Abo
  • Services:

Neues Fabrikkonzept dank intelligenter Roboter

Die Roboter der DECT-Fertigung führen ihre Arbeitsbewegungen immer aus, ob ein Arbeiter in den Roboterarm fasst oder nicht. Dieses Sicherheitsrisiko wird durch eine Vielzahl von teuren Maßnahmen minimiert. Die Roboter aus der Smartphone-Fertigung ziehen sich sofort zurück und weichen aus, wenn sie auf ein Hindernis stoßen - beispielsweise die Hand einer Mitarbeiterin. Zudem kommunizieren sie untereinander und warten beispielsweise, wenn ein Roboterkumpel sich gerade eine Schraube aus einer Schale holt, bevor sie sich selber eine nehmen.

Stellenmarkt
  1. MDK - Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Nord, Hamburg
  2. Robert Bosch GmbH, Reutlingen

Die Anreichung der Teile für das GS185 erfolgt nicht kontinuierlich, sondern auf das Signal der Mitarbeiterin hin. Dazu tippt sie den Roboterarm kurz an, wie beispielsweise bei der Display-Montage. Der Roboterarm setzt sich daraufhin in Bewegung, schnappt sich eine Bildschirmeinheit und setzt diese passgenau in das Gehäuse. Auf einem Bildschirm fragt der Roboter in regelmäßigen Abständen nach, ob beispielsweise weiterhin Teile benötigt werden. Über das Display kann die Mitarbeiterin in begrenztem Umfang mit dem Roboter kommunizieren.

  • Eine der Bestückungsrollen für die SMT-Maschinen der DECT-Telefon-Fertigung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zwei Mitarbeiterinnen der GS185-Fertigungslinie (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der U-förmigen Fertigungsstraße des GS185 durchlaufen die Arbeiterinnen alle Arbeitsschritte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unterstützt werden sie von Robotern, die im Zusammenspiel mit den menschlichen Kollegen arbeiten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier platziert ein Roboter einen Akku im Gehäuse des GS185. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die finale Befestigung des Akkus erledigt die Arbeiterin. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Roboter spulen nicht stur ein Programm ab, sondern reagieren auf Anweisungen der Arbeiterinnen - beispielsweise auf Anstupsen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier wird die Abdeckung des Mainboards montiert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Arbeiterinnen schrauben die Abdeckung nicht selbst fest; das wird durch Roboter erledigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Einsetzen des SIM-Trays geschieht manuell. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In diesen Testkammern werden die Funkeigenschaften jedes montierten Smartphones überprüft. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine Arbeiterin an der Teststation, in der unter anderem der Touchscreen und die Kamera getestet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In dieser Teststation wird die Elektrik vor dem Einsetzen des Akkus getestet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die U-förmige Montagestraße (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier wird die finale Android-Software aufgespielt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bestimmte Schritte können nur manuell ausgeführt werden, beispielsweise das Einstecken der Kabel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Laser brennt Schutzzeichen und den Markennamen auf die Rückseite des Smartphones. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Aufspielstation für die Android-Software (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Recovery-Menü des frisch aufgespielten Android (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das fertig montierte GS185 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Unterstützt werden sie von Robotern, die im Zusammenspiel mit den menschlichen Kollegen arbeiten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

"Diese Art von Robotern ist die Zukunft, unsere DECT-Halle wird in zehn Jahren auch so aussehen", sagt Jörg Wissing. "Einer dieser Roboter kostet 15.000 Euro. Die aus der DECT-Fertigung kosten das Doppelte, die Gesamtkosten einer dieser Roboterzellen liegt aber bei 500.000 Euro." Grund dafür sind die Sicherheitsvorkehrungen, die gemäß deutscher Vorschriften mehrfach vorhanden sein müssen. Die Zellen mit den vollautomatisierten Robotern ohne Sensoren müssen sogar gegen absichtliches Eindringen, also Sabotage, abgesichert sein.

"Wenn wir einen der Roboter aus der DECT-Fertigung mit zehn der neuen, reagierenden Roboter ersetzen, sind wir immer noch günstiger dran", sagt Wissing. Der Zusammenbau des GS185 in Bocholt ist in dieser Hinsicht auch ein Testlauf für die Neuorganisation des Hauptgeschäftsfeldes, der Fertigung von DECT-Telefonen.

Zusätzliche Arbeitsplätze entstehen durch die Smartphone-Fertigung nicht direkt. Die Mitarbeiterinnen, die die Geräte zusammensetzen, stammen aus der DECT-Fertigung. Sie bekommen zusätzliche Schulungen, die sie befähigen, das GS185 zu bauen. Aktuell betreibt Gigaset nur eine Fertigungslinie mit maximal acht Mitarbeiterinnen pro Schicht. Platz ist für bis zu sechs Fertigungslinien, eine zweite will der Hersteller demnächst in Betrieb nehmen. Früheren Aussagen zufolge können bis zu 6.000 Geräte pro Woche an der Fertigungsstraße gebaut werden.

Platinenherstellung in Bocholt ist kein Problem

Die Frage, ob Gigaset ein Interesse daran hat, die Fertigung von Smartphones in Bocholt auszuweiten, bejaht Wissing. "Wir könnten auch die Hauptplatine hier vor Ort gießen und komplett bestücken, die Maschinen benutzen wir für die DECT-Telefone ja bereits", sagt er. Mit den SMD-Maschinen (Surface Mounted Technology) kann Gigaset Platinen selbst bestücken und anschließend verlöten. Dabei kommen verschiedene Geräte zum Einsatz, die entweder besonders schnell sind oder besonders genau - je nachdem, was die Situation erfordert.

Bestimmte Einzelteile für die Platine müsste Gigaset allerdings weiterhin importieren. "Es gibt in Europa beispielsweise keinen Hersteller, der für Smartphones passende Chips herstellt", sagt Wissing. Auch Akkus sind in der für ein Mobiltelefon benötigen Bauweise aktuell nicht wirtschaftlich vernünftig in Europa zu bekommen.

 Kostenvorteil durch geringen AusschussMögliche Produktionsausweitung bei höherer Nachfrage 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)
  2. 39,90€ + 5,99€ Versand oder versandkostenfrei bei Zahlung mit paydirekt (Vergleichspreis 69...
  3. für 185€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. MSI Z370 Tomahawk für 119€ statt 143,89€ im Vergleich und Kingston A1000 240 GB M.2...

Linux_Profi 18. Jul 2018 / Themenstart

Ich gehe einfach mal davon aus, dass du den Artikel nicht gelesen hast...

Thiesi 16. Jul 2018 / Themenstart

Aber wo wir gerade beim Aussehen sind: Wer ist denn diese ultragutaussehende Kollegin...

Der Supporter 15. Jul 2018 / Themenstart

Das ME war kein Ruhmesblatt für Gigaset. Wir haben hier zwei GS270plus im Einsatz und es...

Pjörn 14. Jul 2018 / Themenstart

Das wäre ja im Grunde genommen sowas wie das hier: www.gigaset.com/de_de/gigaset...

0xDEADC0DE 13. Jul 2018 / Themenstart

Weil das Display deutlich schlechter bei Sonnenschein zu lesen ist, als bei einem GPS...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Golem.de spielt die Battlefield 5 Closed Alpha

Zwölf Stunden haben wir in der Closed Alpha des kommenden Shooters im Zweiten Weltkrieg Battlefield 5 verbracht - Zeit für eine erste Analyse der Änderungen.

Golem.de spielt die Battlefield 5 Closed Alpha Video aufrufen
Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt US-Regierung gibt der Nasa nicht mehr Geld für Mondflug

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

    •  /