Smarter Lautsprecher: Apple erlaubt keine Spotify-Sprachsteuerung auf dem Homepod

Apples erster smarter Lautsprecher kommt mit Einschränkungen auf den Markt. Nur Apples eigener Musik-Streaming-Dienst wird sich mit dem Homepod per Sprache steuern lassen. Andere Dienste wie Spotify sind nicht zugelassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Apples Homepod unterstützt nur Apple Music.
Apples Homepod unterstützt nur Apple Music. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Apple bringt den Homepod in zwei Monaten auf den Markt. Dann wird sich der smarte Lautsprecher aber nur mit einem einzigen Musik-Streaming-Dienst vollständig steuern lassen - und das ist Apple Music. Konkurrenzdienste wie etwa Spotify können Musik zwar auf dem Homepod abspielen, dann aber nur von einem anderen iOS-Gerät aus und mit beschränkter Sprachsteuerung.

Homepod-Apps nur aus drei Kategorien

Apple ruft Entwickler auf, ihre Apps an eine Nutzung mit dem Homepod anzupassen. Allerdings gilt das nur für Apps aus den Kategorien Messaging, Listen und Notizen. Demnach können Nutzer auf Zuruf Gegenstände auf die Einkaufsliste setzen oder Notizen mit der Sprache anlegen. Auch das Verschicken von Nachrichten soll per Zuruf möglich sein.

Es wird aber keine Möglichkeit geben, andere Musik-Streaming-Dienste auf dem Homepod mit der Sprache zu steuern. Das bekräftigte Apple im Gespräch mit Business Insider. "Drittanbieter-Apps wie Spotify können Musik auf dem Homepod über Airplay 2 abspielen", sagte ein Apple-Sprecher. Demnach ist nicht einmal eine Zuspielung über Bluetooth möglich, so dass sich Musik auf dem Homepod nur abspielen lässt, wenn der Kunde ein anderes iOS-Gerät besitzt - denn die Airplay-Technik wird regulär nur von Apple-Geräten unterstützt.

Spotify-Sprachsteuerung mit Einschränkungen

Das degradiert den Homepod zu einem gewöhnlichen drahtlosen Lautsprecher, der Musik etwa von einem Smartphone zugespielt bekommt. Eine komfortable Sprachsteuerung ist dann nicht möglich. Homepod-Nutzer können vermutlich lediglich die Lautstärke mit der Sprache steuern und bei Bedarf einzelne Tracks vor- und zurückspringen. Das ist jedenfalls mit Alexa und Google Assistant möglich, wenn Musik etwa von einem Smartphone zugespielt wird. Das Aufrufen bestimmter Musik auf Zuruf ist mit Apples eigenem Musik-Streaming-Dienst möglich.

Als Apple den smarten Lautsprecher Homepod im Juni 2017 vorgestellt hatte, ging es vor allem darum, dass der 350 US-Dollar teure Lautsprecher eine besonders gute Klangqualität bieten sollte. Die Siri-Funktionen spielten bei der Präsentation kaum eine Rolle. Vorerst wird es den Homepod nur in Nordamerika geben, Apple hat keinen Termin für einen Verkaufsstart in Deutschland genannt.

Alexa und Google Assistant unterstützen Spotify

Die Konkurrenz von Amazon und Google ist hier etwas weiter. Mittels Amazons Alexa und dem Google Assistant kann zumindest Spotify komplett über die Echo- respektive Google-Home-Lautsprecher gesteuert werden. Bei Alexa ist dazu allerdings ein kostenpflichtiges Spotify-Abo erforderlich, der Google Assistant kann auch die Free-Version von Spotify verwenden.

Alexa bietet in Deutschland ansonsten nur eine TuneIn-Anbindung und bei Google Assistant kann Deezer eingebunden werden. Ansonsten sind auch Alexa und Google Assistant auf die jeweils eigenen Musik-Streaming-Dienste beschränkt, wenn es um eine komplette Sprachsteuerung geht.

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Squirrelchen 03. Nov 2017

Trotzdem ist Spotify _erheblich_ größer als das kleine TuneIn. Hättest du den Bericht...

FreiGeistler 03. Nov 2017

Dafür kaufst du aber besser von der günstigeren Komkurenz.

Apfelbrot 03. Nov 2017

Ist ja auch bei den IOS Devices so, Siri kann kein Spotify. Wäre überraschend wenn man...

t_e_e_k 02. Nov 2017

...darüber spielt er bei mir das Radio ab.



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