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Smarte Türöffnung: Startup hinter Nello One hat Insolvenz gestellt

Der Markt smarter Türöffnungssysteme könnte bald einen Teilnehmer weniger haben. Das Münchner Startup Locumi Labs GmbH hat einen Eigeninsolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen ist für die smarte Türöffnung Nello One verantwortlich.
/ Ingo Pakalski
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Nello One wird in Gegensprechanlagen integriert. (Bild: Locumi Labs GmbH)
Nello One wird in Gegensprechanlagen integriert. Bild: Locumi Labs GmbH

Wie es mit der smarten Türöffnung Nello One weitergeht, ist derzeit ungewiss. Das dahinterstehende Startup Locumi Labs GmbH hat einen Eigeninsolvenzantrag gestellt. Derzeit wird nach geeigneten Investoren gesucht. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter soll der Rechtsanwalt Hubert Ampferl bestellt worden sein.

Nello One(öffnet im neuen Fenster) kann in bestehende Gegensprechanlagen integriert werden, um diese aus der Ferne zu steuern. Wenn ein Mieter nicht zu Hause ist, kann er dennoch Personen in ein Mietshaus hineinlassen, indem er die Haustür durch Zugriff auf die Gegensprechanlage öffnet. Die Steuerung von Nello One erfolgt über eine App sowie eine Cloud-Anbindung.

Damit Personen auch in die Wohnung hineinkommen, ist zusätzlich noch ein smartes Türschloss an der Wohnungstür erforderlich. Dieses muss von einem anderen Anbieter erworben werden, weil Locumi Labs kein solches Schloss im Sortiment hat. Als kompatibel werden die Schlösser Yale Entr von Assa Abloy, Danalock V3 sowie Nuki Combo 2.0 genannt. Golem.de hat kürzlich das smarte Türschloss Nuki 2.0 getestet , das sehr unkompliziert an ein bestehendes Türschloss angebracht werden kann.

Haupteinsatzzweck von Nello One dürfte sein, Paketlieferungen zu erhalten, wenn der Mieter selbst nicht zu Hause ist. Der smarte Türöffner muss mittels Kabelverbindungen in eine bestehende Gegensprechanlage integriert werden. Der Anbieter gibt an, dass dies unkompliziert möglich sei, aber wer sich nicht zutraut, lose Kabelenden mit den passenden Stellen zu verbinden, den wird das eher abschrecken.

Nach Angaben von Locumi Labs sind bisherige Gespräche mit verschiedenen Investoren über eine Kapitalerhöhung gescheitert. Der Geschäftsbetrieb werde unverändert fortgeführt, erklärte das Unternehmen. Man wolle die Möglichkeiten des Insolvenzrechts zur Sanierung aktiv nutzen und gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter den eingeleiteten Investorenprozess erfolgreich abschließen.


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