Was man nicht erklettern kann, muss man erfliegen
Die meisten Saugroboter sind deutlich weniger geländegängig als Mähroboter. Treppenstufen können sie bisher nicht überwinden. Hersteller arbeiten an Steighilfen, die den Robotern ermöglichen, sich zu einer anderen Etage zu begeben und dort weiter zu putzen.
Roborock zeigte einen Prototyp namens Saros Rover, der Stufen mit mehrgelenkigen Radbeinen überwindet. Sie lassen sich unabhängig voneinander anheben und absenken. Dadurch sind kleine Sprünge, agile Drehungen, plötzliche Stopps und Richtungswechsel möglich. Der Ansatz wirkt sehr viel praxistauglicher und weniger aufwendig als die Technikpfade der Prototypen, die Dreame, Mova und Eufy auf der Ifa 2025 zeigten. Das Trio braucht kletterfähige Fähren, in die die Roboter zum Transport hineinfahren. Die Transporthilfen sind sperrig und daher für schmale Treppen ungeeignet. Wann der Saros Rover marktreif ist und was er dann kostet, ist unbekannt.




Das Problem unwegsamer Treppenstufen lässt sich womöglich auch anders lösen. Mova zeigte auf der CES eine Art Transportdrohne, die einen Saugroboter eine Treppe hoch- und runterfliegen soll. Das Duo hört auf den Arbeitstitel Mova Pilot 70. Auf der Messe wirkten die Flugmanöver nicht immer souverän. Weil es heikel ist, sich mit scharfkantigen Rotoren in engen Wohnräumen zu bewegen, haben sich Smart-Home-Flugobjekte bisher nicht durchgesetzt. In Bezug auf die Zukunft des Pilot 70 hielt sich Mova bedeckt. Ob aus dem aufsehenerregenden Messe-Gag ein praxistaugliches Produkt wird, ist völlig offen.