Abo
  • IT-Karriere:

Die Telekom hat eigene Pläne

Im kommenden Jahr wollen Apple und die Deutsche Telekom in Deutschland eigene Lautsprecher mit jeweils eigenen digitalen Assistenten auf den Markt bringen. Damit dürfte das kommende Jahr für smarte Lautsprecher sehr spannend werden. Die Telekom will bis Ende Juni 2018 ein Gerät für unter 150 Euro auf den Markt bringen, der Amazons Alexa und einen von der Telekom entwickelten digitalen Assistenten nutzt, den Magenta-Assistenten. Der Magenta-Lautsprecher soll vor allem für Kunden mit einem Telekom-Festnetzanschluss interessant sein und wird anfangs nur den eigenen Kunden angeboten.

Stellenmarkt
  1. Protection One GmbH, Meerbusch
  2. Freie und Hansestadt Hamburg Finanzbehörde Hamburg, Hamburg

Er soll auf Zuruf die Entertain-TV-Geräte bedienen können. Der Nutzer braucht dann nicht mehr zur Fernbedienung zu greifen, sondern kann mit einem gesprochenen Befehl etwa den Sender wechseln. Außerdem sollen über den Magenta-Lautsprecher auch Festnetzanrufe getätigt werden können, so dass der Lautsprecher als Freisprecheinrichtung fungiert.

Es ist aber fraglich, ob sich die Telekom gegen die Übermacht von Amazon und Google wird durchsetzen können - zumal der Verkauf zunächst auf Telekom-Kunden beschränkt wird. Im Hinblick auf den Funktionsumfang wird das System für Nicht-Telekom-Kunden wohl auch kaum Vorteile gegenüber Alexa- oder Google-Assistant-Lautsprechern bieten.

Echo-Lautsprecher auch bald mit Festnetztelefonie

Und bevor der Magenta-Lautsprecher kommt, prescht Amazon hier vor. Bereits Anfang kommenden Jahres soll mit Echo Connect Zubehör in Deutschland erscheinen, mit dem sich über den Echo-Lautsprecher auch Festnetztelefonate führen lassen. Dabei gibt es keine Beschränkung auf einen speziellen Netzbetreiber, diese Ergänzung soll an allen Telefonanschlüssen funktionieren.

Dazu wird Echo Connect wie ein Telefon mit dem eigenen Festnetzanschluss verbunden und die Anrufe dann an Echo-Lautsprecher weitergereicht. Möglicherweise wird es die Echo-Connect-Unterstützung nur für die Amazon-eigenen Alexa-Lautsprecher geben und nicht auch für Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller.

Apples Homepod erscheint mit Verspätung

Apples Homepod-Lautsprecher soll Anfang 2018 mit dem eigenen digitalem Assistenten Siri erscheinen und wird zunächst nur in den USA, in Großbritannien und in Australien angeboten. Ob er noch im selben Jahr nach Deutschland kommt, ist offen. Bereits vor dem Homepod-Verkaufsstart musste Apple einen Rückschlag einstecken. Die anvisierte Markteinfürung im Dezember 2017 konnte nicht gehalten werden.

Derzeit hinkt Apple dem Markt sprachgesteuerter, smarter Lautsprecher also hinterher, dabei hätte es auch anders kommen können. Nach einem Bloomberg-Bericht hat Apple bereits 2014 an einem smarten Lautsprecher gearbeitet. Das Projekt geht sogar auf Arbeiten aus dem Jahr 2012 zurück. Damals wollte Apple einen Lautsprecher bauen, der besser als die der etablierten Hersteller war. Ein solcher Lautsprecher erschien jedoch nie.

Als dann Amazon mit dem Echo den ersten smarten Lautsprecher überhaupt auf den Markt brachte, machten sich die Apple-Entwickler einen Scherz daraus, sich gegenseitig zu beschuldigen, die Pläne aus den Apple-Entwicklungsabteilungen an Amazon verraten zu haben. In den folgenden zwei Jahren wurde das Apple-Projekt mehrfach verworfen und dann wieder neu begonnen.

Homepod spielt nur Musik von Apple ab

Bei den smarten Funktionen wird Apples Homepod wohl weit weniger können als die Konkurrenz. Apple selbst hat sich bislang nur in Bruchstücken zum Funktionsumfang seines digitalen Assitenten Siri auf dem Lautsprecher geäußert. Viel wird er aber wohl nicht können. Er kann nur Musik von Apple Music abspielen, Musik-Streaming-Dienste anderer Anbieter wie etwa Spotify können nicht eingebunden werden. So viel hat Apple bereits im Vorfeld verraten und das ist nicht gerade im Sinne der Kunden.

Mit dem Homepod sollen sich Apple-optimierte Smart-Home-Elemente mit der Stimme steuern und Nachrichten an ein iPhone versenden lassen. Während Amazon und Google sich zum Ziel gesetzt haben, dass die smarten Lautsprecher alltägliche Wissensfragen beantworten können und Nutzern bei täglichen Aufgaben helfen, spielt das für Apple nach derzeitigem Kenntnisstand keine große Rolle.

Apple soll vor allem großen Wert auf einen guten Klang legen und hoffen, dass Kunden den 350 US-Dollar teuren Lautsprecher vor allem zum Musikhören kaufen. Erst wenn der Lautsprecher da ist, wird sich zeigen, wie gut er sich gegen die Konkurrenz aus dem klassischen Hi-Fi-Segment schlägt.

Apples letzter Lautsprecher war ein Flop

Beim letzten Versuch damit war Apple wenig erfolgreich: Im Jahr 2006 hatte das Unternehmen mit dem iPod Hi-Fi einen Lautsprecher speziell für seinen MP3-Player im Sortiment. Der 360 Euro teure Lautsprecher entpuppte sich als Flop und wurde anderthalb Jahre später nicht mehr verkauft. Ein Nachfolgemodell gab es nie.

Dieses Mal muss Apple nicht nur gegen das Hi-Fi-Segment bestehen, sondern auch gegen Google, das ebenfalls am Klang gearbeitet hat und im Unterschied zu Apple den Termin für den Verkaufsstart seines neuen smarten Lautsprechers Home Max einhalten konnte. In den USA ist er seit diesem Monat für 400 US-Dollar verfügbar und bietet - wie der Homepod - eine Technik, mit der sich das Klangbild automatisch an die Gegebenheiten jedes Raums anpassen soll.

Wann der neue smarte Toplautsprecher von Google in Deutschland erscheint und wieviel er dann hierzulande kosten wird, hat der Hersteller noch nicht bekanntgegeben. Aber es ist derzeit davon auszugehen, dass der Home Max früher als der Homepod auf den deutschen Markt kommen wird. Auf jeden Fall hat sich der Markt für Apple seit der ersten Ankündigung des Homepod rapide verändert: Damals gab es vor allem die eher preisgünstigen Echo- und Home-Lautsprecher, mittlerweile legen auch andere Hersteller großen Wert auf einen möglichst guten Klang.

Während viele Hersteller gerade ihre ersten Geräte auf den Markt bringen, schlägt Amazon bereits einen neuen Weg ein und lässt die Konkurrenz hinter sich.

 Alexa kämpft mit Plattform-EinschränkungenSmarte Lautsprecher mit Display sind schon da 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Kingston A400 1.92 TB für 159,90€ + Versand statt ca. 176€ im Vergleich)
  2. (u. a. Logitech MX Master Gaming-Maus für 47,99€, Gaming-Tastaturen ab 39,00€, Lautsprecher ab...
  3. (aktuell u. a. AKRacing Masster Premium Gaming-Stuhl für 269,00€, QPAD OH-91 Headset für 49...
  4. 99€

Labbm 21. Dez 2017

Nicht falsch verstehen, ich mag smarte Lautsprecher und nutze sie selbst fleißig. Genauso...

Labbm 21. Dez 2017

Ich denke du solltest eine derartige Steuerung und deren Möglichkeiten erstmal...

Sicaine 21. Dez 2017

Richtig, das ist schweine teuer. Aber: 1. Ich hab nicht alles sofort umgestellt 2. Ich...

Flasher 21. Dez 2017

Nämlich der Datenschutz. Wieso muss ein Gerät welches für mich bspw. einfache Schalter im...

Pinguin 21. Dez 2017

Immerhin verhinderst Du nicht, dass es noch mehr Besserwisser gibt. https://www...


Folgen Sie uns
       


Ghost Recon Breakpoint - Fazit

Das Actionspiel Ghost Recon Breakpoint von Ubisoft schickt Spieler als Elitesoldat Nomad auf eine fiktive Pazifikinsel.

Ghost Recon Breakpoint - Fazit Video aufrufen
Vision 5 und Epos 2 im Hands on: Tolinos neue E-Book-Reader-Oberklasse ist gelungen
Vision 5 und Epos 2 im Hands on
Tolinos neue E-Book-Reader-Oberklasse ist gelungen

Die Tolino-Allianz bringt zwei neue E-Book-Reader der Oberklasse auf den Markt. Der Vision 5 hat ein 7 Zoll großes Display, beim besonders dünnen Epos 2 ist es ein 8-Zoll-Display. Es gibt typische Oberklasse-Ausstattung - und noch etwas mehr.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Tolino Page 2 Günstiger E-Book-Reader erhält Displaybeleuchtung

Pixel 4 im Hands on: Neue Pixel mit Dualkamera und Radar-Gesten ab 750 Euro
Pixel 4 im Hands on
Neue Pixel mit Dualkamera und Radar-Gesten ab 750 Euro

Nach zahlreichen Leaks hat Google das Pixel 4 und das Pixel 4 XL offiziell vorgestellt: Die Smartphones haben erstmals eine Dualkamera - ein Radar-Chip soll zudem die Bedienung verändern. Im Kurztest hinterlassen beide einen guten ersten Eindruck.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Google Fotos Pixel 4 kommt ohne unbegrenzten unkomprimierten Fotospeicher

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

    •  /