Abo
  • IT-Karriere:

Smartphone-Tracking: Orwell-Mülleimer sind ein Fall für die Tonne

Die Stadtverwaltung von London hat das Unternehmen Renew aufgefordert, die Mülleimer mit Smartphone-Trackingfunktion nicht mehr einzusetzen, die die WLAN-Geräte der Passanten für zielgerichtete Werbung verfolgten.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Renew-Orb-Mülltonne
Die Renew-Orb-Mülltonne (Bild: Renew)

Die Stadt London hat einem Bericht der BBC zufolge das Unternehmen Renew angewiesen, die Tracking-Funktion der Mülltonnen mit WLAN und Display nicht mehr zu verwenden.

  • Renew Orb (Bild: Renew)
  • Renew Orb (Bild: Renew)
  • Renew Orb (Bild: Renew)
  • Renew Orb (Bild: Renew)
  • Renew Orb (Bild: Renew)
Renew Orb (Bild: Renew)
Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG, Burgkirchen an der Alz

Derzeit sind dem Bericht nach zwölf der Renew Pods im Einsatz, die mit einem Display ausgerüstet sind und darauf Werbung anzeigen. Das wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn die Renew Orbs nicht auch noch die WLAN-Geräte der Passanten über deren MAC-Adresse tracken würden. Das System kann nicht feststellen, welcher Person das Gerät gehört - aber immerhin lassen sich so die Fußwege der Menschen im Verbreitungsgebiet der neugierigen Mülleimer feststellen.

Ein Sprecher der Behörde teilte mit, dass Renew diese Datensammlung ab sofort nicht mehr durchführen dürfe und auch die Datenschutzbehörde verständigt worden sei.

"Unabhängig von dem, was technisch möglich ist, muss alles, was wie in diesem Fall auf der Straße durchgeführt wird, sorgfältig und mit der Unterstützung einer informierten Öffentlichkeit gemacht werden", so der Behördensprecher. Die Datenerhebung müsse, auch wenn sie anonymisiert erfolgen sollte, sofort aufhören.

Die WLAN-Erkennung könne durch zusätzliche Module bis in die Läden hinein erfolgen, schreibt der Hersteller auf seiner Website. So lässt sich relevante Werbung genau dann einblenden, wenn sich der Mobilfunkbesitzer kurz vor der Mülltonne mit ihrem Display befindet.

Gegenüber dem britischen Independent verteidigte Renew-Chef Keveh Memari im Vorfeld die Vorgehensweise und betonte, dass die MAC-Adressen anonymisiert seien und keine persönlichen Daten erfasst würden. Man wisse nicht, wer wer sei.

Der BBC sagte Renew-Chef Kaveh Memari nun, dass alle Tests gestoppt worden seien.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 2,49€
  3. 3,99€
  4. 2,99€

lemmer 15. Aug 2013

So in der Art war auch mein erster Gedanke. Eine Stadt, welche flächendeckend mit Kameras...

Anonymer Nutzer 13. Aug 2013

Das Tracking läuft sicher weiter, sonst hätte sich der Aufwand doch gar nicht gelohnt...

admin666 13. Aug 2013

hier ist niemand extremistisch ... du hast es falsch gelesen / verstanden ! Wem seine...

robinx999 13. Aug 2013

Also im Energieverbrauch war WLAN / GPS / Bloutooth nicht gerade wenig. Und naja ich hab...

ma_il 13. Aug 2013

Aber angeblich werden die MACs ja anonymisiert. Mglw 'ne Hash-Funktion drueber (liesse...


Folgen Sie uns
       


Zenbook Pro Duo - Hands on

Braucht man das? Gut aussehen tut das Zenbook Pro Duo jedenfalls.

Zenbook Pro Duo - Hands on Video aufrufen
Bandlaufwerke als Backupmedium: Wie ein bisschen Tetris spielen
Bandlaufwerke als Backupmedium
"Wie ein bisschen Tetris spielen"

Hinter all den modernen Computern rasseln im Keller heutzutage noch immer Bandlaufwerke vor sich hin - eine der ältesten digitalen Speichertechniken. Golem.de wollte wissen, wie das im modernen Rechenzentrum aussieht und hat das GFZ Potsdam besucht, das Tape für Backups nutzt.
Von Oliver Nickel


    Nuki Smart Lock 2.0 im Test: Tolles Aufsatzschloss hat Software-Schwächen
    Nuki Smart Lock 2.0 im Test
    Tolles Aufsatzschloss hat Software-Schwächen

    Mit dem Smart Lock 2.0 macht Nuki Türschlösser schlauer und Türen bequemer. Kritisierte Sicherheitsprobleme sind beseitigt worden, aber die Software zeigt noch immer Schwächen.
    Ein Test von Ingo Pakalski


      IT-Forensikerin: Beweise sichern im Faradayschen Käfig
      IT-Forensikerin
      Beweise sichern im Faradayschen Käfig

      IT-Forensiker bei der Bundeswehr sichern Beweise, wenn Soldaten Dienstvergehen oder gar Straftaten begehen, und sie jagen Viren auf Militärcomputern. Golem.de war zu Gast im Zentrum für Cybersicherheit, das ebenso wie die IT-Wirtschaft um guten Nachwuchs buhlt.
      Eine Reportage von Maja Hoock

      1. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
      2. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
      3. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

        •  /