Smartphone-Hersteller: HTC erwartet noch stärkere Verluste und plant Entlassungen

Der grüne Zweig ist nicht in Sicht: HTC macht auch im zweiten Quartal 2015 Verluste, für das dritte Quartal werden weitere erwartet. Der Börsenkurs sinkt auf ein Rekordtief, weitreichende Entlassungen sollen geplant sein.

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Das HTC One M9 verkaufte sich nicht gut genug.
Das HTC One M9 verkaufte sich nicht gut genug. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nach einem schwachen zweiten Quartal 2015 ist der Aktienwert des taiwanischen Herstellers HTC auf ein Rekordtief gesunken. Wie die Financial Times berichtet, lag der Schlusskurs der HTC-Aktie am 7. August 2015 nur noch bei 63 Neue Taiwan-Dollar (NTD), dem schlechtesten Wert seit Februar 2005. Umgerechnet sind das 1,82 Euro. In einem Zeitraum von einem Jahr ist HTCs Aktienkurs damit um 50,2 Prozent gefallen.

Umsatzerwartungen wurden nach unten korrigiert

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Mit 33 Milliarden NTD (955 Millionen Euro) im zweiten Quartal konnte HTC zwar den erwarteten Umsatz erzeugen, die Prognose wurde allerdings vorher schon von 51 Milliarden NTD (1,48 Milliarden Euro) herabgesetzt. Der Nettoverlust beträgt über 8 Milliarden NTD, das sind über 231 Millionen Euro.

Grund für das schlechte Abschneiden sollen die schwachen Verkaufszahlen der Topgeräte HTCs sein. Die Absatzzahlen des HTC One M9 sollen in den ersten drei Verkaufsmonaten um 44 Prozent niedriger gewesen sein als die des Vorgängers HTC One M8. Zudem verkaufen sich HTC-Geräte in China deutlich schlechter als erhofft, was an der preisgünstigen chinesischen Konkurrenz von Huawei, Xiaomi, Lenovo und anderen liegen dürfte.

Weitere Verluste werden erwartet

Für das dritte Quartal 2015 erwartet HTC einen Verlust, der bis zu fünfmal höher als bisher geschätzt sein soll. Die Umsätze sollen nur noch halb so hoch wie bisher erwartet sein. Folge der düsteren Aussichten und der bisherigen Verluste sind offenbar eine Straffung des Produktportfolios sowie Stellenkürzungen.

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"Die Entlassungen werden erheblich sein", sagt HTCs CFO Chang Chialin in einem Gespräch mit Reuters. Bei den Smartphones wolle sich HTC künftig noch mehr auf das Hochpreissegment konzentrieren. Die Sparmaßnahmen sollen sich bis ins erste Quartal 2016 ziehen, sagt Chang.

Nachtrag vom 9. September 2015, 12:43 Uhr

Wie die BBC berichtet, ist HTC mittlerweile nicht mehr im TWSE-50-Index gelistet. Hier finden sich die finanzstärksten taiwanischen Unternehmen. Stattdessen ist HTC jetzt im Mid-Cap-100-Index vertreten, dessen 100 Unternehmen nur 20 Prozent des Wertes des taiwanischen Marktes ausmachen.

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