Smartphone-Wettbewerb: Galaxy-Nexus-Besitzer nennt Microsoft schlechten Verlierer

Microsoft hat bei einem Smartphone-Wettbewerb zu Marketingzwecken geschummelt, behauptet ein Teilnehmer und Besitzer eines Galaxy Nexus. Sein Android-Smartphone sei schneller gewesen als das Windows-Phone-Smartphone, verloren habe er trotzdem.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft eröffnet im Oktober 2009 erstes Ladengeschäft in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona.
Microsoft eröffnet im Oktober 2009 erstes Ladengeschäft in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona. (Bild: Laura Segall/Getty Images)

Mit einer Marketingaktion bewirbt Microsoft derzeit in den USA seine Smartphone-Plattform Windows Phone und hat dabei einen Kunden verärgert, der sich nun bei Skattertech.com aufregt. Microsoft wirbt damit, dass Windows-Phone-Smartphones jede Aufgabe schneller erledigen als ein anderes am Markt befindliches Smartphone. Smartphone-Besitzer können dazu in Microsoft-Läden gehen und sich dem Wettbewerb stellen.

Dies habe auch er getan, berichtet Sahas Katta, der Chef von Skattertech. Sein Sieg sei aber von Microsoft nicht anerkannt worden. Er sei mit einem Galaxy Nexus mit Android 4 alias Ice Cream Sandwich in einem Microsoft-Geschäft in San Jose gegen ein Windows-Phone-Smartphone angetreten. Die Aufgabe lautete: möglichst schnell die Wetteraussichten von zwei unterschiedlichen Städten anzeigen. Er habe zufällig die Wetteraussichten vom aktuellen Standort und von Berkeley auf dem Startbildschirm des Android-Smartphones abgelegt, erzählt Katta. An seinem Gerät habe er die Displaysperre deaktiviert, so dass sofort nach dem Einschalten der Android-Startbildschirm erscheine.

Android-Smartphone war schneller...

Während also der Nutzer des Windows-Phone-Smartphones erst noch den Sperrbildschirm wegschieben musste, konnte der Besitzer des Galaxy Nexus bereits die Wetterberichte sehen. Damit konnte das Android-Smartphone die Wetterberichte schneller anzeigen als das Windows-Phone-Smartphone. Dennoch wurde Katta nach eigener Aussage der Sieg abgesprochen.

...verlor aber trotzdem

Die Angestellte habe das Windows-Phone-Smartphone zum Sieger erklärt, ohne dies auch auf Nachfrage näher begründen zu wollen, berichtet Katta. Dann habe ein anderer Angestellter des Microsoft-Geschäfts erläutert, dass das Windows-Phone-Smartphone gewonnen habe, weil es das Wetter von zwei Städten aus zwei unterschiedlichen US-Bundesstaaten angezeigt habe. Das Galaxy Nexus hätte hingegen den Wetterbericht von zwei Städten im gleichen US-Bundesstaat gezeigt.

Der Angestellte behauptete, das Android-Smartphone sei gar nicht dazu in der Lage, die Wetterberichte aus zwei Städten in zwei US-Bundesstaaten anzuzeigen. Tatsächlich lassen sich auf beiden Smartphone-Typen beliebige Orte festlegen, über die ein Wetterbericht erscheinen soll.

Katta schlussfolgert, Microsoft habe nachträglich die Wettbewerbsrichtlinien verändert, um das Windows-Phone-Smartphone zum Sieger erklären zu können. Wenn Katta gewonnen hätte, hätte er einen Computer im Wert von 1.000 US-Dollar erhalten. So ging er leer aus. Aber bevor er den Laden verließ, wurde er gebeten, sich vor einem Schild fotografieren zu lassen. Das Schild trug den Schriftzug: "My Android was smoked by Windows Phone" (Mein Android wurde von Windows Phone geschlagen).

Nachtrag vom 27. März 2012, 10:40 Uhr

Microsoft hat sich bei Katta entschuldigt und ihm den Sieg doch noch zugesprochen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


elknipso 28. Mär 2012

Die Lizenzkosten für ein Windows sind lächerlich und völlig zu vernachlässigen im...

Couch-Hero 27. Mär 2012

Ähm ... hast Du den Artikel gelesen?

ip (Golem.de) 27. Mär 2012

danke für den Hinweis. Wir haben dazu heute Morgen eine neuen Artikel veröffentlicht...

AndréGregor... 27. Mär 2012

* Wer schneller eine Datei per Bluetooth auf ein anderes (Nicht-Windows) Gerät übertragen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Custom Keyboard
Youtuber baut riesige Tastatur für 13.500 Euro

Die Switches haben das 64-fache Volumen und das Gehäuse ist menschenhoch: Ein Youtuber baut eine absurd große Tastatur für absurd viel Geld.

Custom Keyboard: Youtuber baut riesige Tastatur für 13.500 Euro
Artikel
  1. Microsoft: Bing bekommt ChatGPT-Integration und kann getestet werden
    Microsoft
    Bing bekommt ChatGPT-Integration und kann getestet werden

    Microsoft hat KI-basierte Updates für die Bing-Suchmaschine und den Edge-Browser angekündigt. Die Beta ist schon verfügbar.

  2. Facebook-Muttergesellschaft: Meta fordert Manager zu Effizienzerhöhung oder Weggang auf
    Facebook-Muttergesellschaft
    Meta fordert Manager zu Effizienzerhöhung oder Weggang auf

    Meta verlangt von einigen seiner Manager, sich wieder auf die Entwicklung von Produkten zu konzentrieren - oder zu kündigen.

  3. Nach Start von Paramount+: Prime Video verliert weitere Paramount-Klassiker
    Nach Start von Paramount+
    Prime Video verliert weitere Paramount-Klassiker

    In diesem Monat verschwinden Star-Trek-Filme aus dem Abo von Prime Video. Einige Paramount-Filmklassiker gibt es künftig nur bei Paramount+.
    Eine Exklusivmeldung von Ingo Pakalski

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Powercolor RX 7900 XTX 1.119€ • Samsung 980 Pro 2TB (PS5-komp.) 174,99€ • MSI RTX 4080 1.349€ • Asus RX 7900 XT 939,90€ • DAMN-Deals: AMD CPUs zu Tiefstpreisen (u. a. R7 5800X3D 324€) • WSV-Finale bei MediaMarkt • PCGH Cyber Week nur noch kurze Zeit [Werbung]
    •  /