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Smartphone Desktop: Samsung stellt Linux-on-Dex ein

Auf Samsungs Smartphone-Desktop Dex konnte seit einem Jahr auch die Linux-Distribution Ubuntu genutzt werden. Der Hersteller stellt das System nun offenbar ein.
/ Sebastian Grüner
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Auf seiner Entwicklermesse 2018 hatte Samsung eine Demo von Linux-on-Dex präsentiert. (Bild: Samsung)
Auf seiner Entwicklermesse 2018 hatte Samsung eine Demo von Linux-on-Dex präsentiert. Bild: Samsung

Mit dem Update auf Android 10 für seine Smartphones stellt der Hersteller Samsung offenbar sein Projekt Linux-on-Dex ein. Das berichtet unter anderem XDA-Developers(öffnet im neuen Fenster) unter Verweis auf eine entsprechende Ankündigungs-E-Mail von Samsung an Teilnehmer der Beta-Phase des Projektes.

Mit Dex hat Samsung vor rund zweieinhalb Jahren eine Art Desktop-System für seine Android-Smartphones vorgestellt. Im November 2017 hatte das Unternehmen dann erstmals angekündigt, dass auf diesem Dex-System auch eine übliche Linux-Distribution laufen soll. Gedacht war dieses Konzept vor allem für die Community der Android-Entwickler.

Seit rund einem Jahr schließlich ist Linux-on-Dex erst in einer privaten, dann auch in einer öffentlichen Beta zum Testen verfügbar. Das Programm wird nun jedoch beendet. Laut der E-Mail, aus der XDA-Developers zitiert, wird Samsung weder künftige Betriebssystemveröffentlichungen noch neue Geräte als Teil des Programms unterstützen. Das heißt, mit dem Update auf Android 10 wird die Nutzung von Linux-on-Dex nicht mehr unterstützt.

Gründe für das Ende des Programms nennt Samsung nicht. Vermutlich ist die Technik aber schlicht von zu wenigen Nutzern verwendet worden. Möglich ist darüber hinaus auch ein zu großer technischer Aufwand. Immerhin musste die Linux-Distribution Ubuntu speziell für den Einsatz mit Linux-on-Dex angepasst werden. Wohl auch deshalb hat das System keine Updates erhalten und die schon mehr als drei Jahre alte Ubuntu-Version 16.04 verwendet. Das größte Problem an der technischen Umsetzung ist aber vermutlich, dass sich etwa der Grafikstack einer Linux-Distribution wie Ubuntu deutlich von jenem von Android unterscheidet. Eine Verbindung der beiden bringt entsprechend viele Probleme mit sich.


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