazons Promotion-Tools profitieren können, mit denen Entwickler ihre Apps bekannter machen können. Blackberry selbst will sich stärker auf die Entwicklung von Software für Geschäftskunden konzentrieren.

Marktanteil von weniger als einem Prozent

Der App-Shop von Amazon dürfte damit bald die einzige Quelle für neue Anwendungen sein. Blackberrys eigene Musik- und Video-Shops sollen am 21. Juli geschlossen werden(öffnet im neuen Fenster) . Im eigenen App-Store bietet Blackberry derzeit rund 130.000 Anwendungen zum Download an. Wettbewerber Apple und Google verfügen in ihren Online-Shops jeweils über mehr als eine Million Titel. Amazon hatte am Mittwoch erstmals ein eigenes Smartphone vorgestellt.

Für Blackberry hängt von der Kooperation mit Amazon einiges ab. Der Marktanteil des kanadischen Herstellers war in Deutschland und den USA zuletzt auf weniger als 1 Prozent gefallen. Mit dem Deal hofft Blackberry nun, die Verkäufe seiner Smartphones ankurbeln zu können. Konzernchef John Chen hatte zuletzt sogar einen Verkauf der Smartphone-Sparte nicht mehr ausgeschlossen. Am Donnerstag legt Blackberry die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor.


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