Mit Laserauge und Kamera das Rasenrevier im Blick
Mähroboter kürzen das Gras desto gründlicher und unfallfreier, je besser sie sich darauf zurechtfinden. Eine Drahtbegrenzung des Rasens ist längst aus der Mode gekommen, weil es unbequem ist, sie zu verbuddeln und zu flicken. Satellitensignale, etwa per GPS, waren zwischenzeitlich der wichtigste Wegweiser. Weil man dafür eine Basisstation in den Garten stellen muss und die Signale durch Bäume und Wände gestört werden können, sind sie nicht mehr allzu beliebt.
Inzwischen setzen die maßgeblichen Hersteller überwiegend auf eingebaute Navi-Sensorik in Form von Lidar und Kameras. Sie kommt ohne die genannten Nachteile aus. Was als zaghafter Trend in den vergangenen beiden Gartensaisons begann, wird der kommende Mainstream sein, wie die CES zeigte. Praktisch alle relevanten Neuzugänge folgen diesem Technikpfad.




Luxusschnitthilfen
Was technisch möglich ist, demonstrieren etwa die neuen Luxusmähroboter Mammotion Luba 3 AWD, Dreame A3 AWD Pro, Segway Navimow X4 und Roborock Rockmow X1 Lidar. Alle versprechen eine präzise Navigation mit 360-Grad-Blick. Mammotion, Dreame und Roborock montieren dazu Laserkuppeln auf die Gehäuse. Zusätzlich sind vorne zwei Kameras an Bord, die auf Hindernisse achten. Segway Navimow kombiniert für Rundumsicht und Hinderniserkennung zwei nach vorne und je eine zur Seite guckende Kamera, Lidar ist nicht an Bord. In allen Fällen schlaut KI die Bildanalyse auf, so dass die Roboter im Idealfall weder Blumen überfahren noch Igel verletzen.
Für möglichst korrekte Positionsdaten ergänzen Mammotion und Segway Navimow weiterhin Satellitendaten, etwa per GPS. Eine separate Basisstation brauchen sie dafür aber nicht, sie beziehen Korrekturdaten via Mobilfunk (NetRTK).
Trendgemäß handelt es sich um geländegängige Kraftprotze. Vier separat motorisierte Räder bewegen sie über den Rasen. Alle Modelle sollen rund 80-prozentige Steigungen bewältigen können. Für besonders präzises Wenden auf wenig Platz können die Modelle von Segway und Roborock die Vorderräder nach links und rechts lenken. Für einen interessanten Show-Effekt sorgt der Luba, dessen Chassis an das von Formel-1-Boliden erinnert.
Der Luba ist bereits zu Preisen zwischen 2.300 und 3.200 Euro auf der Herstellerseite bestellbar. Es gibt drei Akkuvarianten für Flächen zwischen 1.500 und 5.000 Quadratmeter. Eine angekündigte Variante für 10.000 Quadratmeter ist noch nicht gelistet.
Der Dreame A3 AWD Pro ist ab März für 2.599 Euro (3.500 qm) und 2.999 Euro (5.000 qm) erhältlich. Das Roborock-Modell ist für 2.000 qm ausgelegt, der X4 je nach Variante für 4.000 und 6.000 qm. Verkaufspreise und -starts stehen nicht fest.



