Smarter Lautsprecher: Apples Arroganz hat den Homepod scheitern lassen

Wer jetzt einen Homepod kauft, muss damit rechnen, einen drei Jahre alten Lautsprecher zu bekommen.

Ein IMHO von veröffentlicht am
Apple hatte mit dem Homepod keinen Erfolg.
Apple hatte mit dem Homepod keinen Erfolg. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bei Bestellungen des Homepod kann es passieren, dass der Apple-Lautsprecher seit über drei Jahren herumgelegen hat. Apple hat kürzlich offiziell bestätigt, dass der Homepod nicht mehr produziert wird.

Auf Twitter gibt Michael Kukielka an, dass er einen in diesen Tagen bestellten Homepod erhalten habe, der im Dezember 2017 gefertigt wurde. Das zeigt, wie schlecht sich der Homepod verkauft hat. Apple hat nie Verkaufszahlen zum Homepod genannt.

Der Grund für die schlechten Verkaufszahlen liegt auch in der Arroganz von Apple. Denn beim Homepod hat Apple einen Großteil möglicher Kunden von vornherein ausgeschlossen: Wer kein passendes weiteres Apple-Gerät besitzt, kauft mit dem Homepod nur ein Stück Elektroschrott.

Ohne WLAN-Verbindung keine Homepod-Nutzung

Denn ohne zusätzliches Apple-Produkt lässt sich der Homepod nicht in Betrieb nehmen. Der Lautsprecher muss zwingend mit dem WLAN verbunden werden und die Einrichtung geht nur mit einem iPhone oder iPad. Aber auch beim Betrieb des Homepod ist ein iPhone oder iPad immer wieder erforderlich.

Falls das Mikrofon ausgeschaltet ist, lässt sich das am Homepod nicht wieder aktivieren. Das geht nur mit einem zusätzlichen Gerät. Vergleichbare Beschränkungen kennen die Produkte von Amazon und Google nicht. Bei der Konkurrenz ist es üblich, die Mikrofone direkt am Gerät ein- oder ausschalten zu können.

Apple hat Interessenten vom Homepod-Kauf abgehalten

Mit diesen Beschränkungen dürfte Apple erfolgreich dafür gesorgt haben, dass nur eine kleine Schar an Stammkunden bereit war, vergleichsweise viel Geld für einen smarten Lautsprecher auszugeben. Damit hat Apple das vorhandene Marktpotenzial ungenutzt gelassen, indem einfach alle, die nicht schon ein passendes Apple-Gerät hatten, als Kunden rigoros ausgeschlossen wurden.

Dabei hätte der Lautsprecher erfolgreicher sein können. Als Apple den Homepod im Sommer 2018 für 350 Euro in Deutschland auf den Markt gebracht hat, war der Hersteller der Konkurrenz von Amazon und Google einen Schritt voraus. Von beiden Unternehmen gab es zu diesem Zeitpunkt keine vergleichbar leistungsfähigen Lautsprecher am Markt.

Erst einige Monate später brachte Google den Home Max nach Deutschland, der uns beim Klang besser gefallen hat als der Homepod, aber mit einem Preis von 400 Euro den Homepod-Preis übertraf.

Amazon hat den Homepod ausgestochen

1,5 Jahre nach dem Homepod trumpfte Amazon mit dem Echo Studio auf, der klanglich besser als der Homepod ist und dabei mit einem Preis von 200 Euro deutlich preisgünstiger ist. Spätestens ab diesem Zeitpunkt dürfte es für Apple noch schwieriger geworden sein, die Kundschaft von der Anschaffung eines Homepod zu überzeugen.

Apple sollte seine Arroganz bei Lautsprechern endlich aufgeben und passende Apps auch für Android anbieten. Ansonsten könnte als nächstes Produkt der Homepod Mini scheitern, der für den Preis einen zu schlechten Klang liefert und somit nicht konkurrenzfähig ist. Und wer Apple Music auf einem smarten Lautsprecher hören will, kann auch zu einem gleich teuren Echo-Modell greifen, das besser klingt und viel mehr zu bieten hat.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de [IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


jo-1 31. Mär 2021

mal sowas gehört? http://www.backesmueller.de/de/produkte/line-serie/bm-line-35.html

jo-1 31. Mär 2021

was ist mit Music Match? Ich besitze die Musik ja ohnehin - da ich sie entweder auf...

jo-1 31. Mär 2021

Wozu auch - innerhalb des Ökosystems funktioniert alles bestens - soo gut wie in keinem...

jo-1 31. Mär 2021

hab mir meinen Zweiten bestellt - kommt im Mai - quasi final edition ;-) ( nix mit Lager...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Militär
China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen

Das Shanghai Institute of Mechanical and Electrical Engineering hat einen Durchbruch bei der Erforschung eines Abwehrsystems für Hyperschallwaffen erzielt.

Militär: China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen
Artikel
  1. Streaming: Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung
    Streaming
    Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung

    Abonnenten von Netflix müssen sich in Deutschland darauf einstellen, dass das Konto gesperrt wird, falls es unerlaubt mit anderen geteilt wird.

  2. LG OLED bei Amazon mit über 1.000 Euro Rabatt
     
    LG OLED bei Amazon mit über 1.000 Euro Rabatt

    Die beliebten Fernseher LG OLED sind aktuell bei Amazon zu Sparpreisen erhältlich. Wer jetzt zuschlägt, kann deutlich über 1.000 Euro sparen.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Historischer Einbruch erwartet: Halbleiterbranche steht vor schwierigen Zeiten
    Historischer Einbruch erwartet
    Halbleiterbranche steht vor schwierigen Zeiten

    Schlimmer als während der Finanzkrise und Dotcom-Blase: Analysten rechnen mit einem tiefem Einbruch der Halbleiterbranche.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AMD CPU kaufen, SW Jedi Survivor gratis dazu • Philips LED TV 65" 120 Hz Ambilight 999€ • KF DDR4-3600 32GB 91,89€ • Asus Mainboard 279€ • Bosch Prof. bis -55% • PCGH Cyber Week • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% [Werbung]
    •  /