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Smarter Lautsprecher: Google will Home intelligenter machen

Google Home soll leistungsfähiger werden. Mit diesem Ziel bietet Google Entwicklern die Möglichkeit, sogenannte Conversations Actions zu programmieren. Dann können die eigenen Dienste mit dem smarten Lautsprecher verwendet werden.
/ Ingo Pakalski
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Google Home wird erweiterbar (Bild: Spencer Platt/Getty Images)
Google Home wird erweiterbar Bild: Spencer Platt/Getty Images

Google öffnet seinen Assistant ein Stück weit und gestattet Drittanbietern, sogenannte Conversations Actions(öffnet im neuen Fenster) zu entwickeln. Vorerst sind diese auf den Einsatz mit Google Home beschränkt, dem smarten Lautsprecher von Google. Interessierte Entwickler können sich bei Google anmelden, um dann ihre eigenen Dienste auf den Lautsprecher zu bringen. Die Nutzung dieser Dienste ist in Form einer Unterhaltung möglich.

Conversation Actions für Google Home
Conversation Actions für Google Home (06:08)

Bisher gestattete Google nur ausgewählten Partnern, solche Erweiterungen für Google Home zu programmieren. Hier gibt es derzeit eine Zweiteilung: Die Partner waren auf Direct Actions beschränkt und bleiben es auch. Wer solche Direct Actions für Home anbieten wolle, müsse sich auf eine Partnerschaft mit Google einlassen, erklärte Jason Douglas, PM Director for Actions on Google The Verge(öffnet im neuen Fenster) .

Zwei Welten

Die Conversational Actions werden über ein Schlüsselwort aufgerufen. Wenn etwa ein Restaurant die Essensbestellung darüber ermöglichen will, dann muss die Bezeichnung der Action aufgerufen werden. Das Muster wäre dann in etwa so: "Okay Google, spreche zu Restaurant XY" .

Anders sieht es bei Direct Actions aus, die auf ein solches Signalwort verzichten. Diese Aktionen sind etwa dazu gedacht, das Licht umzuschalten, die Heizung zu regulieren oder ein Lied abzuspielen. Damit dies zügig erledigt werden kann, wird auf Signalwörter verzichtet.

Google stellt interessierten Entwicklern die passenden Werkzeuge zur Verfügung, um Conversational Actions anzulegen. Hierbei können die Programmierer Beispielsätze nennen, die dann analysiert werden, um basierend darauf ähnlich strukturierte Sätze zu erzeugen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Action auf verschiedene Kommandos vom Nutzer reagiert. Das Ganze kann dann im Browser oder mit Google Home ausprobiert werden.

Nutzer erhalten erst später Zugriff auf Erweiterungen

Wann Besitzer eines Home-Lautsprechers auf diese Erweiterungen zugreifen können, ist noch unklar. Nutzer sollen alle Actions direkt aufrufen können, ohne sie vorher installieren oder aktivieren zu müssen. Google will keinen klassischen Store dafür bereitstellen. Hierbei bleibt aber unklar, wie Anwender überhaupt davon erfahren sollen, dass etwa Restaurant XY mit Home genutzt werden kann. Dafür will Google erst noch eine Lösung entwickeln. Erst Anfang nächsten Jahres will Google dafür eine Lösung zeigen.

Google Home soll im Frühjahr 2017 in Deutschland erscheinen. Vorerst wird der smarte Lautsprecher nur in Nordamerika verkauft.

Amazons Echo ist erweiterbar

Amazon verkauft in Deutschland nach wie vor die Echo-Lautsprecher nur per Einladung . Wann es den smarten Lautsprecher für alle geben wird, ist noch nicht bekannt. Die Echo-Lautsprecher können über Skills um neue Funktionen erweitert werden. In einer Art Skills-Store können sich Echo-Besitzer über die verfügbaren Skills informieren. Diese können dann aktiviert werden. Wer mehrere Echo-Geräte über ein Amazon-Konto nutzt, erhält automatisch alle installierten Skills auf allen Geräten. Die Skills werden in der Cloud aktiviert, es findet keine Installation auf den Geräten selbst statt.


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