Abo
  • Services:

Smartphone: Mediatek packt zehn Kerne in den Helio-X20-Chip

Während andere Hersteller zwei bis acht Kerne verbauen, setzt Mediatek beim Helio X20 auf zehn: Drei Kern-Cluster kombinieren schnelle und sparsame Recheneinheiten, auch sonst ist der Chip modern. Der Schwachpunkt könnte die Grafikeinheit werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Symbolbild eines Mediatek-SoC
Symbolbild eines Mediatek-SoC (Bild: Mediatek)

Mediatek hat ungewollt den MT6797-Chip für Smartphones und Tablets vorgestellt, der als Helio X20 vermarktet wird. Der Prozessor kombiniert insgesamt zehn Kerne unterschiedlicher Typen mit einer integrierten Grafikeinheit und einem LTE-Modem der Cat6-Klasse für 300 MBit/s Downstream. Als Auftragsfertiger hat sich Mediatek für die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) entschieden, dort wird der Helio X20 im 20-nm-Verfahren gefertigt.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Die Basis des Chips bilden drei Kern-Cluster: Einer besteht aus zwei Cortex A72, den aktuell schnellsten ARM-Kernen, die mit bis zu 2,5 GHz takten sollen. Hinzu kommen ein Cluster mit vier A53 und bis zu 2 GHz sowie ein Cluster mit vier A53, die aber nur maximal 1,5 GHz erreichen. Mediatek vergleicht diesen Aufbau mit einer Dreigangschaltung eines Autos, wodurch der Benzinverbrauch bei unterschiedlich starken Steigungen verbessert wird.

In einem Smartphone oder Tablet agieren die drei Cluster nach dem Big-Little-Prinzip: Für geringe Lasten wie E-Mail-Abfragen im Hintergrund wird der langsamste A53-Cluster verwendet, zum Surfen im Internet der schnellere A53-Block, und bei Spielen springen die beiden Cortex A72 an.

Die drei Cluster verbindet Mediatek nicht durch den neuen CCI-500 (Cache Coherent Interconnect), sondern durch eine eigene Lösung. Das Speicherinterface könnte 128 statt 64 Bit breit, womit genügend Leistung verfügbar wäre - hier gilt es abzuwarten.

Welcher Speichertyp und was für eine Grafikeinheit verbaut sind, hat Mediatek noch nicht verraten. Bei bisherigen Chips setzt der Hersteller auf vergleichsweise langsame ARM-Mali- und PowerVR-Grafikeinheiten. Erste Geräte mit dem Helio X20 dürften Ende 2015 oder Anfang 2016 erscheinen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 352,00€
  2. 69,99€
  3. (aktuell u. a. SanDisk SSD Plus 480 GB 59,90€, Goliath Games Recoil Starter Set 39,99€)
  4. (u.a. Acer Predator XB241Hbmipr, 24 Zoll 289,00€)

Lala Satalin... 22. Apr 2015

Die eingebaute Tastatur im Samsung Galaxy S (i9000) hatte das selbe Problem. Sie bleib...


Folgen Sie uns
       


Bose Sleepbuds - Test

Stille Nacht? Die Bose Sleepbuds begegnen nächtlichen Störgeräuschen mit einem Klangteppich, wir haben sie ausprobiert.

Bose Sleepbuds - Test Video aufrufen
Rohstoffe: Woher kommt das Kobalt für die E-Auto-Akkus?
Rohstoffe
Woher kommt das Kobalt für die E-Auto-Akkus?

Für den Bau von Elektroautos werden Rohstoffe benötigt, die aus Ländern kommen, in denen oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herrschen. Einige Hersteller bemühen sich zwar, fair abgebaute Rohstoffe zu verwenden. Einfach ist das aber nicht, wie das Beispiel von Kobalt zeigt.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Implosion Fabrication MIT-Forscher schrumpfen Objekte
  2. Meeresverschmutzung The Ocean Cleanup sammelt keinen Plastikmüll im Pazifik
  3. Elowan Pflanze steuert Roboter

Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Recruiting: Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
Recruiting
Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

Digitalisierung und demografischer Wandel machen es Arbeitgebern immer schwerer, passende Kandidaten für freie Stellen zu finden. Künstliche Intelligenz soll helfen, den Recruiting-Prozess ganz neu aufzusetzen.
Von Markus Kammermeier

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. IT Frauen, die programmieren und Bier trinken
  3. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix

    •  /