Smarter Lautsprecher: Apple erlaubt keine Spotify-Sprachsteuerung auf dem Homepod
Apple bringt den Homepod in zwei Monaten auf den Markt. Dann wird sich der smarte Lautsprecher aber nur mit einem einzigen Musik-Streaming-Dienst vollständig steuern lassen – und das ist Apple Music. Konkurrenzdienste wie etwa Spotify können Musik zwar auf dem Homepod abspielen, dann aber nur von einem anderen iOS-Gerät aus und mit beschränkter Sprachsteuerung.
Homepod-Apps nur aus drei Kategorien
Apple ruft Entwickler auf(öffnet im neuen Fenster), ihre Apps an eine Nutzung mit dem Homepod anzupassen. Allerdings gilt das nur für Apps aus den Kategorien Messaging, Listen und Notizen. Demnach können Nutzer auf Zuruf Gegenstände auf die Einkaufsliste setzen oder Notizen mit der Sprache anlegen. Auch das Verschicken von Nachrichten soll per Zuruf möglich sein.
Es wird aber keine Möglichkeit geben, andere Musik-Streaming-Dienste auf dem Homepod mit der Sprache zu steuern. Das bekräftigte Apple im Gespräch mit Business Insider(öffnet im neuen Fenster). "Drittanbieter-Apps wie Spotify können Musik auf dem Homepod über Airplay 2 abspielen", sagte ein Apple-Sprecher. Demnach ist nicht einmal eine Zuspielung über Bluetooth möglich, so dass sich Musik auf dem Homepod nur abspielen lässt, wenn der Kunde ein anderes iOS-Gerät besitzt – denn die Airplay-Technik wird regulär nur von Apple-Geräten unterstützt.
Spotify-Sprachsteuerung mit Einschränkungen
Das degradiert den Homepod zu einem gewöhnlichen drahtlosen Lautsprecher, der Musik etwa von einem Smartphone zugespielt bekommt. Eine komfortable Sprachsteuerung ist dann nicht möglich. Homepod-Nutzer können vermutlich lediglich die Lautstärke mit der Sprache steuern und bei Bedarf einzelne Tracks vor- und zurückspringen. Das ist jedenfalls mit Alexa und Google Assistant möglich, wenn Musik etwa von einem Smartphone zugespielt wird. Das Aufrufen bestimmter Musik auf Zuruf ist mit Apples eigenem Musik-Streaming-Dienst möglich.

Als Apple den smarten Lautsprecher Homepod im Juni 2017 vorgestellt hatte, ging es vor allem darum, dass der 350 US-Dollar teure Lautsprecher eine besonders gute Klangqualität bieten sollte. Die Siri-Funktionen spielten bei der Präsentation kaum eine Rolle. Vorerst wird es den Homepod nur in Nordamerika geben, Apple hat keinen Termin für einen Verkaufsstart in Deutschland genannt.
Alexa und Google Assistant unterstützen Spotify
Die Konkurrenz von Amazon und Google ist hier etwas weiter. Mittels Amazons Alexa und dem Google Assistant kann zumindest Spotify komplett über die Echo- respektive Google-Home-Lautsprecher gesteuert werden. Bei Alexa ist dazu allerdings ein kostenpflichtiges Spotify-Abo erforderlich, der Google Assistant kann auch die Free-Version von Spotify verwenden.
Alexa bietet in Deutschland ansonsten nur eine TuneIn-Anbindung und bei Google Assistant kann Deezer eingebunden werden. Ansonsten sind auch Alexa und Google Assistant auf die jeweils eigenen Musik-Streaming-Dienste beschränkt, wenn es um eine komplette Sprachsteuerung geht.
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