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Smart Home: Devolo erarbeitet Insolvenzplan

Der Powerline -Hersteller will sich mit dem Verfahren langfristig neu aufstellen.
/ Daniel Ziegener
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Das Aachener Unternehmen ist für Smarthome- und Netzwerkhardware bekannt. (Bild: Devolo)
Das Aachener Unternehmen ist für Smarthome- und Netzwerkhardware bekannt. Bild: Devolo

Am Montagmorgen gab es erste Meldungen, mittlerweile hat es das Unternehmen bestätigt(öffnet im neuen Fenster) : Die Devolo AG aus Aachen hat ein Insolvenzverfahren angemeldet. Man wolle damit " aktiv einen Schritt zur langfristig positiven Entwicklung des Unternehmens " machen. Dazu werde Devolo über die kommenden Monate "in enger Abstimmung mit Stakeholdern und Beratern einen Restrukturierungsplan erarbeiten" .

Aussichtslos ist der Sanierungsversuch offenbar nicht, denn sonst wäre das beantragte Schutzschirmverfahren gar nicht zulässig. Auch wenn noch keine Zahlungsunfähigkeit vorliegt, droht diese. Devolo muss nun innerhalb von drei Monaten einen Insolvenzplan vorlegen. Ein vorläufig bestellter Sachwalter überwacht die Neuaufstellung im Interesse der Gläubiger. Im Geschäftsjahr 2020 hat Devolo 1.240.000 Euro Gewinn gemacht, im Jahr davor allerdings fast 10 Millionen Euro Verlust.

Nachfragerückgang trotz und wegen der Pandemie

Als Hauptursache für die wirtschaftlichen Probleme führt Devolo die Corona-Pandemie an. Die erneute Einschränkung des Einzelhandels habe die erwartete positive Entwicklung der Absätze verhindert. Im zweiten Quartal 2021 sei die Nachfrage an Devolos Produkten deutlich zurückgegangen.

Gleichzeitig führte auch der weiterhin anhaltende Chipmangel zu Problemen. Im vergangenen Jahr habe man Aufträge "mit Netzbetreibern im Ausland und im volumenstarken Projektgeschäft" aufgrund von Lieferengpässen bei Zulieferern nicht realisieren können.

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Das Unternehmen gibt sich trotz des Insolvenzverfahrens optimistisch - auch wegen der Pandemie. "Wir alle führen Videotelefonate im Home-Office, wir streamen Serien in HD, spielen online" , sagte Vorstand Heiko Harbers. Die Heimvernetzung sei weiterhin ein Wachstumsmarkt. Devolo produziert unter anderem Powerline-Adapter, mit denen sich vorhandene elektrische Leitungen als Netzwerkverbindungen nutzen lassen.


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