Smartphone-uMCP: Samsung kombiniert 12 GByte LPDDR4X- mit UFS-Speicher
Samsung hat uMCPs mit 12 GByte LPDDR4X-Speicher(öffnet im neuen Fenster) angekündigt: Das steht für UFS-basierte Multi-Chip-Packages und bedeutet, dass Arbeitsspeicher und Flash-Speicher übereinander in einem Chip-Gehäuse gestapelt werden. Das spart Fläche, weshalb die Platine eines Smartphones kompakter ausfällt, womit beispielsweise Platz wird für ein 5G-Modem oder für einen größeren Akku.
Bisher gibt es nur uMCPs mit 8 GByte LPDDR4X von Micron, jedoch keine mit 12 GByte. Samsung verwendet vier 24-GBit/s-Chips um auf 12 GByte zu kommen, die Dies werden im 1Y-nm-Verfahren gefertigt. Alle Speicherproduzenten geben den Node nur grob an – so kann 1X für 18 nm, 1Y für 15 nm und 1Z für 12 nm stehen. Zumindest ist 1Z der letzte Schritt, bevor von Immersionslithografie auf EUV-Belichtung mit extrem ultra-violetter Strahlung gewechselt wird.
Der Speicher läuft mit typischer LPDDR4X-4266-Geschwindigkeit, was derzeit das Limit darstellt und von vielen Systems-on-a-Chip der (gehobenen) Mittelklasse unterstützt wird. Denkbar wäre unter anderem die Verwendung der uMCPs von Samsung mit einem Snapdragon der 700-Series oder einem Snapdragon der 600-Series, beide integrieren 5G-Modems und sollen in den nächsten Monaten erscheinen. Samsung selbst bietet mit dem Exynos 980 ein ähnliches SoC-Modell mit LPDDR4X- und 5G-Unterstützung an.
Mittelfristig wird die Industrie von LPDDR4X- auf LPDDR5-Speicher wechseln, dieser ist schneller und sparsamer. Samsung produziert bereits LPDDR5-5500, der gerade erst vorgestellte Exynos 990 wird diesen Arbeitsspeicher nutzen. Das System-on-a-Chip dürfte für das sehr wahrscheinlich 2020 erscheinende Galaxy S11 verwendet werden.
- Anzeige Hier geht es zum Samsung Galaxy S25 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.