Was in so ein iPhone passen muss

Um zu betrachten, ob diese jetzt angebotenen Mindestspeicher von 32 oder 64 GByte ausreichen, wollen wir ein paar Beispiele nennen. Die 128 und 256 GByte stufen wir pauschal als mehr als ausreichend ein, weshalb wir darauf nicht näher eingehen; man muss schon ein langjähriger Nutzer sein, um Probleme mit diesen Kapazitäten zu bekommen und vor allem viele Videos und Fotos aufnehmen.

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Zu beachten ist eine Macke von iOS, die mit den letzten Versionen kam. Wer einen 1 GByte freien Speicher hat, der wird von iOS mit der Aktivierung von iCloud-Fotos genervt und soll App Offloading betreiben, was durchaus ein Risiko bei alten Anwendungen darstellt. Leider akzeptiert Apple das Ablehnen des Angebotes nicht und nervt manchmal nach wenigen Stunden erneut. Apple will die Anwender unbedingt dazu bringen, ihre Fotos in der Cloud zu lagern und macht die Warnung deswegen nicht abschaltbar. Dieses Belästigungs-Gigabyte sollte der Anwender in jedem Fall schon einmal einkalkulieren.

Zu beachten ist zudem die Betriebssystemgröße. Je kleiner der iPhone-Speicher, desto höher der prozentuale Anteil des Systems. Das geht so weit, dass bei einem Vergleich von einem 8-GByte-iPhone zu einem 16-GByte-iPhone der effektiv nutzbare Speicher sich im Prinzip nicht verdoppelt, sondern in etwa verdreifacht. Mit der jetzt aktuellen Untergrenze von 32 und 64 GByte hat niemand mehr bei Betriebssystemupdates Probleme, der ein wenig haushalten kann oder temporär auslagert. Das System belegt in der Regel um die 8 GByte und Updates brauchen selten mehr als 1 GByte Speicher.

Caching braucht unerwartet Platz

Nicht zu unterschätzen ist das Caching. Apps wie Amazon Music oder Spotify können sich für Songs ein paar Hundert MByte Cache reservieren. Selbiges gilt für viele Spiele mit integrierter Update-Funktion. Dazu gehören etwa die beliebten Supercell-Spiele Clash of Clans und Clash Royale. Die nahmen mitunter ein halbes GByte Speicher für sich ein, denn die Programme arbeiten mit Updates außerhalb des App Stores. Den Speicher bekommt der Anwender nur mit einer Neuinstallation wieder. Mittlerweile hat sich das aber gebessert.

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Die Hälfte ist dann mitunter der Cache eines Downloads. Auch Apps wie Instagram und Facebook sind nicht gerade sparsam. Letztere haben wir sogar öfter thematisiert, denn Facebook hat mehr Speicherbedarf als so mancher 3D-Shooter samt 3D-Engine. Das ist allerdings gewissermaßen ein iOS-Problem, das iOS 11 durch die Verbannung von altem 32-Bit-Code vielleicht etwas löst. Wer diese Beispiele schon einsetzt, der muss mit 3 bis 4 GByte Speicher rechnen.

Wer viel mit Whatsapp, Line und Ähnlichem arbeitet, der sollte noch einmal mindestens 1 GByte hinzurechnen - für Fotos, die in der App gespeichert werden.

Die Standard-Apps brauchen natürlich auch Platz. Bei Safari und Mail sind das bei uns je 300 MByte und Messages brauchen ähnlich viel Platz. Wir kommunizieren allerdings nicht so oft per iMessage.

Das bewusste Speichern in Apps und die Größe der Apps

Apps wie Amazon Music oder Google Maps ermöglichen zudem das Speichern weiterer Nutzerdaten. Für die erste App ist etwa der Download von Musikalben relevant. Mit 100 MByte pro Album muss der Anwender rechnen. Ähnliche Werte gelten pro Offline-Map einer Großstadt. Tatsächlich ist das Speichern in Apps für Anwender eher etwas Seltenes. Die meisten werden ihre Musik etwa über iTunes synchronisieren. Aber auch dieser Speicher muss natürlich berücksichtigt werden. Ein paar Gigabyte für Musik sollten viele Anwender einplanen.

Der nächste große Brocken sind bei vielen Nutzern die Apps. Und die sind zum Teil erstaunlich groß. Warum viele Fluggesellschaften und Hotels deutlich über 100 MByte für ihre App brauchen, die mitunter nur ein Web-Frontend sind, lässt sich für den Anwender kaum nachvollziehen. Leider hat sich Apple entschieden, die Größen für Updates nicht mehr transparent mitzuteilen. Wird eine App signifikant größer, was wir oft erlebt haben, lässt sich das kaum noch nachvollziehen. Werte um die 100 MByte sind mittlerweile Standard für Dienstleistungs-Apps von Firmen.

All dies sind praktische, produktive Anwendungsfälle. Da reicht sowohl ein 32-GByte- als auch ein 64-GByte-iPhone. Die folgenden Anwendungsszenarien lassen den Speicher allerdings knapp werden.

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 Smartphone-Speicherkapazität: Wie groß der Speicher eines iPhones sein sollteDie Speicherkiller: Fotos, Videos und Spiele 
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Mike067 20. Nov 2017

Um es gleich vorwegzunehmen, ich habe ein dienstliches Gerät der neuesten...

derdiedas 19. Nov 2017

Kommt aus das Einsatzszenario an - wer das Ding nur zum Telefonieren und Emails abrufen...

neocron 15. Nov 2017

Was genau meinst du mit "kuenstlich" ... ALLES in einem Markt ist kuenstlich! Ein Markt...

Crass Spektakel 15. Nov 2017

Nicht ganz ernst gemeint aber immer wenn es um Gigabytes geht verweise ich auf folgende...



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