Abo
  • Services:
Anzeige
Smarter verteilt verschlüsselte Nachrichten an nahe Clients.
Smarter verteilt verschlüsselte Nachrichten an nahe Clients. (Bild: Smarter)

Smarter: Katastrophen-App kann ohne Mobilfunknetz kommunizieren

Smarter verteilt verschlüsselte Nachrichten an nahe Clients.
Smarter verteilt verschlüsselte Nachrichten an nahe Clients. (Bild: Smarter)

Die App namens Smarter kann sich per WLAN-Modem mit anderen Smartphones in der Umgebung verbinden. So erreichte Telefone senden die Nachricht wiederum an Geräte in ihrer Nähe weiter. Im Katastrophenfall funktioniert das ohne Mobilfunkempfang - momentan aber noch mit ein paar Problemen.

"Bei vielen Katastrophen fällt die Kommunikation komplett aus, dann ist das Smartphone so viel wert wie ein Backstein". Mit diesen Worten stellen Informatikprofessor Matthias Hollick und Kollegen eine Smartphone-App für den Katastrophenfall in Deutschland vor.

Anzeige

Smarter ist Teil eines Wissenschaftsprojektes der technischen Universität Darmstadt in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, wie auf der Projektseite und beim Nachrichtenmagazin Spiegel bekanntgegeben wird. Sie soll auch ohne ein verfügbares Mobilfunknetz die Kommunikation per Text mit anderen Personen ermöglichen.

Offline Ad-Hoc-Netzwerk aufspannen

Dazu nutzt die App das WLAN-Modem des Hosttelefons, um mit anderen Geräten im Umkreis von bis zu 200 Metern zu kommunizieren. Jedes Smartphone, das in dieser Reichweite ist, wird wiederum als eine Relaisstation verwendet, um die Nachricht an alle weiteren Smartphones in dessen Umgebung zu senden. Es baut sich so ein dezentrales und autonomes Ad-Hoc-Netzwerk auf. Voraussetzung ist, dass erreichbare Geräte auch die App verwenden. Versendete Textnachrichten sind verschlüsselt.

Eine weitere Funktion ist eine Offline-Enzyklopädie, in der Gefahrensituationen aufgelistet sind - beispielsweise ein Chemieunfall oder ein Blitzeinschlag. Die Software stellt Ergebnisse, Zusatzinformationen und ein entsprechendes Schritt-für-Schritt-Tutorial zur Ersthilfe bereit.

Bisher noch Akkuprobleme und nur für Android-Telefone

Ein erster Test der App im September 2017 hat bereits einige Ergebnisse gebracht. Dazu wurden 125 Probanden in eine gestellte Notsituation bei Stromausfall gebracht. Die App konnte bei der Ersthilfe gut helfen. Ein Tester beschrieb das Programm als leicht bedienbar und hilfreich. Ein anderer bemängelte die noch nicht so gut funktionierende Offline-Chatfunktion. Es muss also noch an der App gearbeitet werden. Momentan gibt es Smarter auch nur für Android-Telefone.

Die App ist ohnehin noch in einer frühen Entwicklungsphase. Es soll sowohl eine Version für iOS-Geräte als auch eine optimierte Version geben. Momentan verbrauche die Nutzung pro Minute etwa einen Prozent an Akkukapazität, heißt es. Das Projekt soll offiziell im März 2018 abgeschlossen werden.


eye home zur Startseite
Phantom 25. Okt 2017

WLAN geht xD

FreiGeistler 25. Okt 2017

Briar kann auch mesh: Wikipedia / Briar_(software)

TC 25. Okt 2017

Dazu müsste ich wohl zuerst von der Katastrophe wissen...

SanderK 25. Okt 2017

Am Ende ist es meist die primitive Lösung, die Erfolg verspricht. CB, UHF, VHF, gibt...

Spaghetticode 25. Okt 2017

Eine enthaltene Enzyklopädie dürfte max. 25 MB Speicherplatz ausmachen. Vergleichbare...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. D. Lechner GmbH, Rothenburg ob der Tauber
  2. flexis AG, Chemnitz
  3. Wilken Neutrasoft GmbH, Greven
  4. flexis AG, Olpe


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 15,29€
  2. etwa 8,38€
  3. (-8%) 45,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Rocketlab

    Billigrakete startet erfolgreich in Neuseeland

  2. Knappe Mehrheit

    SPD stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Union

  3. Gerichtspostfach

    EGVP-Client kann weiter genutzt werden

  4. DLD-Konferenz

    Gabriel warnt vor digitalem Schlachtfeld Europa

  5. NetzDG

    Streit mit EU über 100-Prozent-Löschquote in Deutschland

  6. Facebook

    Nutzer sollen Vertrauenswürdigkeit von Newsquellen bewerten

  7. Notebook-Grafik

    Nvidia hat eine Geforce GTX 1050 (Ti) mit Max-Q

  8. Gemini Lake

    Asrock und Gigabyte bringen Atom-Boards

  9. Eni HPC4

    Italienischer Supercomputer weltweit einer der schnellsten

  10. US-Wahl 2016

    Twitter findet weitere russische Manipulationskonten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Zahlungsverkehr: Das Bankkonto wird offener
Zahlungsverkehr
Das Bankkonto wird offener
  1. Breitbandmessung Provider halten versprochene Geschwindigkeit fast nie ein
  2. EU-Verordnung Verbraucherschützer gegen Netzsperren zum Verbraucherschutz
  3. Verbraucherschutz Bundeskartellamt checkt Vergleichsportale

Indiegames-Rundschau: Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass
Indiegames-Rundschau
Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass
  1. Games 2017 Die besten Indiespiele des Jahres
  2. Indiegames-Rundschau Von Weltraumpiraten und dem Wunderdoktor

Matthias Maurer: Ein Astronaut taucht unter
Matthias Maurer
Ein Astronaut taucht unter
  1. Planetologie Forscher finden große Eisvorkommen auf dem Mars
  2. SpaceX Geheimer Satellit der US-Regierung ist startklar
  3. Raumfahrt 2017 Wie SpaceX die Branche in Aufruhr versetzt

  1. Re: von wegen 100% Löschquote :-( - Google...

    bark | 07:10

  2. Re: beBPo?

    Apfelbrot | 06:17

  3. Re: schön die datenblätter zitiert

    ms (Golem.de) | 06:06

  4. Re: Nicht so schwer:

    Sarkastius | 05:45

  5. Re: Supercomputer sind wie Beton - es kommt drauf...

    Sarkastius | 05:39


  1. 07:40

  2. 16:59

  3. 14:13

  4. 13:15

  5. 12:31

  6. 14:35

  7. 14:00

  8. 13:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel