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Smartphone: Neues Kameramodul für das Fairphone 2 erhältlich

Ifa 2017
Fairphone bringt für sein Fairphone 2 erstmals Komponenten zum Nachrüsten: Für die Frontkamera und die Rückkamera stehen jeweils neue Module zur Verfügung. Diese können Nutzer selber nachrüsten. Fairphone arbeitet zudem daran, die alten Module für Entwickler-Boards wie den Raspberry Pi nutzbar zu machen.
/ Tobias Költzsch
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Das Fairphone 2 mit seinen Kameramodulen (Bild: Fairphone)
Das Fairphone 2 mit seinen Kameramodulen Bild: Fairphone

Damit hat Fairphone erstmals Ersatzteile mit besseren Spezifikationen für sein zweites Smartphone vorgestellt. Die neue Hauptkamera hat 12 Megapixel, die neue Frontkamera 5 Megapixel. Die ursprünglichen Kameramodule hatten jeweils 8 und 2 Megapixel. Gleichzeitig hat Fairphone die Lichtstärke bei der neuen Frontkamera verbessert, genaue Angaben dazu macht der Hersteller aber nicht.

Neue Fairphone 2 kommen bereits mit neuen Modulen

Die Module können einzeln ausgetauscht werden - wer also nur eine neue Hauptkamera haben möchte, braucht sich die Frontkamera nicht zu kaufen. Die Module sind entsprechend einzeln oder im Set erhältlich und sollen ab dem 1. September 2017 erhältlich sein. Ab dem 31. August 2017 ausgelieferte Fairphone 2 kommen von sich aus mit den beiden neuen Kameras.

Die Frontkamera kostet einzeln 30 Euro, die Hauptkamera als Einzelmodul 45 Euro. Im Set kosten beide Module zusammen 70 Euro, Käufer sparen entsprechend 5 Euro. Den Einbau können User problemlos selbst vornehmen, die Kameras lassen sich beim Fairphone 2 wie andere Teile des Gerätes einfach durch Lösen weniger Schrauben aus- und wieder einbauen.

Neue Kameras könnten Nachhaltigkeit noch verbessern

Ursprünglich hatte Fairphone nicht zwingenderweise geplant, technisch aufgewertete Module anzubieten. Die Aussage des Unternehmens bei Veröffentlichung des Fairphone 2 im Dezember 2015 war noch, dass keine besseren Module geplant seien; dies spräche gegen den Nachhaltigkeitsgedanken.

Dass Fairphone jetzt doch neue Kameramodule veröffentlicht, könnte die Nachhaltigkeit allerdings fördern: Kameras sind für immer mehr Nutzer wichtig, eine verbesserte Bildqualität könnte entsprechend mehr User dazu verleiten, ihr Fairphone 2 nicht gegen ein neues Smartphone auszutauschen.

Die ausgebauten Module können Nutzer an Fairphone zurückschicken. Das Unternehmen arbeitet diese dann wieder auf. Aktuell gibt es bereits Überlegungen, die Module für Computermodule wie den Raspberry Pi oder die Boards von Arduino nutzbar zu machen. Genaue Informationen konnte Fairphone dazu noch nicht bereitstellen, dazu sei die Entwicklung noch zu wenig vorangeschritten.


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