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Smartphone: Canonical senkt Preis für das Ubuntu Edge

Canonical läutet bei seiner Crowdfunding-Kampagne für das Smartphone Ubuntu Edge mit einer Preissenkung den Endspurt ein, denn nach aktuellem Stand wird die Kampagne ihr gestecktes Ziel deutlich verfehlen.
/ Jens Ihlenfeld
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Ubuntu Edge (Bild: Canonical)
Ubuntu Edge Bild: Canonical

32 Millionen US-Dollar will Canonical für sein geplantes Smartphone Ubuntu Edge über Indiegogo einsammeln. Nur wenn das gelingt, soll das Smartphone auch verkauft werden. Nach rund vier Tagen hatte Canonical dank Sonderpreisen für die ersten Besteller bereits über 6 Millionen US-Dollar zusammen, seitdem geht es aber nur noch langsam vorwärts. So kamen bislang rund 8,5 Millionen US-Dollar zusammen. Es fehlen also noch rund 23,5 Millionen Euro, die in den verbleibenden 14 Tagen eingesammelt werden müssen.

Canonical hat darauf nun mit einer letzten und dauerhaften Preissenkung für das Ubuntu Edge reagiert(öffnet im neuen Fenster): Es wird ab sofort über Indiegogo für 695 US-Dollar angeboten. Die ersten Besteller erhielten es für 600 US-Dollar, der reguläre Preis lag aber bei 800 US-Dollar. Dadurch muss Canonical zwar mehr Smartphones verkaufen, um das Ziel zu erreichen, für jeden einzelnen Käufer wird das Smartphone aber billiger. Möglich sei das durch Nachverhandlungen mit einigen Komponentenherstellern.

Ubuntu Edge – Vorstellung der Hardware
Ubuntu Edge – Vorstellung der Hardware (06:19)

Zudem kann Canonical mit Bloomberg einen ersten Firmenkunden präsentieren, der ein Paket mit 115 Smartphones für 80.000 US-Dollar geordert hat.

Käufer, die ihr Ubuntu Edge für einen höheren Preis vorbestellt haben, erhalten die Differenz zu 695 US-Dollar am Ende der Kampagne zurück. Weitere Preissenkungen soll es nicht geben, so Canonical. Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass das Ubuntu Edge ausschließlich über die aktuelle Indiegogo-Kampagne verkauft wird. Es ist nicht vorgesehen, das Smartphone regulär in den Handel zu bringen.

Dual-Boot mit Ubuntu und Android

Das Ubuntu Edge läuft parallel mit Ubuntu Phone und Android als Dual-Boot-System. Befindet sich das Smartphone in einer Dockingstation, kann es über einen Monitor wie einen Desktop-PC mit Ubuntu genutzt werden.

Das Gehäuse des Edge ist aus Metall und 124 x 64 x 9 mm groß. Das Display misst 4,5 Zoll und hat eine Auflösung von "nur" 1.280 x 720 Pixeln. Statt auf eine maximale Auflösung soll mehr Wert auf Farbechtheit gelegt werden. Der Bildschirm ist durch kratzfestes Glas geschützt.

Im Inneren soll der schnellste verfügbare "Multi-Core-Prozessor" arbeiten, welcher das dann sein wird, verrät Canonical aber noch nicht. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt 4 GByte, der eingebaute Flash-Speicher ist 128 GByte groß – dies wurde laut Ubuntu wegen der besseren Nutzbarkeit als Desktop-PC so gewählt.

Das Edge unterstützt WLAN nach 802.11a/n auf den Frequenzen 2,4 und 5 GHz sowie LTE. Bluetooth läuft in der Version 4.0, ein NFC-Chip sowie GPS sind ebenfalls eingebaut. Auf der Rückseite befindet sich eine 8-Megapixel-Kamera, die auch bei geringer Beleuchtung gute Fotos machen soll. Auf der Vorderseite ist eine 2-Megapixel-Kamera für Videotelefonie eingebaut.


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