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Smarte Putztrends der CES 2026: Die Putzroboter erheben sich

CES 2026
Noch gehen Bodenroboter meist im Kriechgang. Bald können sie aber wohl Treppen steigen, sie überfliegen und aufrecht stehen, zeigt die CES.
/ Berti Kolbow-Lehradt
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Der Saugroboter Mova Pilot 70 steckt in einer Transportdrohne, die ihn Treppen hoch- und runterfliegen lassen soll, damit er auf anderen Etagen staubsaugt und wischt. Noch handelt es sich um einen Prototyp. (Bild: Mova)
Der Saugroboter Mova Pilot 70 steckt in einer Transportdrohne, die ihn Treppen hoch- und runterfliegen lassen soll, damit er auf anderen Etagen staubsaugt und wischt. Noch handelt es sich um einen Prototyp. Bild: Mova
Inhalt
  1. Smarte Putztrends der CES 2026: Die Putzroboter erheben sich
  2. Mit Laserauge und Kamera das Rasenrevier im Blick
  3. Was man nicht erklettern kann, muss man erfliegen
  4. Menschenähnliche Haushaltshilfen

Hausarbeit ist besonders entspannend, wenn man sie nicht selbst machen muss. Auf der Technikmesse CES 2026 in Las Vegas zeigten Smart-Home-Marken neue robotische Arbeitshilfen, die den Haushalt gewissenhafter und komfortabler pflegen sollen als bisherige Technik.

Mit Laseraugen ausgestattet finden sich immer mehr Mähroboter auch in komplexen Rasenrevieren zurecht. Getunte Wischtechnik lässt Putzflundern den Boden noch etwas hygienischer wienern. Um mehrere Etagen zu putzen, erklettern oder gar überfliegen sie womöglich bald Treppen. Vielleicht übernehmen schon bald bearmte Roboter auf Rollgestellen die pflegenden Handgriffe, auf die Menschen keine Lust haben und zu denen Bodenflundern zu untalentiert sind.

Wir ordnen die smarten Putztrends der CES 2026 im Folgenden nach Praxistauglichkeit, beginnend mit allem, was in Kürze im Handel erscheint. Dann gehen wir zu den Zukunftsvisionen, die bis zur Marktreife noch Feinschliff brauchen.

Wischrollen mit Mini-Waschanlage setzen sich beim Wienern durch

Die meisten Saugroboter können den Boden zusätzlich wischen, wenn es sich nicht gerade um die billigsten Modelle handelt. Wie reinlich sie die Fläche wienern, hängt auch von der verwendeten Wischtechnik ab. Der Trend geht zum Einsatz einer vertikal rotierenden Faserrolle, die quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist.

Sie schrubbt Flecken nicht zwingend besser weg als horizontal rotierende Tellermopps oder schlapp hinterhergezogene Wischtücher. Der Vorteil liegt in einer kontinuierlichen Zwischenreinigung. Aufgenommenen Dreck streift die Rolle an Gummilippen im Robotergehäuse ab. Ein Wassertank benetzt sie mit sauberem Wasser. Dadurch berührt sie den Boden immer mit frisch gespülten Fasern, putzt ihn hygienischer. Die anderen Wischtechnikansätze brauchen für den Waschvorgang zwingend einen Boxenstopp in der Basisstation des Roboters.

Alle namhaften Marken setzen mindestens bei kostspieligen Luxusgeräten auf den angesagten Wischansatz. Auch Hersteller Roborock, der sich Techniksprüngen beim Wischen traditionell verweigert, ist inzwischen von der Rolle. Sein neues Modell Qrevo Curv 2 Flow wird hierzulande als erstes Roborock-Modell mit einer Wischwalze putzen.

Ebenfalls auf Wischwalzen setzen die Vorzeigeputzflundern Mova S70 Ultra Roller, Narwal Flow 2 sowie Ecovacs Deebot T90 Pro Omni und die beiden Ecovacs-Modelle der Reihe Deebot X12. Die Geräte X12 Pro Omni und X12 Omnicyclone haben noch einen zusätzlichen Wassertrick auf Lager. Erkennt ein eingebauter Infrarotsensor heftige Flecken auf dem Boden, besprühen die Roboter sie mit Hochdruckstrahlen aus zwei Düsen, um den Schmutz vorzubehandeln.

Für keines der Geräte nannten die Hersteller Verkaufspreise. Alles unter 1.000 Euro wäre überraschend. Der Narwal-Neuzugang erscheint im April. Die anderen Marktstarts sind unbekannt.


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