Smartphones: Einmal das schöne Blaue, bitte!

Gleiche Leistung, gleiche Funktionen: Den Smartphone-Herstellern fällt nichts Neues mehr ein. Das erschwert Kunden die Wahl und wirft die Frage auf, was wir für 2018 überhaupt noch erwarten können.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Smartphones des Jahres 2017
Smartphones des Jahres 2017 (Bild: Martin Wolf)

Zehn Jahre, nachdem Apple mit dem iPhone eine ganze Branche in Umtriebigkeit versetzt hat, scheint deren Innovationskraft am Ende zu sein. Ob man nun 350 oder 700 Euro für ein Gerät ausgegeben hat, ist auf den ersten Blick oft kaum noch zu erkennen. Fast jedes Smartphone hat ein um die 5,5 Zoll großes Display, mindestens Full-HD, eine gute Kamera mit mindestens 12 Megapixeln, Fingerabdrucksensor, Snapdragon-Prozessor und Android 7. Auch bei der täglichen Nutzung sind Unterschiede nicht unbedingt auszumachen. War's das jetzt?

Inhalt:
  1. Smartphones: Einmal das schöne Blaue, bitte!
  2. Ist die Entwicklung abgeschlossen?

Kunden entscheiden sich für ein neues Gerät meist anhand des Preises oder der Marke statt anhand bestimmter Funktionen, denn auch hier fällt die Unterscheidung schwer. Im Jahr 2017 bauen fast alle Hersteller Displays im Format 2:1 ein, was zwar nett ausschaut, aber keinen Vorteil im Vergleich zum bisherigen 16:9-Format bringt.

Die Prozessoren der Topgeräte haben ähnliche Parameter (außer bei den neuen iPhones) und bringen im Alltag in etwa den gleichen Nutzen, sei es im Einsteiger-, Mittelklasse- oder Topbereich - inklusive der neuen iPhones. Für iPhone-Nutzer mag das iPhone X eine Offenbarung gewesen sein, viele der technischen Eigenschaften sind Nutzern anderer Systeme allerdings schon länger bekannt. Wobei man Apple zugestehen muss, einige bekannte Funktionen wie die Gesichtserkennung verbessert zu haben.

Fingerabdrucksensoren gehören mittlerweile in fast allen Preisklassen zum Standard, auch eine Entsperrung per Gesichtserkennung ist nichts grundlegend Neues. Das Gleiche gilt für die Dual-Kameras: Das Konzept findet sich mittlerweile bei nahezu jedem Hersteller, lediglich Sony scheint den Trend verschlafen zu haben.

Nur Huawei wagt Versprechen, hält sie aber nicht

Stellenmarkt
  1. Team Leader IT Security (m/w/d)
    BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH, Weiherhammer
  2. IT-Anwendungsbetreuer (m/w/d) Krankenhausträgergesellscha- ft
    Knappschaft Kliniken Service GmbH, Gelsenkirchen
Detailsuche

Bezeichnend ist auch, dass Google es mit seinen beiden neuen Pixel-2-Smartphones nicht geschafft hat, sich als Hersteller von Android von der Masse abzusetzen. Die beiden Geräte gehören zwar von der Hardware zu den aktuell besten Smartphones - ein Oneplus 5T, ein Samsung Galaxy S8 oder ein HTC U11 können aber das Gleiche.

Huawei hat es immerhin versucht: Mit dem Mate 10 Pro stellte der chinesische Hersteller das erste Smartphone mit Neural Processing Unit vor, also einem Prozessor, der für Aufgaben im Bereich künstlicher Intelligenz gedacht ist. Das neue Smartphone wie auch die kommenden Huawei-Geräte sollen dem Nutzer Arbeit abnehmen, indem sie quasi intelligent reagieren.

Ein vollmundiges Versprechen - geliefert hat Huawei bisher allerdings noch nicht viel. Alles, was wir beim Mate 10 Pro von der KI bemerken, ist eine Objekterkennung in der Kamera-App. Was diese dann letztlich macht, können wir nicht ausmachen. Immerhin muss man Huawei zugutehalten, dass es den ersten Schritt gewagt hat - anders als Google, dessen KI-Bemühungen bisher keinen Weg in Hardware gefunden haben. Allerdings gibt es noch deutlich Luft nach oben.

Die Entwicklung bei den Smartphones erinnert uns an eine andere Produktkategorie: Notebooks.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Ist die Entwicklung abgeschlossen? 
  1. 1
  2. 2
  3.  


quark2017 07. Jan 2018

Tut sich denn tatsächlich rein gar nichts in Sachen VoWifi oder VoLTE Unterstützung...

Anonymer Nutzer 05. Jan 2018

Also ich hatte zwei Z3 Compact. Bei dem einen hat sich schon nach kürzester Zeit hinten...

Horsty 04. Jan 2018

Man sieht hier mal wieder, dass Jobs ein kein Erfinder/Entwickler war, sondern ein...

Anonymer Nutzer 03. Jan 2018

Man braucht die Smartphones nur nicht ganz so dünn machen (wozu eigentlich, waren sie ja...

Anonymer Nutzer 03. Jan 2018

Seit 2012 haben sich die Kameras eigentlich nur verschlechtert. Wenn man als Referenz für...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesservice Telekommunikation  
Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?

Die IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann hat eine dubiose Bundesbehörde ohne Budget entdeckt. Reicht das für einen Wikipedia-Artikel?

Bundesservice Telekommunikation: Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?
Artikel
  1. Elektroauto: VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar
    Elektroauto
    VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar

    Der e-Up gehörte 2021 zu den meistgekauften Elektroautos. Nun will VW den Kleinwagen wieder verfügbar machen.

  2. Bitcoin, Ethereum: Was steuerlich bei Kryptowährungen gilt
    Bitcoin, Ethereum
    Was steuerlich bei Kryptowährungen gilt

    Kryptowährungen wie Bitcoin sind unter Anlegern beliebt - doch wie muss man die Gewinne eigentlich versteuern?

  3. Neues Geschäftsmodell: Luca-App plant flexible Abos und will Preise senken
    Neues Geschäftsmodell
    Luca-App plant flexible Abos und will Preise senken

    Angesichts drohender Kündigungen will die Luca-App den Bundesländern entgegenkommen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional zu Bestpreisen • WSV bei MediaMarkt • Asus Vivobook Flip 14" 8GB 512GB SSD 567€ • Philips OLED 65" Ambilight 1.699€ • RX 6900 16GB 1.489€ • Samsung QLED-TVs günstiger • Asus Gaming-Notebook 17“ R9 RTX3060 1.599€ • Seagate 20TB SATA HDD [Werbung]
    •  /