• IT-Karriere:
  • Services:

Smarte Lautsprecher: Apples Homepod liegt beim Marktanteil hinter Alexa und Co.

Offizielle Verkaufszahlen hat Apple zum Homepod bislang nicht herausgerückt. Nach Angaben von Marktforschern hat es der Siri-Lautsprecher schwer gegen die etablierten Alexa- und Google-Assistant-Lautsprecher.

Artikel veröffentlicht am ,
Den Homepod gibt es noch nicht in Deutschland.
Den Homepod gibt es noch nicht in Deutschland. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Selbst Alibaba hat im ersten Quartal 2018 auf dem Weltmarkt mehr smarte Lautsprecher ausgeliefert als Apple. Das ist das Ergebnis einer Schätzung der Marktforscher von Strategy Analytics. Sowohl Alibaba als auch Apple sind weit abgeschlagen hinter den Marktführern Amazon und Google, die zusammen auf einen Marktanteil von 70,1 Prozent kommen. Bei den Zahlen von Strategy Analytics handelt es sich um Schätzungen zu den ausgelieferten Geräten, es sind keine echten Verkaufszahlen. Das bedeutet, von den Geräten könnten auch noch welche in den Lagern und Läden liegen, so dass sie noch nicht tatsächlich bei Kunden angekommen sind. Trotz dieser Ungenauigkeit geben die Zahlen von Strategy Analytics eine grobe Orientierung zum Markt smarter Lautsprecher.

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, Coburg
  2. Mentis International Human Resources GmbH, Raum westliches Nordrhein-Westfalen

Marktführer bei smarten Lautsprechern bleibt demnach ganz klar Amazon mit vier Millionen ausgelieferten Echo-Geräten. Das entspricht einem Marktanteil von 43,6 Prozent. Im Jahr zuvor hatte Amazon den Angaben zufolge zwei Millionen Echo-Geräte ausgeliefert. Hier konnte Amazon seine Zahlen also verdoppeln. Weil der Markt noch deutlich kleiner war, reichten halb so viele Geräte im ersten Quartal 2017 für einen Marktanteil von 81,8 Prozent. Auch Amazon hat bislang offiziell keine genauen Verkaufszahlen zu Echo-Lautsrpechern bekanntgegeben.

Im ersten Quartal 2017 gab es Googles smarten Lautsprecher nur in ausgewählten Ländern und der deutlich günstigere Home Mini kam erst im Herbst 2017 auf den Markt. Daher ist es kaum überraschend, dass Google seinen Marktanteil im ersten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich verbessern konnte. Die Zahl stieg von 300.000 Geräten vor einem Jahr auf nun 2,4 Millionen Geräte.

Amazon in Deutschland vor Google

Der deutsche Markt sieht ähnlich aus, wie Strategy Analytics im Gespräch mit Golem.de mitteilte: Hierzulande liegt Amazon auch deutlich vor Google, der Abstand ist sogar noch etwas größer. Die Alexa-Lautsprecher kommen auf einen Anteil von 64 Prozent, Google-Home-Geräte liegen bei 29 Prozent. Der verbleibende Anteil beträgt gerade einmmal sieben Prozent. Diesen Anteil müssen sich alle Hersteller teilen, die eigene smarte Lautsprecher verkaufen, die mit Alexa oder Google Assistant laufen.

International spielt der asiatische Markt eine immer größere Rolle. Hier sind Amazon, Apple und Google nicht aktiv. So kommen die Unternehmen wie Alibaba und Xiaomi mit zu den den fünftgrößten Herstellern smarter Lautsprecher. Beide nutzen eigene digitale Assistenten auf ihren Geräten. Der Marktanteil von Alibaba liegt bei 7,6 Prozent und damit vor den 6 Prozent von Apple, die für 600.000 ausgelieferte Homepods stehen.

International wurden 9,2 Millionen smarte Lautsprecher ausgeliefert. Davon entfielen 600.000 Geräte auf den deutschen Markt. Die Marktforscher von Strategy Analytics sehen dabei das Problem, dass die Geräte noch längst nicht das können, was sich Kunden davon versprechen. Die Marktforscher erwarten für die Zukunft ein erhebliches Wachstum. In diesem Jahr sollen in Deutschland demnach etwa 4,5 Millionen smarte Lautsprecher in den Haushalten stehen, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit.

Die Homepod-Zahlen decken nicht das gesamte erste Quartal ab, weil der Siri-Lautsprecher erst Anfang Februar 2018 auf den Markt kam. Zudem ist der Homepod in deutlich weniger Ländern als die Alexa- und Google-Home-Lautsprecher verfügbar. Und der hohe Anschaffungspreis dürfte mit dafür sorgen, dass viele Interessenten eher zurückhaltend sind. Bei den Alexa- und Google-Home-Lautsprechern können Kunden auch für deutlich weniger Geld einen solchen Lautsprecher bekommen.

Das Marktforschungsunternehmen Slice Intelligence hatte Mitte April 2018 berichtet, dass die Homepod-Verkaufszahlen am Tag der Markteinführung vergleichsweise hoch waren, sich dann aber sehr schnell wieder verringerten. Am zweiten Tag wurden nur noch 500 statt 5.000 Geräte verkauft, danach nur noch 200 Geräte. Die Homepod-Verkaufszahlen am Tag der Markteinführung waren geringer als bei Amazons Echo Show, der an dem Tag auf 7.500 verkaufte Geräte kam.

Generell kann der Homepod nur mit einem anderen Apple-Gerät in Betrieb genommen und konfiguriert werden. Wer also kein Apple-Gerät besitzt, kann den Homepod nicht nutzen. Hier macht sich Apple einen möglichen Markt selbst kaputt. Zudem schließt Apples Ansatz auch alle Spotify-Nutzer aus, denn das Abspielen von Musik auf Sprachzuruf geht nur mit Apples eigenem Musikabodienst. Alle Musikstreamingangebote der Konkurrenz werden ausgesperrt. In unserem Test des Homepods waren wir mit dem Klang zufrieden, der für diese Gerätegröße starke Tiefbass muss aber auch bezahlt werden - und er passt nicht bei aller Musik, weil der Homepod den Mittenbereich vernachlässigt. Die enge Konzentration auf das Apple-Ökosystem bedeutet zudem unliebsame Einschränkungen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Yian 22. Mai 2018

Ich vermute, die bei Apple wissen genau, was sie tun. Irgendwann hat jeder einen HomePod...


Folgen Sie uns
       


Mario Kart Live im Test: Ein Klempner, der um Konsolen kurvt
Mario Kart Live im Test
Ein Klempner, der um Konsolen kurvt

In Mario Kart Live (Nintendo Switch) fährt ein Klempner durchs Wohnzimmer. Golem.de hat das Spiel mit einem Konsolen-Rennkurs ausprobiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Nintendo Entwickler arbeiten offenbar an 4K-Updates für Switch Pro
  2. Nintendo Switch Mario Kart Live schickt Spielzeugauto auf VR-Rennstecke
  3. 8bitdo Controller macht die Nintendo Switch zum Arcade-Kabinett

SSD vs. HDD: Die Zeit der Festplatte im Netzwerkspeicher läuft ab
SSD vs. HDD
Die Zeit der Festplatte im Netzwerkspeicher läuft ab

SSDs in NAS-Systemen sind lautlos, energieeffizient und schneller: Golem.de untersucht, ob es eine neue Referenz für Netzwerkspeicher gibt.
Ein Praxistest von Oliver Nickel

  1. Firecuda 120 Seagate bringt 4-TByte-SSD für Spieler

iPad Air 2020 im Test: Apples gute Alternative zum iPad Pro
iPad Air 2020 im Test
Apples gute Alternative zum iPad Pro

Das neue iPad Air sieht aus wie ein iPad Pro, unterstützt dasselbe Zubehör, kommt mit einem guten Display und reichlich Rechenleistung. Damit ist es eine ideale Alternative für Apples teuerstes Tablet, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablet Apple stellt neues iPad und iPad Air vor

    •  /