Abo
  • IT-Karriere:

Smartphone: Huawei lädt App-Entwickler in eigenen Appstore ein

Wenn Huawei mit einem eigenen Betriebssystem erfolgreich sein will, muss die Auswahl im eigenen Appstore stimmen. Der Hersteller versucht offenbar, Entwickler aus Googles Play Store für seinen Marktplatz zu gewinnen und verspricht dabei "volle Unterstützung".

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei versucht, Entwickler für seinen eigenen App Market zu gewinnen.
Huawei versucht, Entwickler für seinen eigenen App Market zu gewinnen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Der chinesische Hersteller Huawei versucht offenbar, Entwickler von erfolgreichen Apps aus dem Play Store für seinen eigenen Marktplatz App Market zu gewinnen. Wie XDA Developers unter Berufung auf einen Programmierer berichtet, werden die Entwickler direkt per E-Mail angeschrieben.

Stellenmarkt
  1. tbs Computer-Systeme GmbH, Waarkirchen Raum Tegernsee
  2. Kisters AG, Karlsruhe

Hintergrund ist der US-Boykott, der es US-Unternehmen verbietet, mit Huawei Handel zu treiben. Das betrifft auch Google und seinen Play Store, der nach aktuellem Stand in gut zwei Monaten nicht mehr auf Huawei-Smartphones unterstützt werden wird. Dann hätten Nutzer keinen offiziellen Zugriff mehr auf zahlreiche bekannte und beliebte Anwendungen.

Huawei arbeitet aktuell an einem eigenen Betriebssystem, bei dem es sich um einen Android-Fork ohne Google-Apps handeln könnte; auf jeden Fall sollen Android-Apps unterstützt werden. Um Nutzer von Märkten außerhalb Chinas dafür zu gewinnen beziehungsweise nicht zu verlieren, sollte Huawei möglichst viele der aktuell in Googles Play Store erfolgreichen Apps auch in seinem eigenen App Market anbieten.

Huawei wirbt mit Absatzzahlen

In der E-Mail wirbt Huawei mit 350 Millionen verkauften Smartphones, wovon sich die Hälfte in westlichen Absatzmärkten befinden soll. Auf jedem dieser Geräte ist Huaweis App Market vorinstalliert, der 270 Millionen aktive Nutzer im Monat haben soll. Zumindest in Märkten außerhalb Chinas dürfte der Marktplatz nur wenige Anwender haben; die Mehrheit dürfte Googles Play Store verwenden.

Laut Huawei hat seine eigene Entwicklergemeinschaft über 560.000 Mitglieder; wie viele davon wirklich aktiv sind, ist unbekannt. In der Einladung sagt Huawei seine "volle Unterstützung" bei der Veröffentlichung der App im App Market zu. Was genau diese Unterstützung beinhaltet, ist nicht bekannt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 298,00€
  2. 469,00€

Gallantus 11. Jun 2019 / Themenstart

Also je nachdem wie viele Google Play Service APIs verwendet werden ist das schon ein...

Lapje 11. Jun 2019 / Themenstart

Ah, sind wieder Ferien. Hätte ich beinahe nicht bemerkt...

ErwinL 11. Jun 2019 / Themenstart

Spannender wird es m.E. bei den closed source Sachen von Google. Wird Huawei da den Teil...

flow77 11. Jun 2019 / Themenstart

Die Geräte mögen doch so toll sein, aber dass Huawei den Bootloader vor einem Jahr für...

honk 11. Jun 2019 / Themenstart

Nein. Zum einen sammeln Huawei Geräte mindestens so viele Daten wie die von Google, was...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Bandlaufwerke als Backupmedium: Wie ein bisschen Tetris spielen
Bandlaufwerke als Backupmedium
"Wie ein bisschen Tetris spielen"

Hinter all den modernen Computern rasseln im Keller heutzutage noch immer Bandlaufwerke vor sich hin - eine der ältesten digitalen Speichertechniken. Golem.de wollte wissen, wie das im modernen Rechenzentrum aussieht und hat das GFZ Potsdam besucht, das Tape für Backups nutzt.
Von Oliver Nickel


    Webbrowser: Das Tracking ist tot, es lebe das Tracking
    Webbrowser
    Das Tracking ist tot, es lebe das Tracking

    Die großen Browserhersteller Apple, Google und Mozilla versprechen ihren Nutzern Techniken, die das Tracking im Netz erschweren sollen. Doch das stärkt Werbemonopole im Netz und die Methoden verhindern das Tracking nicht.
    Eine Analyse von Sebastian Grüner

    1. Europawahlen Bundeszentrale will Wahl-O-Mat nachbessern
    2. Werbenetzwerke Weitere DSGVO-Untersuchung gegen Google gestartet
    3. WLAN-Tracking Ab Juli 2019 will Londons U-Bahn Smartphones verfolgen

    IT-Forensikerin: Beweise sichern im Faradayschen Käfig
    IT-Forensikerin
    Beweise sichern im Faradayschen Käfig

    IT-Forensiker bei der Bundeswehr sichern Beweise, wenn Soldaten Dienstvergehen oder gar Straftaten begehen, und sie jagen Viren auf Militärcomputern. Golem.de war zu Gast im Zentrum für Cybersicherheit, das ebenso wie die IT-Wirtschaft um guten Nachwuchs buhlt.
    Eine Reportage von Maja Hoock

    1. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
    2. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
    3. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

      •  /