• IT-Karriere:
  • Services:

Github zum Klingeln bringen und selber basteln

Wer einen Kanal auf Servern nutzen möchte, die Zugänge voraussetzen wie etwa Github oder Gmail, muss sein Passwort nicht auf Ifttt.com hinterlegen. Vielmehr nutzt Ifttt.com dafür Oauth. Die Anwendungen müssen so vom authentifizierten Nutzer nochmals die Bestätigung abholen, dass Ifttt.com nun ausgewählte Aktionen unter deren User-ID ausführen darf. Nutzer können, wie in Oauth üblich, jederzeit ihre Erlaubnis zurückziehen. Das Passwort verlässt niemals den Originaldienst, während Ifttt.com mit begrenzt gültigen Tokens arbeitet.

Stellenmarkt
  1. Hannover Rück SE, Hannover
  2. ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr

Die Kommunikation zwischen der Smartphone-App und dem Belkin-Server ist nur mit einem SDK zu bewerkstelligen, aber in die Wemo-App ist bereits Ifttt.com integriert. Wer mit Ifttt.com den Wemo-Switch ein- und ausschalten möchte, abonniert dort einfach den Kanal "WeMo-Switch" und gibt Ifttt.com die PIN, die die Wemo-App auf Anfrage im Einstellungs-Menü generiert.

  • Der Wemo-Switch verspricht schnurloses Einschalten von Elektrogeräten mittels App. (Bild: Michael Schilli)
  • Die App bedient den Schalter übers WLAN oder Web. (Bild: Michael Schilli)
  • Der Service auf Ifttt.com löst Aktionen aus, wenn vordefinierte Ereignisse eintreten. (Bild: Michael Schilli)
  • Die Wemo-App generiert zuerst eine PIN … (Bild: Michael Schilli)
  •  … die Ifttt.com entgegennimmt und mit der es den Wemo-Switch fernsteuern kann. (Bild: Michael Schilli)
  • Jede neue Github-Issue schaltet den Wemo-Schalter ein. (Bild: Michael Schilli)
Die Wemo-App generiert zuerst eine PIN … (Bild: Michael Schilli)

Damit hat Ifttt.com die Schlüssel für die Fernsteuerung des Wemo-Schalters und in Verbindung mit einem auslösenden Eingabe-Kanal können damit heimische Elektrogeräte angeschaltet werden. Das funktioniert auch mit ungewöhnlichen Ereignissen als Auslöser, zum Beispiel bei steigenden Börsenkursen oder beim Eintreffen von Twitter-Nachrichten.

Alarm bei Github-Issue

Um etwa bei jedem neu erzeugten Github-Issue in einem vom Nutzer geführten Projekt eine Lampe oder eine Sirene anzuwerfen, kann auf Ifttt.com einfach ein neues Rezept erzeugt werden. Dazu abonnieren registrierte Anwender den Github-Kanal sowie den Wemo-Switch-Kanal auf der Webseite und verknüpfen dann den New-Issue-Bereich des Github-Kanals als Input mit dem Wemo-Switch-Kanal, also dem Output.

Da der Ifttt-Server laufend viele solche Rezepte prüfen muss, dauert es manchmal eine Weile nach dem Einleiten des Inputs, bis der Output aktiviert wird. Im Test betrug die Verzögerung zwischen dem Anlegen eines Github-Issues und dem Anschalten der Lampe etwa zwei Minuten. Aber dennoch ist es faszinierend, wie leicht diese Art der Verknüpfung von der Hand geht und wie viele Möglichkeiten der Home-Automatisierung sich damit öffnen.

Statt nun aber bloß mechanisch auf der Telefon-App herumzutippen, bietet es sich zum Basteln an, den Schalter per Skript auszulösen. Wer nimmt schon gerne die Hände von der Tastatur, nur um das Licht anzumachen? Aber im Ernst: Erst durch die Verknüpfung des Schalters mit Sensoren im Haus und etwas Logik entsteht ein Smarthome, das zum Beispiel nur dann das Licht im Carport anschaltet, wenn es dunkel ist und sich das Bluetooth-Signal des Smartphones der Besitzer nähert.

Kommando Ein/Aus

Der Wemo-Schalter betreibt einen kleinen Webserver im WLAN, den ein einfaches Perl-Skript durch HTTP-Abfragen zum Umlegen des mechanischen Schalters auffordern kann. Dazu nutzt das Skript das CPAN-Modul Power:: Outlet::WeMo, dessen Konstruktor die IP-Adresse des Schalters im WLAN entgegennimmt und anschließend mit den Methoden on() und off() als HTTP-Client mit dem lokalen Server kommuniziert.

  1. #!/usr/bin/perl -w
  2. use strict;
  3. use Power::Outlet::WeMo;
  4.  
  5. my $lamp = Power::Outlet::WeMo->new(
  6. host => "192.168.1.139" );
  7.  
  8. $lamp->on;
  9. sleep 1;
  10. $lamp->off;

Zudem unterstützt das Modul die Methoden switch() (zum Umschalten in den entgegengesetzten Zustand) sowie query() zur Abfrage des aktuellen Zustands. Das Ganze ließe sich auch recht einfach über einen simplen Webclient erledigen, aber das Modul abstrahiert die zugrundeliegenden URLs und ermöglicht so bequeme und saubere Programmierung.

Da der WLAN-Router dem Schalter die IP-Adresse dynamisch zuweist, bietet es sich an, jenem per Einstellung beizubringen, an anfragende Geräte mit der MAC-Adresse des Schalters immer die gleiche statische IP-Adresse zu vergeben. Weil der Schalter aber auch das UPnP-Protokoll implementiert, kann das nachfolgende Skript die IP-Adresse auch mit dem CPAN-Modul Net::UPnP::ControlPoint erfahren.

  1. #!/usr/local/bin/perl -w
  2. use strict;
  3. use Net::UPnP::ControlPoint;
  4.  
  5. my $upnp = Net::UPnP::ControlPoint->new();
  6.  
  7. my @devices = $upnp->search(
  8. st => 'upnp:rootdevice',
  9. mx => 3 );
  10.  
  11. foreach my $device (@devices) {
  12. print $device->getdevicetype(), "\n";
  13. print $device->getfriendlyname(), "\n";
  14. print $device->getssdp(), "\n";
  15. }

Als Search-Target spezifiziert das Skript mit dem Parameter st und dem Wert upnp:rootdevice, dass es an allen Rootdevices im Netz interessiert ist. Mit dem Parameter mx und dem Wert 3 gibt es die maximale Wartezeit von 3 Sekunden vor, bis sich ein Gerät meldet oder das Skript abbricht. In meinem Netz befand sich zum Testzeitpunkt nur ein UPnP-Gerät, und die Ausgabe zeigt unter anderem, dass die UPnP-Abfrage den Webserver des Schalters auf 192.168.1.139 gefunden hat.

Es ist davon auszugehen, dass das Schreiben kleinerer Skripte, wie hier in Perl oder auch in anderen Programmiersprachen, für etwas ausgefallenere Basteleien bei der Heimautomation noch lange Zeit notwendig sein wird. Zumindest theoretisch ergeben sich damit auch wesentlich mehr Möglichkeiten als bei dem Rückgriff auf Ifttt. Für all jene, die nicht selbst programmieren wollen, ist die Umsetzung eigener Ideen dank derartiger Dienste aber sehr einfach. Zudem sind die Möglichkeiten für eigene Projekte mit Ifttt schon jetzt so vielfältig, dass auch hartgesottene Programmierer Spaß am Zusammenklicken ihrer Anwendungen haben sollten. Wohl aber nur bis das nächste Github-Issue klingelt.

Dieser Artikel erschien in einer anderen Fassung zuerst in der Ausgabe 07/16 des Linux Magazins, das seit September 2014 wie Golem.de zum Verlag Computec Media gehört.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Smarter Schalter: Wenn Github mit dem Lichtschalter klingelt
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. 178,07€ (inkl. 16% Direktabzug - Bestpreis!)
  2. (u. a. PSN Card 18 Euro [DE] - Playstation Network Guthaben für 15,49€, Football Manager 2021...
  3. bis zu 400 Euro auf ausgewählte Sony-Kameras, Objektive und Zubehör

Anonymer Nutzer 13. Jun 2016

Naja, ich wollte ne App keinen Server ;-)

dantist 13. Jun 2016

Ich betreibe so eine Lösung zu Hause. Für Kleinkram ok, für ernsthafte Aufgabe ist es zu...

HexaJester 13. Jun 2016

Dafür nutze ich einen Raspberry Pi als Z-Wave Server. Funksteckdosen, die mit Z-Wave...

yeti 13. Jun 2016

Nein, so weit ist das noch nicht. Ich bevorzuge auch weiterhin C++ oder Lua. Und die...


Folgen Sie uns
       


Monkey Island - Titelmusik aller Versionen

Wir haben alle Varianten der Titelmusik im Video zusammengestellt - plus Bonusversion.

Monkey Island - Titelmusik aller Versionen Video aufrufen
5G: Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung
5G
Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung

Nokia und Ericsson betreiben viel Forschung und Entwicklung zu 5G in China. Ein enger Partner Ericssons liefert an das chinesische Militär.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Quartalsbericht Ericsson mit Topergebnis durch 5G in China
  2. Cradlepoint Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus
  3. Neben Huawei Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster

Yakuza und Dirt 5 angespielt: Xbox Series X mit Rotlicht und Rennstrecke
Yakuza und Dirt 5 angespielt
Xbox Series X mit Rotlicht und Rennstrecke

Abenteuer im Rotlichtviertel von Yakuza und Motorsport in Dirt 5: Golem.de konnte zwei Starttitel der Xbox Series X ausprobieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Next-Gen GUI der PS5 mit höherer Auflösung als Xbox Series X/S
  2. Xbox Series X Zwei Wochen mit Next-Gen auf dem Schreibtisch
  3. Next-Gen PS5 und neue Xbox wollen Spieleklassiker aufhübschen

Corsair K60 RGB Pro im Test: Teuer trotz Viola
Corsair K60 RGB Pro im Test
Teuer trotz Viola

Corsair verwendet in der K60 Pro RGB als erster Hersteller Cherrys neue preiswerte Viola-Switches. Anders als Cherrys günstige MY-Schalter aus den 80ern hinterlassen diese einen weitaus besseren Eindruck bei uns - der Preis der Tastatur hingegen nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Corsair K100 RGB im Test Das RGB-Monster mit der Lichtschranke
  2. Corsair Externes Touchdisplay ermöglicht schnelle Einstellungen
  3. Corsair One a100 im Test Ryzen-Wasserturm richtig gemacht

    •  /