Smartphone-OS: Cyanogenmod ist tot, lang lebe Lineage

Einst wollte Cyanogen-CEO Kirt McMaster Google eine Kugel in den Kopf schießen - stattdessen sind CyanogenOS und die Cyanogenmod nun Geschichte. Das Community-ROM soll als Lineage neu aufgestellt werden, weil Markenrechtsprobleme drohen.

Artikel veröffentlicht am ,
LineageOS
LineageOS (Bild: LineageOS)

Cyanogen Inc. hat per Blog-Eintrag bekannt gegeben, dass die Dienste und die Infrastruktur des kommerziellen CyanogenOS abgeschaltet werden. Auch die Cyanogenmod inklusive den Nightly-Builds ist betroffen, ab dem 31. Dezember 2016 werden sie nicht mehr aktualisiert, einzig der Source-Code verbleibt. Vorausgegangen waren Entlassungen und interne Streitigkeiten.

Stellenmarkt
  1. SAP IT-Architekt (m/w/d)
    Hessisches Competence Center, Wiesbaden
  2. Integration Engineer (m/w/d)
    e.solutions GmbH, Ingolstadt
Detailsuche

Die beiden Gründer Kirk McMaster und Steve Kondik hatten ihre unterschiedlichen Ansichten teils auch öffentlichen kundgetan, vor allem McMaster fiel durch Aussagen wie "Wir versuchen, Google Android wegzunehmen" auf. Kondik ist nicht mehr Teil von Cyanogen Inc. und McMaster wurde von Lior Tal als CEO ersetzt. Der kündigte zwar vor einigen Wochen eine Änderung der bisherigen Unternehmensstrategie für die Android-Distribution CyanogenOS an, denn ganz tot ist Cyanogen Inc. noch nicht. Stattdessen soll an einem Projekt namens Cyanogen Modular OS gearbeitet werden.

LineageOS statt Cyanogenmod

Allerdings soll Cyanogenmod zurück zu seinen Wurzeln gebracht werden: Unter der Bezeichnung Lineage existiert bereits ein Nachfolger als Github-Repository, der Name bedeutet nämlich 'Abstammung'. Hintergrund ist, dass Mitbegründer Steve Kondik die Rechte an Cyanogenmod mit ins Unternehmen gebracht hatte, es also zu Markenrechtsstreitigkeiten kommen könnte. Obendrein habe der Ruf des Namens in den vergangenen Monaten gelitten, weshalb man sich mit LineageOS für einen Neuanfang statt nur einen 'Rebrand' entschieden habe.

Generell sind Custom-ROMs nicht mehr so populär wie früher. Googles eigenes AOSP (Android Open Source Project) ist besser geworden und viele Hersteller haben Funktionen in ihre Benutzeroberflächen eingebaut, für die vorher ein Custom ROM nötig war - gerade seit Android 5.0 Lollipop.

Golem Akademie
  1. Kubernetes Dive-in-Workshop: virtueller Vier-Halbtage-Workshop
    25.–28. Januar 2022, Virtuell
  2. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.–24. November 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Team hinter LineageOS möchte am kommenden Dienstag, den 27. Dezember 2016, weitere Informationen veröffentlichen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


silentwolf... 21. Feb 2017

Hallo zusammen Ich bin noch neu hier Golem, aber ich möchte hier meine Erfahrungen mit...

Pjörn 24. Jan 2017

Das mit der verfallenden Garantie ist wahrscheinlich eine der hartnäckigsten urbanen...

ahoihoi 27. Dez 2016

In Südkorea störts eventuell doch jemanden.

Salzbretzel 27. Dez 2016

Ich bin damit zufrieden, weil Sicherheitsupdates rasch kommen. Die Möglichkeit des...

hecaex 26. Dez 2016

OxygenOS (Version 3.x) gibt es für das OnePlus One, Two, 3, 3T sowie X auf Basis von...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
VW-Transporter umgerüstet
Stromern in Deutschland statt stinken im Ausland

Die Firma Naext Automotive baut alte VW-Transporter zu Elektroautos um. Die Macher verstehen ihr Konzept als Gegenentwurf zur Neuwagenindustrie.
Ein Bericht von Haiko Prengel

VW-Transporter umgerüstet: Stromern in Deutschland statt stinken im Ausland
Artikel
  1. Macbook Pro: Apples Notch-Fix macht aktiven Display-Bereich kleiner
    Macbook Pro
    Apples Notch-Fix macht aktiven Display-Bereich kleiner

    Ein Support-Dokument von Apple beschreibt, wie sich die Notch im neuen Macbook Pro nicht mehr über Anwendungen legt. Elegant ist das nicht.

  2. Raspberry Pi Zero 2 W: Der neue kleine Raspberry Pi bekommt vier Kerne
    Raspberry Pi Zero 2 W
    Der neue kleine Raspberry Pi bekommt vier Kerne

    Der Verkauf des Raspberry Pi Zero 2 W läuft an. Für 16 Euro bekommen Kunden den kleinen Rechner, diesmal mit vier CPU-Cores statt nur einem.

  3. IT-Jobs: Gutes Onboarding spart viel Geld
    IT-Jobs
    Gutes Onboarding spart viel Geld

    Mit der Einarbeitung werden neue Mitarbeiter ans Unternehmen gebunden. Firmen, die das Onboarding nicht gut machen, haben hohe vermeidbare Kosten.
    Von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • WD Black SN750 1TB 89,90€ • PS5 Digital Edition + 2. Dualsense + 100€-Amazon-Gutschein mit o2-Vertrag sofort lieferbar • Kingston 1TB PCIe-SSD 69,90€ • GTA Trilogy Definitive 59,99€ • Alternate (u. a. Apacer 960GB SATA-SSD 82,90€) • Samsung 4K-Monitore & TVs günstiger [Werbung]
    •  /