Smartphone-Pionier: Blackberry verkauft Patente für 600 Millionen US-Dollar

Es bleibt offen, wie es mit dem einstigen Smartphone-Pionier Blackberry nach dem Verkauf vieler seiner Patente weitergeht.

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Die Minitastaturen waren das Markenzeichen der Blackberry-Smartphones.
Die Minitastaturen waren das Markenzeichen der Blackberry-Smartphones. (Bild: Prakash Singh/AFP via Getty Images)

Blackberry will viele Patente des Unternehmens für 600 Millionen US-Dollar verkaufen. Die kanadische Firma will die Patente an das neu gegründete Unternehmen Catapult IP Innovations übergeben. Zu Catapult IP Innovations liegen bislang kaum Informationen vor. Blackberry spielt im Markt für Smartphones derzeit keine große Rolle. Vor der Markteinführung des iPhones und der ersten Android-Smartphones war Blackberry einer der Pioniere damaliger Smartphones, die sich durch eine physikalische Tastatur ausgezeichnet haben.

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Blackberry hatte Anfang Januar 2022 das Aus für alle Funktionen des Blackberry-Betriebssystems verkündet. Dies betrifft alle Geräte mit Blackberry OS 7 bis Blackberry OS 10. Blackberry-Geräte mit Android sind davon ausgenommen.

In einer Mitteilung von Blackberry zum Verkauf der Patente heißt es, dass Catapult IP Innovations ein Unternehmen sei, das nur dafür gegründet wurde, um die Blackberry-Patente zu erwerben.

Nicht alle Blackberry-Patente werden verkauft

Blackberry machte keine Angaben zur Menge der Patente, schränkte aber ein, dass keine Patente verkauft werden, die für das aktuelle Kerngeschäft von Blackberry weiterhin notwendig seien. Die zu verkaufenden Patente sollen im Bereich Mobilfunk und Messaging eine Rolle spielen.

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Nach dem Verkauf wird Blackberry eine Lizenz für die weitere Nutzung der Patente erhalten. Der Verkauf soll keine Auswirkungen auf die Produkte und Lösungen haben, die Blackberry noch anbietet.

400 Millionen US-Dollar sind bereits organisiert

Der Kauf soll über ein besichertes Darlehen in Höhe von 450 Millionen US-Dollar abgewickelt werden. Das Geld soll von einem Bankenkonsortium stammen, das von Third Eye Capital mit Sitz in Toronto geleitet wird. Zu dem Konsortium soll auch ein kanadischer Pensionsfonds gehören. Über eine Summe von 400 Millionen US-Dollar gebe es bereits Zusagen, heißt es. Über die übrigen 50 Millionen US-Dollar werde wohl noch verhandelt.

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Die Summe von 450 Millionen US-Dollar soll Blackberry in bar erhalten. Die verbleibenden 150 Millionen US-Dollar werden in Form eines Schuldscheins abgewickelt. Diese Summe soll in den verbleibenden fünf Jahren mit 30 Millionen US-Dollar pro Jahr abgezahlt werden. Es ist unklar, was Blackberry mit den Einnahmen aus dem Patentverkauf machen wird. Unklar ist auch, was Catapult IP Innovations mit den Patenten vorhat.

Die Übernahme muss noch von Aufsichtsbehörden in Kanada und den USA genehmigt werden. Blackberry geht davon aus, dass die Prüfung nach spätestens sieben Monaten abgeschlossen sein wird.

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