Kein Parallelbetrieb der beiden digitalen Assistenten

Als Besonderheit unterstützen die smarten Lautsprecher von Bose beide führenden digitalen Assistenten Amazon Alexa sowie Google Assistant. Sowohl Bose und Sonos haben die gleichen Beschränkungen: Es lässt sich immer nur ein digitaler Assistent auf einem Lautsprecher betreiben. Hier vergeudet auch Bose viel Potenzial: Es wäre außerordentlich praktisch, beide digitale Assistenten auf einem Gerät nutzen zu können. Das macht in der Praxis auch keine Probleme, wenn dies entsprechend berücksichtigt wird, wie der Test des Magenta-Lautsprechers der Telekom zeigt, auf dem parallel zwei digitale Assistenten nutzbar sind. Für die Nutzung des Bose-Lautsprechers muss bei Bose ein eigenes Konto in der entsprechenden App angelegt werden.

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Sowohl Bose als auch Sonos machen den Wechsel des digitalen Assistenten besonders unkomfortabel. Es fehlt ein einfacher Schalter zum Wechseln; jedes Mal ist eine komplette Neuanmeldung nötig. Eigentlich müsste es bei einem smarten Lautsprecher noch einfacher sein: Der Nutzer sollte den digitalen Assistenten auf Zuruf wechseln können - aber das gibt es erst recht nicht. Auf jedem Bose- oder Sonos-Lautsprecher kann hingegen ein anderer digitaler Assistent verwendet werden. Wer also bereits einen smarten Lautsprecher von Bose besitzt und den Portable Home Speaker in demselben Raum benutzt, kann beide digitale Assistenten auf Zuruf verwenden.

Bose unterstützt nicht alle Alexa-Funktionen

Seit dem Test des Home Speaker 500 vor knapp einem Jahr hat Bose den Alexa-Funktionsumfang etwas erweitert. Der reduzierte Alexa-Funktionsumfang ist an sich keine Bose-Besonderheit, weil Amazon einige Alexa-Fähigkeiten nur für die eigenen Geräte anbietet. Dazu gehört weiterhin alles rund um die Alexa-Telefoniefunktionen. Telefonate zu anderen Echo-Lautsprechern sind generell nicht möglich.

Auch die Alexa-Multiroom-Fähigkeiten stehen für die Bose-Lautsprecher nicht bereit. Mittlerweile werden aber die praktischen Alexa-Erinnerungen unterstützt, Alexa-Musikwecker sind hingegen weiterhin nicht möglich. In der Bose-App kann der Bass- oder Höhenbereich verändert werden, aber nicht auf Zuruf, wie es bei Echo-Lautsprechern möglich ist.

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Die Bose-Lautsprecher lassen sich mittlerweile in Alexa-Gruppen einbinden, um etwa die in einem Raum befindlichen Lampen bequemer auf Zuruf steuern zu können. Dann genügt ein simples "Alexa, schalte das Licht an" und alle dem Raum zugewiesenen Lampen schalten sich ein. Das Signalwort kann bei allen Alexa-Geräten von Drittanbietern generell nicht verändert werden, die Funktion behält Amazon ganz bewusst den eigenen Echo-Geräten vor.

  • Von links nach rechts: Amazons Echo Studio, Bose Home Speaker 500, Sonos Move und Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Move ist viel größer als der Portable Home Speaker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die USB-C-Buchse am Portable Home Speaker ist gut erreichbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind, leuchtet eine rote LED am Portable Home Speaker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Trageschlaufe am Portable Home Speaker ist praktisch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ladeschale gehört leider nicht zum Lieferumfang des Portable Home Speaker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Portable Home Speaker mit Ladeschale (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Portable Home Speaker auf der Ladeschale (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Leuchtring des Portable Home Speaker in Aktion (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Leuchtring des Portable Home Speaker in Aktion (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Leuchtring des Portable Home Speaker in Aktion (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bose weist auf der Produktseite zum Lautsprecher nur darauf hin, dass bestimmte Funktionen von Alexa und Google Assistant nicht zur Verfügung stehen könnten. Welche Fähigkeiten fehlen, wird aber verschwiegen. Es wäre für den Kunden sehr hilfreich vor einem Kauf umfassend über solche Beschränkungen informiert zu werden. Auch in der ansonsten sehr ausführlichen Anleitung gibt es keinen Hinweis darauf.

Google Assistant ließ sich zunächst nicht einrichten

Im Rahmen unseres Tests wollten wir uns auch die Nutzung mit dem Google Assistant anschauen. Aber das war zunächst nicht möglich, weil eine Anmeldung auf zwei Bose-Lautsprechern mit verschiedenen Smartphones wiederholt scheiterte. Mit Hilfe des Bose-Kundendienstes haben wir es nach zwei Stunden hinbekommen, den Google Assistant zum Laufen zu bringen. Wir setzten auf Rat des Kundendienstes den Lautsprecher zurück, installierten die Music-App neu und richteten ein neues Google-Assistant-Konto ein - nichts davon hatte zunächst geholfen.

Schließlich lag es am verwendeten Bose-Konto. Der genaue Grund dafür ließ sich durch Bose nicht ermitteln. Nachdem wir ein neues Konto eingerichtet hatten, konnten wir den Google Assistant aktivieren. Falls diese Probleme auch bei anderen Kunden auftreten, bedeutet dies, dass bei Bedarf alle übrigen Bose-Produkte in das neue Konto integriert werden müssen. Hier sollte Bose unbedingt nachbessern. Zum Vergleich dazu hatten wir mit Sonos-Lautsprechern noch nie ein Problem bei der Einrichtung des digitalen Assistenten.

Youtube Music und Deezer werden nicht unterstützt

Bei Nutzung des Google Assistant gibt es vergleichbare Einschränkungen wie bei Alexa und eine besonders lästige zusätzliche Beschränkung: Der Bose-Lautsprecher kann wie auch Sonos nicht mit Youtube Music verwendet werden. Auch Deezer ist auf Zuruf mit dem Bose-Lautsprecher nicht nutzbar. Diese bei anderen Google-Assistant-Geräten enthaltenen Standardfunktionen sollten zügig nachgeliefert werden. Somit stehen lediglich Spotify sowie Tunein als Musikstreamingdienste zur Verfügung, die auf Zuruf mit dem Google Assistant verwendet werden können.

Zudem unterstützt auch der Google Assistant keine Musikwecker und es fehlt die Unterstützung von Google Cast. Beides ist ansonsten in den meisten Google-Assistant-Lautsprechern vorhanden. Letzteres macht einen Multiroom-Betrieb mit anderen Google-Assistant-Lautsprechern unmöglich.

  • Von links nach rechts: Amazons Echo Studio, Bose Home Speaker 500, Sonos Move und Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Move ist viel größer als der Portable Home Speaker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die USB-C-Buchse am Portable Home Speaker ist gut erreichbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind, leuchtet eine rote LED am Portable Home Speaker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Trageschlaufe am Portable Home Speaker ist praktisch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ladeschale gehört leider nicht zum Lieferumfang des Portable Home Speaker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Portable Home Speaker mit Ladeschale (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Portable Home Speaker auf der Ladeschale (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bose Portable Home Speaker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Leuchtring des Portable Home Speaker in Aktion (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Leuchtring des Portable Home Speaker in Aktion (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind, leuchtet eine rote LED am Portable Home Speaker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wie auch Sonos übernimmt Bose eine nervige Eigenart des Google Assistant, auf die wir gerne verzichtet hätten: Beim Umschalten des Mikrofons gibt es jedes Mal eine Ansage zum aktuellen Status. Hier würde uns ein kurzer Signalton zur Bestätigung genügen, wie wir ihn auf der Link Bar von JBL hören.

Kein Signalton, wenn der digitale Assistent lauscht

Beim Bose-Lautsprecher fehlt uns generell ein Signalton, sobald einer der beiden digitalen Assistenten lauscht. Damit könnte besser verhindert werden, dass Gespräche ungewollt an die Server von Amazon oder Google gesendet und möglicherweise dann später von Menschen ausgewertet werden. Es passiert immer noch gelegentlich, dass sich ein digitaler Assistent versehentlich aktiviert. Dann hilft ein akustisches Signal, das auch mitzubekommen. Die Mikrofone im Bose-Lautsprecher reagieren gut, so dass wir auch aus größerer Entfernung nur in Zimmerlautstärke zum Gerät zu sprechen brauchen.

Wenn die Mikrofone am Bose-Lautsprecher abgeschaltet sind, wird das mit einer kleinen, rot leuchtenden LED signalisiert. Würde stattdessen der ganze LED-Ring rot leuchten, wäre dies deutlich auffälliger. Im Unterschied zu Geräten von Amazon oder Google direkt, können smarte Lautsprecher von Drittanbietern bei Bedarf auch ohne Anmeldung bei einem digitalen Assistenten verwendet werden - das ist auch bei Bose der Fall.

Im Multiroom-Betrieb werden langjährige Bose-Kunden enttäuscht.

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 Gehäuse klein, Klang großMultiroom-Nutzung nicht mit allen Bose-Produkten möglich 
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common 27. Dez 2019

Sonos hat so etwas in Arbeit. Sie haben Snips gekauft.

common 27. Dez 2019

Habe mit meinem Kommentar etwas gewartet bis ich das Bose Gerät rund um Weihnachten im...

mxcd 05. Dez 2019

Also zum Hörspielhören hat meien Bekannte Ihrer Mom einen Revolve (ohne Plus und ohne...

Hausmeister 03. Dez 2019

Hallo, habe mal eine Frage, wie wird eigentlich Smart definiert? Ich habe mir damals...

quineloe 03. Dez 2019

Wenn ich das Haus verlasse, lege ich das hier auf loop und dreh voll auf https://www...



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