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Smartphone-Linux: PostmarketOS steckt in der Entwicklung fest

Mit PostmarketOS arbeitet eine kleine Community an einer Linux-Distribution, die alten Smartphones zu längerer Laufzeit verhelfen soll. Doch laut den Entwicklern sei das Projekt auch eineinhalb Jahre nach dem Start nicht mehr als eine Machbarkeitsstudie. Der Fokus auf unterschiedliche Entwickler soll weiterhelfen.

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PostmarketOS soll alte Geräte wie das Nexus 5 lauffähig halten.
PostmarketOS soll alte Geräte wie das Nexus 5 lauffähig halten. (Bild: PostmarketOS)

Theoretisch sollte ein sicherer Weiterbetrieb von Android-Smartphones über die vom Hersteller garantierte Lebenszeit hinaus kein Problem sein. Immerhin basiert das System auf dem freien Linux-Kernel und auch große Teile von Android selbst sind freie Software. Die Hersteller arbeiten aber nur sehr selten mit den Upstream-Communitys zusammen, pflegen ihren Code nicht in die Hauptzweige der Entwicklung ein und liefern auch selten rechtzeitig Updates. PostmarketOS will die genannten Probleme durch eigene Community-Arbeit an einer üblichen Linux-Distribution überwinden, steckt nun aber fest, wie es im Projekt-Blog heißt.

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Zwar könne das nur etwas mehr als eineinhalb Jahre alte Projekt bereits einige Erfolge vorweisen. So startet etwa des Nexus 5 auf einem Mainline-Kernel, also dem Hauptzweig des Linux-Kernels, unterstützt eine Grafikbeschleunigung und ermöglicht die Nutzung des Mobilfunkmodems mit Hilfe freier Software. Die Audio-Unterstützung funktioniert aber immer noch nicht und zur Nutzung des Modems ist die Eingabe mehrerer Befehle im Terminal notwendig.

Das Projekt hat also gezeigt, dass die Idee prinzipiell umsetzbar ist, über den Status einer Machbarkeitsstudie komme PostmarketOS derzeit aber nicht hinaus, heißt es in dem Blogeintrag. Um dies zu ändern, müsse das Team eine Basis schaffen, auf der es einfach ist und Spaß macht, für PostmarketOS zu entwickeln. Das kann mehr Beitragende anziehen und so helfen, die noch bestehenden Lücken zu schließen.

Bisher bezog sich die Entwicklungsfreudigkeit lediglich auf das eigene Basiswerkzeug Pmbootstrap, solle jetzt aber auch für die gesamte Distribution umgesetzt werden. Dazu hat das Team Pmbootstrap so aufgespalten, dass die bisher enthaltenen Paketinstallationen nun separat davon genutzt und installiert werden. So kann das Basiswerkzeug einfacher verteilt werden, etwa auf anderen Linux-Distributionen, aber auch über das Python-Paketarchiv Pip. Ebenso will PostmarketOS künftig die stabilen Versionen von Alpine Linux als Grundlage für die Paketentwicklung verwenden, was Updates vereinfachen und dabei auftretende Fehler minimieren soll.

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M.P. 17. Jan 2019

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