Red Smartphone mit angeblichem Holo-Display

Unter Filmschaffenden ist Red eine absolute Größe: Das Unternehmen produziert hochwertige Kameras, die unter anderem für Filmproduktionen eingesetzt werden. Umso spannender klang die Idee eines eigenen Smartphones, das einen starken Fokus auf die Kamera legen sollte. Das Hydrogen One wurde entsprechend gespannt erwartet - auch wegen des vollmundig als "holografisches Display" angekündigten Bildschirms.

Dieser konnte nach seiner Vorstellung im November 2018 zwar keine Hologramme, aber Inhalte in 3D anzeigen - eine Technik, die an den Nintendo 3DS erinnerte und bereits bei früheren Smartphones von HTC kein nennenswertes Momentum gewinnen konnte. Auch die Kamera war nur guter Standard, mit der Qualität der Red-Kameras konnte das Hydrogen One nicht mithalten.

Für Red-Fans interessant waren die für das zweite Modell angekündigten Module, mit denen Nutzer das geplante Hydrogen Two tatsächlich als Filmkamera hätten nutzen können. Mit der Einstellung des Hydrogen One im Oktober 2019 wurde allerdings auch direkt der Nachfolger gestrichen. Das Smartphone war nicht einmal ein Jahr auf dem Markt. Gescheitert ist es an zu großen Versprechungen und - gemessen daran - zu mageren Ergebnissen.

Im Nachhinein hätte Red allerdings mit einem Smartphone mit einem starken Fokus auf die Kamera durchaus Erfolg haben können. Vielen Nutzern sind die Kameras bei einem Smartphone sehr wichtig, selbst im Mittelklassesegment wird mittlerweile auf eine gute Ausstattung gesetzt. Zusammen mit dem Namen Red wäre ein Smartphone mit Kamerafokus möglicherweise erfolgreicher gewesen als ein Telefon mit 3D-Display und Standard-Hardware.

Amazon Fire Phone ohne Verkaufsfeuer

Auch Amazon hat einen kolossalen Smartphone-Flop vorzuweisen: Das Fire Phone sollte Kunden stärker an den Onlineshop binden und kam mit Amazons eigenem Android-System Fire OS. Nutzer konnten mit dem Smartphone Produkte scannen und direkt bei Amazon bestellen. Vier Kameras auf der Vorderseite standen in direkter Verbindung mit einem Bewegungssensor, wodurch die Benutzeroberfläche so animiert werden konnte, dass ein stereoskopischer Effekt erzielt wurde.

Uns hatte das 2014 im Test gut gefallen, außer bei der Benutzeroberfläche wurde dieser Effekt allerdings nie wirklich genutzt. Auch die gute Bedienbarkeit von Fire OS reichte nicht für einen Erfolg, was auch daran liegen könnte, dass Android an sich auch nicht sonderlich kompliziert ist. In Deutschland war das Fire Phone exklusiv bei T-Mobile erhältlich und musste mit Hilfe eines Codes für andere Netzanbieter freigeschaltet werden.

Für Amazon war das Fire Phone kein Erfolg: Aufgrund der hohen Produktionskosten sanken die Aktien des Unternehmens einen Tag vor der Vorstellung im Juli 2014 um zehn Prozent im Wert. In Nordamerika hatte das Fire Phone im Monat nach der Vorstellung einen Marktanteil von nur 0,2 Prozent. Ein Jahr später, im August 2015, wurde das Smartphone eingestellt, ohne dass ein Nachfolger präsentiert wurde.

Am Ende brauchte der Markt ein Smartphone wie das Fire Phone einfach nicht: Die zusätzlichen Funktionen wie das Einscannen von Produkten waren für Kunden nicht spannend genug und konnten bessere Kameras, schnellere Prozessoren oder offenere Androidsysteme der Konkurrenz nicht ausstechen. An einen Nachfolger hat sich Amazon nie herangetraut und setzt stattdessen weiter auf seine äußerst erfolgreichen Fire-Tablets.

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 Smartphone-Flops: Ungewöhnlich ist nicht immer gut oder erfolgreichLG zeigte mit dem G5 Mut 
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Karsten Meyer 22. Jul 2022

... war nicht unbedingt ein Flop, aber leider hat es keinen Nachfolger, bei dem das...

mick_3 22. Jul 2022

Ich hatte 2018 das Moto Z sehr günstig neu gekauft und dann noch Akku + Turbo Akku Mod...

forenuser 20. Jul 2022

AHHHH!!! Und ich habe keines zwischen die Finger bekommen... Ich war ganz hin und weg...

xPandamon 19. Jul 2022

Ein Smartphone ist heutzutage ein mobiler Rechner und wer das Ding auch nur im Ansatz so...



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