Smartphone-Hersteller: Oppo entfernt alle Produkte von deutscher Webseite

Oppo hat alle Informationen zu seinen Produkten auf der deutschen Webseite des Unternehmens entfernt. Zu sehen ist nur noch eine Anzeige zum Sponsoring der Herrenausgabe der Fußball-Champions-League.
Bereits seit dem Spätsommer 2022 durfte Oppo aufgrund eines Rechtsstreits mit Nokia keine Smartphones mehr in Deutschland verkaufen. Allerdings fanden sich weiterhin Informationen zu anderen Oppo-Produkten auf der Webseite, die nicht von den Lizenzvorwürfen betroffen waren.
Oppo hatte bei der Ankündigung des Smartphone-Verkaufsstopps noch erklärt, dass man das Geschäft in Deutschland nicht aufgeben wolle. Anfang 2023 gab es allerdings erste Gerüchte , dass Oppo sich aus Deutschland und auch Großbritannien zurückziehen wolle. Diese Gerüchte scheinen sich jetzt zu bewahrheiten.
Oppo konnte in Deutschland keine starke Marktposition aufbauen
Für Oppo dürfte der Umsatz in Deutschland insgesamt verglichen mit dem in China gering gewesen sein. Ende 2022 hatte Oppo in Deutschland einen Marktanteil von 10 Prozent, allerdings zusammen mit Oneplus. Oneplus ist mittlerweile Teil von Oppo und in Deutschland seit wesentlich längerer Zeit präsent.
Oppo selbst soll früheren Zahlen zufolge in Deutschland nur ein Prozent seiner verkauften Smartphones abgesetzt haben. Oppo stieg schon einmal aus dem deutschen Markt aus: in der ersten Hälfte der 2010er Jahre. Der Comeback-Versuch dürfte hiermit auch beendet sein.
Unklar ist, wie sich der Rechtsstreit mit Nokia auf Oneplus auswirken wird. Oneplus gehört wie Oppo zum chinesischen BBK-Konzern und ist ebenfalls vom Smartphone-Verkaufsstopp betroffen. Aktuell sind auf der deutschen Webseite von Oneplus keine Informationen zu den Smartphones zu finden, allerdings gibt es Kopfhörer zu kaufen. Auch das neue Tablet findet sich auf der Webseite, steht allerdings noch nicht zum Verkauf bereit.



