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Smartphone: LG will modulares Konzept nicht aufgeben

Das Android-Smartphone G5 verkauft sich weniger gut, als erhofft – dennoch will LG am Konzept der wechselbaren Module festhalten. Daran soll auch die Vorstellung des konventionell aufgebauten V20 nichts ändern.
/ Tobias Költzsch
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Das G5 ist LGs erstes Smartphone mit wechselbaren Modulen - weitere sollen folgen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das G5 ist LGs erstes Smartphone mit wechselbaren Modulen - weitere sollen folgen. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Der südkoreanische Hersteller LG will am modularen Konzept des G5 festhalten. Das hat der LG-Sprecher Ken Hong im Gespräch mit Cnet(öffnet im neuen Fenster) erklärt. Auch in der kommenden Generation der G-Serie sollen Nutzer ihr Smartphone wieder mit Modulen um Funktionen erweitern können.

LG G5 – Fazit
LG G5 – Fazit (01:19)

Die Frage danach, ob LG am modularen Konzept festhalten würde, stellt sich spätestens seitdem bekannt wurde, dass sich das G5 nicht so gut wie erwartet verkauft. So hatte der Hersteller eingeräumt, dass die Verkaufszahlen unter den Erwartungen liegen.

Neues V20 kommt ohne Module

Verstärkt wird die Befürchtung, dass LG das Modulsystem als einmaligen Versuch behandeln würde, durch den Umstand, dass mit dem V20 bereits ein neues, konventionell aufgebauten Top-Smartphone vorgestellt wurde. Die Präsentation des V20 soll Hong zufolge aber keine Auswirkungen auf die Weiterentwicklung modularer Geräte haben.

LGs ursprünglicher Plan war es, zusammen mit anderen Herstellern ein umfangreiches Angebot an Modulen für das G5 anzubieten. Dafür hatte LG extra eine Entwicklerkonferenz in San Francisco abgehalten. Bisher sind allerdings nur die Module von LG selbst verfügbar – ganze zwei Stück: Der Kameragriff und ein Audiomodul. Zusätzlich gibt es noch eine mit dem Smartphone nutzbare 360-Grad-Kamera und eine VR-Brille.

G5 schnitt im Test gut ab

Im Test von Golem.de hat das G5 im Grunde gut abgeschnitten, besonders das Dual-Kamera-Konzept hat uns gefallen. Allerdings ist das Gerät stellenweise schlampig verarbeitet gewesen. Zudem haben wir bereits im Test festgestellt, dass der Erfolg des G5 stark von der Verfügbarkeit von weiteren Modulen abhängen würde – die bisher nicht gekommen sind.


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