Tiny Houses

Winzige Häuser - Tiny Houses - ist ein Trend, der aus den USA und dem dicht besiedelten Japan nach Europa schwappt. Die Idee dahinter: Wenn Immobilienpreise zu hoch und Baugrundstücke Mangelware sind, müssen halt deutlich weniger Quadratmeter ausreichen - für Singles und Paare ohne Hang zu großem Konsumballast vielleicht eine echte Alternative.

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Vergleichbar mit Wohnmobilen nutzen die Tiny Houses jeden Winkel ihrer 15 bis 20 Quadratmeter Fläche. Ab etwa 35.000 Euro sind sie fertig ausgestattet, erlauben dank pfiffigen Stauraums, klappbaren Tischen, Betten und winzigem Duschbad eine Vielfachnutzung des Raums. Strom, Wasser und Abwasser laufen über feste Leitungen. "Und sie sind natürlich winterfest und zum Dauerwohnen geeignet", sagt Peter Pedersen, einer der ersten deutschen Anbieter von Tiny-Houses aus Neumünster. Er ist längst nicht mehr der Einzige. Sogar der Kaffeeröster Tchibo führt mittlerweile Kleinsthäuser in seinem Programm.

"Doch ein 50.000-Euro-Tiny-House auf einem Grundstück für 100.000 Euro macht keinen Sinn", sagt Pedersen. Für Innenstädte sind sie daher kaum geeignet. Dennoch sieht Pedersen Potenzial als Ferienquartiere und für Geschäftsreisende, die in Stadtnähe günstig unterkommen wollen. Im Speckgürtel von Städten könnten Gärten von Eigenheimen als dauerhafte Standorte dienen.

Parkplatzflächen als Standort hat das Unternehmen Zedpod im britischen Wallington nahe London ins Visier genommen. Ihre Tiny-Houses, wie die Firma Zedpods genannt, bieten zwei Ebenen nebst kleinem Balkon. Und sie stehen auf Stelzen über den weiterhin nutzbaren Parktaschen. Zedpod-Direktor Tom Northway bietet nach eigenen Aussagen eine einzigartige Lösung für das britische Wohnungsproblem. "Mit dem freien Raum über Parkplätzen können wir Tausenden Menschen im Land ein Zuhause bieten."

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Wer dann doch das zweifelhafte Wohnflair eines Parkplatzes scheut, mag Gefallen an den schwimmenden Varianten der Tiny-Houses finden. Für Hausboote bieten etwa Großstädte wie Berlin und Hamburg viel Wasserfläche auf Kanälen und alten Hafenbecken. Amsterdam schöpft mit ausgebauten alten Frachtkähnen dieses Potenzial voll aus.

Doch hierzulande tun sich die Kommunen noch schwer mit Genehmigungen, Übernahme von Anschlusskosten für Strom, Wasser, Abwasser und Zuwegung. Langfristige Pachtverträge für Wasserfläche und Uferzugang sind selten, Bankkredite wegen nicht existenten Grundeigentums nahezu unmöglich. Einige schmucke Einzelstücke finden sich zwar, doch sind diese kaum unter einer halben Million Euro für 80 Quadratmeter zu haben. Günstig geht anders.

Bleibt der Weg in die Höhe, um der Bodenknappheit in Innenstädten zu begegnen.

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KC85 11. Sep 2019

Die Quintessenz des Beitrags ist für Deutschland gesehen unvollständig oder besser gesagt...

spagettimonster 11. Sep 2019

ich war bei solchen "luxus"-*sanierungen* zu gegen, hab mir das von den handwerkern mal...

CSCmdr 11. Sep 2019

Wieso geht hier eigentlich jeder davon aus, dass man ab einem bestimmten Jahresgehalt...

chefin 11. Sep 2019

Korrekt, Firmen sollten mal drüber nachdenken, raus aufs Land zu ziehen. Eine Glasfaser...

chefin 11. Sep 2019

Die Landflucht ist auf völlig falschen Vorstellungen aufgebaut. Die Menschen sehen den...



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