Smartphone: Qualcomm wird auf 555 Millionen Euro Entschädigung verklagt

Qualcomm soll Smartphone-Herstellern zu hohe Gebühren berechnet haben, die dann an Kunden weitergegeben wurden. In Großbritannien klagen Verbraucherschützer.

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Qualcomm könnte in Großbritannien Probleme bekommen.
Qualcomm könnte in Großbritannien Probleme bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Verbraucherschutzorganisation Which? hat in Großbritannien eine Klage gegen den Chiphersteller Qualcomm eingereicht. Darin verlangt die Organisation eine Entschädigung von möglicherweise bis zu 480 Millionen Pfund, umgerechnet 555 Millionen Euro. Das Geld soll an bis zu 29 Millionen Käufer von Apple- und Samsung-Smartphones im Vereinigten Königreich gehen, berichtet die BBC.

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Which? zufolge hat Qualcomm Smartphone-Herstellern zu hohe Lizenzgebühren berechnet, die an die Käufer der Geräte weitergegeben wurden. Dadurch sei den Kunden ein Schaden entstanden. Die Rückzahlung soll bis zu 30 Pfund pro gekauftem Gerät betragen, je nachdem, wie teuer das jeweilige Smartphone war.

Qualcomm sieht die Klage als gegenstandslos an. Die Vorwürfe seien bereits 2020 von einem Berufungsgericht in den USA verworfen worden. In Großbritannien können die Richter aber natürlich zu einem anderen Urteil kommen. Which? strebt Entschädigungen für alle seit dem Oktober 2015 verkauften iPhones und Samsung-Smartphones an.

Verfahren soll abschrecken

Das Verfahren soll der Chefin von Which? zufolge auch abschreckenden Charakter haben und derartige Praktiken für andere Unternehmen unattraktiv machen. "Wir glauben, dass Qualcomms Vorgehensweise gegen das Wettbewerbsrecht verstößt. Bis heute hat das Unternehmen 480 Millionen Pfund von den Kunden genommen - das muss aufhören", sagt Anabel Hoult der BBC zufolge.

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Qualcomm ist nicht zum ersten Mal mit Klagen wegen Wettbewerbsverstößen konfrontiert. 2018 wurde das Unternehmen von der EU-Kommission mit einer Strafe von 997 Millionen Euro belegt, da der Chiphersteller Absprachen mit Apple getroffen haben soll. 2019 folgte eine Strafe von 242 Millionen Euro wegen Ausnutzung der Marktposition im UMTS-Markt.

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