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Die Speicherkiller: Fotos, Videos und Spiele

Der größte Batzen ist, gerade für Alt-Nutzer, schnell die Foto- und Videosammlung. Viele Anwender ziehen ihre Daten von iPhone zu iPhone um. Nicht wenige unterschätzen das Thema Backup oder lagern Daten nicht aus. Es ist auch durchaus nett, seine gesamte Fotosammlung des letzten Jahrzehnts immer mit sich zu führen. Mit den Erinnerungen hat Apple sogar eine schöne Funktion, die ab und an die alten Fotos hervorkramt.

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Doch wer das so handhabt, der hat schon bei normalen Fotos erhebliche Daten zu speichern, ganz zu schweigen von Live-Fotos. Ein Dutzend Gigabyte kommt da schnell in einigen Jahren zusammen. Und wer ständig Fotos schießt, kommt noch schneller in Bedrängnis.

Das ist allerdings kein Vergleich zu den Anwendern, die auch noch Videos aufnehmen. 1 GByte für 10 Minuten müssen sie einplanen. Kurz einen Landeanflug filmen, eine tolle Szene vom Doppeldecker aufnehmen, das geht ordentlich auf die Speicherkapazität - allerdings nicht so schlimm wie viele denken. Wir haben unterschiedliche Videos aus verschiedenen Jahren. Unsere 2011er-Videos sind rund 50 Prozent größer als die aktuellen Videos. Und dank HEVC werden die Videos mit den neueren iPhones noch kleiner.

  • Wer zu wenig Speicher hat, bekommt früh eine Warnung, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... mit der Apple seine Cloud-Dienste bewirbt. (Screenshot: Golem.de)
  • Langjährige iPhone-Nutzer haben große Fotosammlungen. (Screenshot: Golem.de)
  • Was wie viel braucht, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... lässt sich gut erkennen. (Screenshot: Golem.de)
  • Albengrößen schwanken (Screenshot: Golem.de)
  • Einige Apps arbeiten mit vielen Extradaten. (Screenshot: Golem.de)
Wer zu wenig Speicher hat, bekommt früh eine Warnung, ... (Screenshot: Golem.de)

Einen Haken gibt es allerdings: So mancher Anwender nimmt jetzt in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde auf. Auf dem iPhone X entspricht eine Minute 2160p60 rund 900 MByte Speicherbelegung und das wohlgemerkt im hocheffizienten HEVC-Modus. Laut Apple soll eigentlich nur die Hälfte an Daten anfallen, das ist aber vermutlich ein Beschreibungsfehler. Wer viele Videos unterwegs in maximaler Qualität aufnimmt, der kann mit den Einstiegsgeräten nichts anfangen.

Sehr viele Daten brauchen auch HD-Videos aus dem iTunes-Store. Jupiter Ascending in der Dolby-Vision-Variante braucht gut 7,5 GByte. Das ist allerdings schon eine sehr hohe Qualitätsstufe, die für Smartphones nicht unbedingt notwendig ist. Wer mit Amazon Prime Video und Netflix sowie deren Offline-Videos arbeitet, muss nicht mit derart großen Dateien rechnen. Trotzdem: Ein paar abendfüllende Filme und eine spannende Serienstaffel für eine Reise machen sich stark bemerkbar. Das Thema Video lässt selbst 256 GByte wenig erscheinen.

Die Spiele verlieren an Relevanz

Früher waren Spiele die Anwendungen, die mitunter den meisten Speicherplatz belegten. Infinity Blade, Hearthstone, Real Racing und Rage HD sorgten als grafisch anspruchsvolle Titel schnell für das Überschreiten der GByte-Grenze. Ein paar iPhone-Generationen früher war das ein Problem. Wer viel spielte, der brauchte ein großes iPhone mit 32 oder gar 64 GByte. Da die Kapazität heute den Einstieg markiert, ist das Problem weitgehend behoben. Office-Anwendungen wie Pages oder Word sind hingegen deutlich kleiner. 1 GByte für eine einigermaßen komplette Suite ist aber einzurechnen.

Es gibt aber noch einen Grund, sich für ein Mehr an Speicher zu entscheiden: ein potenziell höherer Wiederverkaufswert, insbesondere wenn das Betriebssystem mit einer neuen Version mehr Platz braucht. Das kann durchaus passieren, wenn Apple eigens entwickelte neue Apps freigibt. Die alten 16-GByte-iPhones sind zwar ebenfalls auf dem Gebrauchtmarkt hochpreisig, jedoch nicht ganz unproblematisch, wie die zuvor genannten Speicherbelegungsbeispiele zeigen. Zudem sollten Anwender bedenken, dass diese Geräte auch im Familien- oder Bekanntenkreis weniger gut weitergegeben werden können. Der Nachhaltigkeitsaspekt ist nicht irrelevant, denn wenn ein Smartphone ein paar Jahre weiter existiert, sinkt auch der Ressourcenbedarf.

Mehr Speicher lohnt sich, will aber gut überlegt sein

Zumindest bei den iPhones mit viel Speicher zahlen Anwender das mit. Update-Zyklen um die fünf Jahre machen die Top-Geräte lange einsetzbar, auch wenn sie mit jeder neuen iOS-Version traditionell langsamer werden. Und selbst die Einstiegsgeräte bekommen meist noch ein paar Jahre Support, da es ehemals High-End-Geräte waren. Die Android-Konkurrenz bietet das nicht. Hier kann der Anwender froh sein, wenn der Support zwei Jahre übersteigt. Und das gibt es in der Tendenz eher in der Oberklasse der Android-Geräte.

Ein Fazit, das sich ziehen lässt: Apple hat erfreulicherweise aufgehört, extrem am Speicher seiner Geräte zu sparen. Die 64 GByte der aktuellen Top-Geräte reichen für reguläre Anwender gut aus. Sie reichen für ein paar Spiele und Filme, das Speichern von Fotos stellt kaum ein Problem dar und für Alltags-Apps ist genug Platz da. Auch für iOS-Updates steht genug Platz zur Verfügung und die Verwandtschaft freut sich bei der Weitergabe über die dann immer noch ansprechende Ausstattung.

Bei den Einstiegsgeräten sieht das nicht ganz so gut aus. Die fangen leider bei 32 GByte an, obwohl 64 GByte sinnvoller wären. Da wird der Speicherplatz schnell knapp und jede Videoaufnahme will gut überlegt sein. Damit sorgt Apple dafür, dass die Nutzer die etwas mehr als 100 Euro Mehrinvestitionen für die größere Kapazitätsstufe ausgeben - gut für den Umsatz von Apple, aber nicht so gut für Anwender, die eigentlich keine 128 GByte brauchen.

Es lohnt sich aber durchaus genauer abzuwägen, ob man nicht etwas mehr Speicher haben möchte. Gerade beim extrem teuren iPhone X finden wir den Griff zum 64-GByte-Modell eigenartig. Hier ist Apples Strategie allerdings auch sehr clever. Viele Anwender werden sich denken: Wenn ohnehin deutlich über 1.000 Euro über den Ladentisch für ein Smartphone gehen, macht der Aufpreis sich kaum noch bemerkbar. Eine Strategie, die mit der künstlichen, sehr großen Lücke zwischen dem Einstiegsgerät und der nächsten Kapazitätsstufe noch besser funktioniert. Für 10 bis 20 Prozent Aufpreis gibt es dann den vierfachen Speicher. Dass dieser Aufpreis absolut gesehen frech ist, ignoriert man schnell - auch weil die Alternativen fehlen.

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 Was in so ein iPhone passen muss
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Mike067 20. Nov 2017

Um es gleich vorwegzunehmen, ich habe ein dienstliches Gerät der neuesten...

derdiedas 19. Nov 2017

Kommt aus das Einsatzszenario an - wer das Ding nur zum Telefonieren und Emails abrufen...

neocron 15. Nov 2017

Was genau meinst du mit "kuenstlich" ... ALLES in einem Markt ist kuenstlich! Ein Markt...

Crass Spektakel 15. Nov 2017

Nicht ganz ernst gemeint aber immer wenn es um Gigabytes geht verweise ich auf folgende...

alphaorb 14. Nov 2017

Ist wohl auch vorbei... https://mpc-hc.org/2017/07/16/1.7.13-released-and-farewell/


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