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Smartphones: Android L unterstützt RAW-Bilder und manuelle Fotografie

Mit Smartphones zu fotografieren könnte bald noch viel besser werden. Android L unterstützt nicht nur die Ausgabe von Rohdatenbildern anstelle von komprimierten JPEGs, sondern ermöglicht auch Eingriffe in Belichtung, Verschlusszeit, Blende und ISO-Werte und vieles mehr.
/ Andreas Donath
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Android-Fotografie soll deutlich besser werden (Bild: Andreas Donath)
Android-Fotografie soll deutlich besser werden Bild: Andreas Donath

Android L bietet Entwicklern zahlreiche Möglichkeiten, die Fotofunktionen von Smartphones anzusteuern. Dabei kann jeder Kamera-Parameter verändert werden.

Android unterstützt in Version 5.0 das Digital Negative (DNG) von Adobe. Dieses herstellerunabhängige Rohdatenformat kann dann in Adobe Photoshop, aber auch in anderen Programmen weiterverwendet werden. Miese JPEG-Kompressionen, Farbverfälschungen durch schlechten Weißabgleich oder eine überbordende Rauschreduktion müssen dann nicht mehr sein.

Google zeigt das Design von Android L Preview
Google zeigt das Design von Android L Preview (06:45)

Zudem ermöglicht es die API, die volle Leistung der Fotosensoren abzurufen, auch wenn der Smartphone-Hersteller sie versucht künstlich zu limitieren. Das betrifft zum Beispiel die Serienbildgeschwindigkeit. Zudem ist die Ansteuerung aller Aufnahmeparameter durch die API und damit durch Programme von Drittanbietern möglich. So lassen sich nicht nur die Verschlusszeit und die Lichtempfindlichkeit, sondern beispielsweise auch die Fokussierung, das Tonemapping, der Weißabgleich und der Blitz ansteuern.

Diese Änderungen dürften aber nicht nur Smartphone-Benutzern zugutekommen. Wie die Website Geeknizer anmerkt(öffnet im neuen Fenster) , setzen auch einige Kamerahersteller auf Googles mobiles Betriebssystem. Mit den deutlichen API-Verbesserungen könnten es noch mehr werden.

Interne Verbesserungen von Android L Preview
Interne Verbesserungen von Android L Preview (08:10)

Die Entwickler-Vorabversionen der nächsten Android-Generation sind für das Smartphone Nexus 5 und das kleine Tablet Nexus 7 der Modellversion 2013 mit WLAN von Google bereits veröffentlicht worden. Für den normalen Alltag sind sie nicht gedacht, doch wer sich als Entwickler mit den neuen Funktionen auseinandersetzen will, kann nicht erst auf die finale Version warten. Normale Nutzer sollten es sich hingegen zweimal überlegen, ob sie das Update aufspielen wollen und auf jeden Fall vorher ein Backup ihrer Daten anlegen.

Android L soll in der finalen Version im Herbst 2014 vorgestellt werden.


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