Abo
  • Services:

Smartphone-Hersteller: Investor will Blackberry für 4,7 Milliarden US-Dollar kaufen

Ein Konsortium unter Führung des Finanzdienstleisters Fairfax Financial will den angeschlagenen Smartphone-Hersteller Blackberry kaufen - für 4,7 Milliarden US-Dollar. Der Smartphone-Hersteller soll nach der Übernahme verstärkt Geschäftskunden anvisieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Fairfax Financial bietet 9 Cent pro Blackberry-Aktie.
Fairfax Financial bietet 9 Cent pro Blackberry-Aktie. (Bild: Mark Blinch/Reuters)

9 Cent pro Aktie würde das Konsortium unter der Führung von Fairfax Financial zahlen, was einem Kaufpreis von 4,7 Milliarden US-Dollar entspricht. Ein entsprechendes Angebot liegt Blackberry nach eigenen Angaben vor. In den kommenden sechs Wochen soll über den Kauf entschieden werden. Der Aufsichtsrat von Blackberry hat bereits grünes Licht gegeben, nun will der mögliche Käufer die Bilanz von Blackberry prüfen. Der Stichtag ist der 4. November 2013.

Stellenmarkt
  1. SCISYS Deutschland GmbH, Bochum
  2. Badischer Verlag GmbH & Co. KG, Freiburg

Bis zu diesem Tag kann sich Blackberry nach anderen Käufern umsehen und eventuell einen besseren Preis aushandeln. Fairfax Financial hat umgekehrt die Möglichkeit, den anvisierten Kaufpreis noch aufzustocken, um einen Konkurrenten zu überbieten. Nach dem Kauf will Fairfax Financial Blackberry von der Börse nehmen. Derzeit hält Fairfax Financial nach eigenen Angaben rund 10 Prozent an Blackberry-Aktien.

Bisher ist nicht bekannt, welche weiteren Firmen hinter dem Konsortium stehen. Fairfax Financial verspricht, mit einer Übernahme das Beste für die Kunden und die Mitarbeiter von Blackberry erreichen zu wollen. Nach dem Kauf von Nokias Mobiltelefongeschäft durch Microsoft gab es einen unbestätigten Bericht, Microsoft sei offen für einen Kauf von Blackberry. Ob sich Microsoft nun an einer Bieterschlacht um Blackberry beteiligt, ist nicht bekannt.

Auch nach einer möglichen Übernahme durch Fairfax Financial wird an der Umstrukturierung des Unternehmens festgehalten. Blackberry will künftig weniger in den Massenmarkt gehen, sondern sich wieder verstärkt auf Geschäftskunden und professionelle Anwender konzentrieren. Das Unternehmen hofft, damit noch den Umschwung hinzubekommen. Auch die Zahl der zur Auswahl stehenden Geräte wird verringert.

Blackberry verringert Modellpalette

Künftig werden nur noch insgesamt vier aktuelle Modellvarianten angeboten. Davon sollen je zwei Modelle im oberen Preissegment angesiedelt sein, und zwei Einsteigergeräte sollen parallel dazu im Portfolio bleiben. Bisher hat das Unternehmen nach eigenen Angaben sechs aktuelle Blackberry-Smartphones im Sortiment.

Blackberry hat im zurückliegenden Geschäftsquartal einen Verlust von 950 bis 995 Millionen US-Dollar gemacht. Der Umsatz betrug 1,6 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen will rund 4.500 Mitarbeiter entlassen, was bedeutet, dass rund 40 Prozent der Beschäftigten gehen müssen. Somit würden nach der Entlassungswelle noch 7.000 Mitarbeiter im Unternehmen verbleiben. Die Entlassungen sollen quer durch alle Abteilungen gehen. Im Jahr 2012 hatte der Blackberry-Hersteller bereits 5.000 Stellen abgebaut, kleine Abbaumaßnahmen folgten im Sommer 2013.

Im zurückliegenden Geschäftsquartal wurden nur 3,7 Millionen Blackberry-Smartphones verkauft. Und die Mehrzahl davon lief noch mit der alten Blackberry-Version. Die Nachfrage nach Smartphones mit Blackberry 10 ist entsprechend gering. Damit hat sich bisher nicht erfüllt, dass das Unternehmen die Krise mit Blackberry 10 überwinden kann.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. John Wick, Sicario, Deepwater Horizon, Die große Asterix Edition, Die Tribute von Panem)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  3. (u. a. Game Night 5,98€, Maze Runner 6,98€, Coco 5,98€)

DY 25. Sep 2013

Sie wurden und werden von der Presse totgeschrieben. Ob da wie bei Nokia eine Agenda...

DY 25. Sep 2013

"Blackberry hat im zurückliegenden Geschäftsquartal einen Verlust von 950 bis 995...

MistelMistel 24. Sep 2013

Braucht man seit BB10 zum Glück nimmer. Ich hatte nie eines der alten Geräte, aber mein...

Z93R06 24. Sep 2013

BlackBerry hat doch sogar noch weniger verfügbare Apps, wenn ich das richtig in...

kiu112 24. Sep 2013

http://press.blackberry.com/financial/2013/blackberry-enters-into-letter-of-intent-with...


Folgen Sie uns
       


Toshiba Dynaedge ausprobiert

Das Dynaedge ist wie Google Glass eine Datenbrille. Allerdings soll sie sich an den industriellen Sektor richten. Die Brille paart Toshiba mit einem tragbaren PC - für Handwerker, die beide Hände und ein PDF-Dokument brauchen.

Toshiba Dynaedge ausprobiert Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
    Mate 20 Pro im Hands on
    Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

    Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
    Ein Hands on von Tobias Költzsch

    1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
    2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
    3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

      •  /